Digitalpolitik im Realitätscheck: Ein Jahr Bundesregierung
Shownotes
Ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung steht die Digitalpolitik unter genauer Beobachtung. Große Ankündigungen, neue Strukturen und ein eigenes Digitalministerium sollten Tempo bringen – doch wie fällt die Bilanz tatsächlich aus?
In dieser Folge von „Das Ohr am Netz“ analysieren Sidonie Krug und Sven Oswald den Stand der Digitalisierung in Deutschland – zwischen politischem Anspruch und praktischer Umsetzung. Die Zahlen zeigen ein ambivalentes Bild: Deutschland liegt im EU-Vergleich nur im Mittelfeld, Fortschritte sind erkennbar, bleiben aber oft langsam und ungleich verteilt.
Gemeinsam mit Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Digitalministerium, wird die politische Perspektive beleuchtet: Welche Maßnahmen wurden angestoßen? Wo hakt es in der Umsetzung? Und wie viel Steuerungskraft hat das neue Ministerium tatsächlich?
Die Sicht der Wirtschaft bringt Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender des eco – Verband der Internetwirtschaft e. V., ein. Er ordnet ein, warum Themen wie Bürokratie, Infrastruktur und Regulierung weiterhin zentrale Herausforderungen für Unternehmen darstellen – und wo Deutschland im internationalen Wettbewerb an Boden verliert.
Ergänzt wird die Diskussion durch Impulse aus der Praxis: Wie Innovation auch jenseits politischer Programme entsteht und welche Rolle Netzwerke und Initiativen für den digitalen Fortschritt spielen. Die Folge fragt: Reichen die bisherigen Maßnahmen aus, um die Digitalisierung spürbar voranzubringen? Und was muss jetzt passieren, damit aus Strategie konkrete Wirkung wird?
Shownotes:
- Aufzählungs-TextTicketcode für das Techriders Festival: TECHRIDERS-OHR (kostenfreies Ticket für IT-Anwender)
- Aufzählungs-Texteco digitalpuls zum Download
Redaktion: Christin Patricia Müller, Irmeline Uhlmann, Anja Wittenburg, Erik Jödicke Schnitt: David Grassinger Moderation: Sidonie Krug, Sven Oswald Produktion: eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.
Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:09: Hallo und herzlich willkommen beim Ohr am Netz.
00:00:11: Hi Sidoni, wie geht's?
00:00:12: Hallo Sven!
00:00:13: Hallo zusammen... Ja es ist alles gut.
00:00:16: Es ist viel los bei uns tatsächlich irgendwie viele Themen, viele Veranstaltungen.
00:00:21: Und ja ich kann irgendwie gar nicht glauben dass der April jetzt auch fast schon wieder vorbei ist.
00:00:25: Krass oder?
00:00:26: ich meine das ist ein Drittel des Jahres.
00:00:27: um Wie schnell ging das denn bitte?
00:00:29: Das ist ja so wirklich, also dieses Jahr zwei, zwanzig, sechsundzwanzig würde ich gerne zurückgeben.
00:00:33: Und mal neu anfangen mit ein bisschen Zeit und ein paar schöneren Dingen, die passieren.
00:00:37: Na so schlimm ist es nicht!
00:00:39: Es passiert halt irgendwie viel.
00:00:40: Und deswegen auch heute eine ... na ich will jetzt nicht sagen Jubiläums-Sendung aber das ist ja schon ein Jubileum kann man sagen, ne?
00:00:46: Also...
00:00:47: Ja, es ist nämlich tatsächlich jetzt auch fast schon wieder ein Jahr her dass Schwarz Rot sozusagen an die Regierung gekommen ist Dass das Kabinett vereidigt wurde und wir eine neue Bundesregierung haben Die jetzt eben auch gar nicht mehr so neu ist als anders genommen, doch mal so ein bisschen Bilanz zu ziehen und zu gucken was ist denn in diesem Jahr gerade eben auch digitalpolitisch das interessiert uns ja nun besonders so passiert.
00:01:12: Und was vielleicht auch noch nicht?
00:01:14: Ja
00:01:14: genau und genau ein Jahr später ist eben der richtige Zeitpunkt!
00:01:18: Das kann man schonmal sagen.
00:01:19: wir haben ja immer normalerweise so nach hundert Tagen wird mal geguckt.
00:01:21: Was macht dann da eigentlich weh?
00:01:22: aber im Jahr da kannst du schon ein bisschen etwas geben und wir wollen mal schauen.
00:01:25: Uns wurde ja viel versprochen.
00:01:27: wieviel davon wurde schon umgesetzt.
00:01:28: Wieviel es auf einem guten Weg Stagnabe.
00:01:32: vielleicht mal ganz kurzer Blick auf die Zahlen.
00:01:34: Deutschland liegt im EU-Vergleich bei der Digitalisierung nur auf Platz vierzehn von siebenundzwanzig, nicht so gut.
00:01:40: Gleichzeitig verfügen nur rund neunundvierzig Prozent der Bevölkerung über grundlegende digitale Kompetenzen.
00:01:45: vielleicht auch nicht ganz so gut und da gibt es halt leider auch nicht wirklich nennenswerte Fortschritte in den vergangenen Jahren obwohl wir jetzt alle so Bock auf KI haben.
00:01:53: Ja, genau.
00:01:54: Ich denke so manche Themen merken wir ja auch immer wieder selber im Alltag, besonders digitale Verwaltung.
00:02:01: Da sind wir immer noch nicht da wo wir sein wollen.
00:02:04: Gleichzeitig gibt es Fortschritte beim Glasfaserausbau.
00:02:07: also wie sehen ist ein bisschen hoch und runter Und genau wir nehmen uns das ganze jetzt diese Folge einfach mal ein bisschen genauer vor
00:02:14: Genau.
00:02:14: aber vorher gibt's natürlich wie immer erst mal neues aus der digitalen Welt und auch da viel zu tun
00:02:20: Neues aus der digitalen Welt.
00:02:24: In unserer ersten News geht es auch gleich um das Thema dieser Folge, nämlich unsere digitalpolitische Bilanz zu einem Jahr Bundesregierung.
00:02:33: Wir haben am dreiundzwanzigsten vierten unseren Digitalpuls vorgestellt und diese Analyse zieht eben genau diese Zwischenbilanz der Digitalpolitik nach knapp einem Jahr Bundesregierung mit einem sehr klaren Ergebnis.
00:02:48: die Fortschritte sind da aber die Umsetzung bleibt eben bei vielen Themen oft noch hinter den Erwartungen zurück, wobei man jetzt auch fairerweise sagen muss es ist ja auch bisher erst ein Jahr rum.
00:02:59: Also es wäre ja auch komisch wenn jetzt sozusagen alles schon umgesetzt wäre.
00:03:03: dann hätte ja die Bundesregierung jetzt in den nächsten drei Jahren gar nichts zu tun.
00:03:06: also nur um das nochmal so ein bisschen auch ins Verhältnis zu setzen von zweiundzwanzig bewerteten Vorhaben erhalten tatsächlich aktuell nur sechs grünes Licht.
00:03:16: von uns jeweils acht werden mit gelb und rot bewertet.
00:03:19: Viele Maßnahmen sind wie gesagt angestoßen, entfalten aber einfach noch nicht die gewünschte Wirkung.
00:03:26: Positiv bewertet der EKO die Einrichtung des Digitalministeriums und Initiativen für die Rechenzentrumsstrategie des Bundes – das Ministerium bündelt Verantwortlichkeiten und die Rechenzentrums-Strategie schafft eine ambitionierte Grundlage zum Ausbau digitaler Infrastrukturen.
00:03:42: Negativ bewährt der Eko-Di-Digitalpolitik im Hinblick auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz.
00:03:48: Hier kritisiert der Verband vor allem, dass die Bundesregierung beim Thema Social Media-Verbot auf nationale Lösungen setzt und nicht auf ein abgestimmtes europäisches Vorgehen.
00:03:57: Außerdem bleibt es unklar, ob Beschwerdestellen die gefährliche Inhalte im Netz erkennen und filtern weiterhin im Kinder- und Jugendplan gefördert werden.
00:04:05: Auch die Branche fällt ein kritisches Urteil – wir haben nämlich neben unserer eigenen Analyse auch noch eine Umfrage gemeinsam mit Zivil- und IT-Entscheider in Deutschland durchgeführt.
00:04:16: Und in diesem Eco-Branchenpult, so heißt die Umfrage, bewerten über die Hälfte der befragten IT-Enscheider in die Digitalpolitik aktuell mit mangelhaft oder
00:04:26: ungenügend.".
00:04:26: Das ist schon ein ziemlich hartes Urteil!
00:04:29: Der größte Bremsfaktor bleibt aus Sicht der Wirtschaft tatsächlich die Bürokratie?
00:04:34: Tatsächlich auch nicht so überraschend, aber eben ein deutliches Ergebnis.
00:04:38: Rund seventy-fünf Prozent sehen hier tatsächlich das zentrale Problem und unser Ekovorstandsvorsitzende Oliver Süme fordert deshalb vor allem mehr Umsetzungstempo weniger Doppelregulierung und spürbare Entlastungen für Unternehmen.
00:04:52: Ja, und auch in der nächsten News wird es ganz aktuell.
00:04:55: Und es geht auch wieder um noch mehr Bürokratie und noch mehr Monitoring und noch viel mehr Daten im Gesetzentwurf zur Speicherung von IP-Adressen, dass das Bundesjustizministerium ins Kabinett gebracht hat und das jetzt letzte Woche am zwanzigsten vierten im Kabinet beschlossen wurde.
00:05:11: künftig sollen Anbieter IP Adressen und Portnummern für drei Monate speichern und Strafverfolgungsbehörden den Zugriff zu erleichtern.
00:05:18: ergänzend können auch weitere Verkehrsdaten verarbeitet werden, allerdings nur auf Anfrage durch Sicherheitsbehörden.
00:05:24: Der Zugriff soll dabei klar begrenzt werden unter anderem auf Behörden wie das Bundeskriminalamt oder den Verfassungsschutz.
00:05:30: Gleichzeitig werden die Voraussetzungen für den Zugriffs präzisiert etwa durch einen stärkeren Bezug zu konkreten Straftaten.
00:05:36: Politisch wird der Entwurf als wichtiger Schritt für mehr Sicherheit im digitalen Raum bewertet.
00:05:40: so betont Bundesinnenminister Alexander Dobrin man schließe damit eine gefährliche Lücke in der Strafverfolgung.
00:05:46: Kritik kommt aus der Internetwirtschaft.
00:05:48: ECO zum Beispiel warnt vor rechtlichen Unsicherheiten hohen Kosten und Risiken für Grundrechte aus Verband Sicht, drohte Entwurf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshof zu verfehlen.
00:05:58: Und eine anderslose Datenspeicherung durch die Hintertür einzuführen – so eine Art Datensspeicherung live ohne klaren Mehrwert für Strafverfolgungen dabei.
00:06:06: Zudem könnten durch die Speicherung und Verknüpfung von Daten umfassenden Nutzungsprofile entstehen während der tatsächliche Nutzen der Daten oft nur kurzfristig gegeben sei, deswegen fordert der ECO den Entwurf in der aktuellen Form nicht weiter zu verfolgen und stattdessen auf gezielte rechtskonforme Maßnahmen zu setzen.
00:06:25: Also fast ein Jahr, Bundesregierung schwarz-rot.
00:06:28: Fast ein Jahr viel, viel Digitalpolitik Zeitbilanz zu ziehen in den News haben was gerade schon gehört.
00:06:34: der ECO hat das getan mit ich nenn's mal vorsichtig relativ vernichtenden Ergebnissen der Umfrage unter Entscheiderinnen und Entscheidern in der IT Branche.
00:06:43: aber die Zahlen zeigen es gibt Fortschritte.
00:06:46: digitalisierungsindex der ist zuletzt gestiegen Aber sagen wir mal vorsichtlich eher schrittweiser als grundlegend.
00:06:52: Genau und auch in unserer Analyse, unserem Digitalpuls haben wir ja gesehen es ist einiges passiert.
00:06:58: Einige Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag sind tatsächlich auch schon umgesetzt andere auf dem Weg Und ich denke es lohnt sich da jetzt nochmal ein bisschen dahinter zu schauen Auch gerade mit dem digitalen Ministerium zusammen was jetzt grade alles noch so in der Mache ist.
00:07:14: Thomas Jahrzomberg ist parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung.
00:07:20: Und damit einer der zentralen politischen Akteure, wenn es um die digitale Transformation von Staatwirtschaft und Gesellschaft in Deutschland geht.
00:07:27: Er hat langjährige Erfahrungen aus dem Bundestag, insbesondere in den Bereichen Digitalpolitik, Innovation und Raumfahrt – und er gilt als jemand der technologische Entwicklung nicht nur politisch begleitet sondern aktiv Mitgestaltet.
00:07:38: nach einem Jahr Bundesregierung steht das BMDS nun vor der entscheidenden Phase.
00:07:43: Aus Ankündigungen müssen sichtbare Fortschritte bei der digitalen Verwaltung in der Infrastruktur, bei der Cyber-Sicherheit und bei der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland werden.
00:07:52: Gleichzeitig zeigen Umfragen und Analysen aus der Wirtschaft ein gemischtes Bild der bisherigen Bilanz.
00:07:57: Deswegen sind wir sehr froh, dass Sie heute Zeit für uns haben!
00:08:00: Herzlich willkommen im Ohrm Netz!
00:08:01: Hallo Thomas!
00:08:02: Ja,
00:08:02: vielen Dank für die Einladung.
00:08:04: Freu mich jetzt zu sein!
00:08:05: Herr Zombek wir haben parallel zu dieser Aufnahme eine Umfrage unter IT-Entscheiderinnen und Entscheidern durchgeführt und gefragt wie sie die Digitalpolitik der Bundesregierung nach einem Jahr bewerten.
00:08:14: wenn Sie selbst jetzt ne Schulnote geben müssten so von eins bis sechs welche wäre das?
00:08:18: Und woran machen Sie die fest?
00:08:20: Ich glaube nicht dass es gut ist wenn man sich selber Noten gibt.
00:08:23: Das müssen andere tun.
00:08:24: und da wir Dienstleister sind ist wichtig was unsere Kunden denken.
00:08:28: das ist meine Philosophie dahinter.
00:08:30: Ich habe ja auch Ihre Umfrage gesehen.
00:08:33: Und ehrlicherweise überrascht mich das Ergebnis gar nicht, denn logischerweise jeder der IT-Projekte macht, der weiß, dass braucht einfach eine gewisse Zeit bis man sie aufgesetzt hat und bis Sie dann ausrollen.
00:08:45: Der Rollout wird jetzt vor allem zum Ende diesen Jahresbeginn oder Anfang nächsten Jahres.
00:08:50: Wir sind in der Phase, die Dinge zu machen.
00:08:53: Dass der Istzustand miserabel ist, dessen bin ich mir total bewusst.
00:08:57: Das ist genau die Aufgabe, die wir haben, es zu
00:08:59: ändern.".
00:08:59: Genau, und der Trick ist ja irgendwie Sachen aus dem Koalitionsvertrag sind angestoßen.
00:09:03: Das geht jetzt sozusagen in die Umsetzung.
00:09:05: Und deswegen klafft da natürlich so ein bisschen eine Lücke zwischen Anspruch und auch Wirklichkeit in der ganzen Sache.
00:09:11: Wo sehen Sie aktuell die größte Lücke?
00:09:13: Ich weiß nicht ob es diese Eine-Lücke gibt.
00:09:15: also wir haben eine Menge zu tun.
00:09:16: Wir müssen in der gesamten Bundesregierung einfach IT Verfahren sauber aufsetzen.
00:09:21: Also meine feste Philosophie ist wenn man Prozesse sauber Aufsetzt dann kriegt man auch saubere Ergebnisse.
00:09:27: Und das ist genau das, was wir jetzt in diesem ersten Jahr getan haben.
00:09:30: Stichworte dabei sind der Deutschland-Stack mit dem wir Grundprinzipien und Standards definieren aber auch den Zustimmungsvorbehalt mit denen wir die durchsetzen können.
00:09:39: Und zentrale Projekte wie zum Beispiel die IUDI Wallet oder bei dem Thema KI machen wir den GenTik AI Hub mit Kommunen und Startups.
00:09:48: Wir machen aber auch eine Plattform wo wir mit SAP und Telekom eine zentale Blogger App entwickeln.
00:09:53: Wir haben eine Genehmigungsplattform jetzt an Probebetrieb in NRW und Hamburg, womit wir bei Infrastrukturverfahren die Genehmigenzeiten halbieren können komplett auf Open Source auch natürlich KI basiert.
00:10:05: Das sind jetzt die Projekte, an denen wir gearbeitet haben und wenn sie das Licht der Welt erblicken glaube ich dann wird auch Leute sagen ihr habt da gute Dinge auf den Markt gebracht.
00:10:14: Da jedenfalls auch selbstkritisch.
00:10:16: Herr Zombek, wir beide haben ja auch so ein bisschen eine gemeinsame Vergangenheit.
00:10:19: Wir haben uns das ein oder andere Mal unter anderem auf Bühnen beim ECO getroffen.
00:10:23: Das war alles ne Zeit.
00:10:24: da haben wir immer gesagt eigentlich braucht es einen Digitalministerium damit die digitalen Fäden mal sozusagen an einer Stelle zusammenlaufen und da auch richtig gesteuert werden kann.
00:10:32: endlich haben wir dieses Digitalministeriums.
00:10:35: jetzt ist die Frage wie viel Durchsetzungskraft Gibt es überhaupt gegenüber anderen Ressorts?
00:10:40: Wie sehr würden Sie sich da vielleicht mehr wünschen oder wie gut läuft das?
00:10:43: Also
00:10:43: niemand gibt irgendwas freiwillig.
00:10:45: Das ist eine öffentliche Verwaltung so, aber in anderen Bereichen des Lebens wir auch schon mal und deshalb haben wir hier auch im letzten Jahr natürlich unsere Position noch erst einmal uns erarbeiten und auch manchmal erkämpfen müssen.
00:10:56: Aber das haben wir getan.
00:10:58: Wir haben seit Dezember den sogenannten Zustimmungsvorbehalt d.h.
00:11:01: jedes IT-Verfahren was ein anderes Ministerium baut.
00:11:06: Das muss erstmal von uns Grundeslicht bekommen.
00:11:09: Und wir sind jetzt auch schon mit den ersten Verfahren befasst, wir bauen parallel dazu eben das in Deutschland Stack auf der einfach Grundprinzipien-Datenformate aber auch bestimmte Kernkomponenten enthält.
00:11:20: Beide Dinge gehören untereinander zusammen Und damit können wir jetzt tatsächlich auf alle Vorhaben, die jetzt neu kommen, Einfluss nehmen und schauen, dass sie auch noch fünftigen Standards laufen.
00:11:30: Insofern haben wir dann eine sehr große Wirkmächtigkeit was das betrifft.
00:11:33: und da es allein in den Kommunen über zwanzigtausend Altverfahren gibt ist klar, das wirkt sich jetzt auf die neuen Dinge aus, die kommen Stichwort zum Beispiel Plattform für das Thema Sozialstaat oder eben auch unsere Bürgerelb.
00:11:44: Also insofern gut, dass es das Digitalministerium gibt und es gibt genug Handlungsspielraum beziehungsweise Möglichkeiten.
00:11:51: Jetzt haben wir ja ein Jahr Digitalministeriums bzw.
00:11:54: Einjahr Schwarz-Rote Koalition ziemlich genau und wir ziehen in dieser Folge vom Ormnetz so ein bisschen Bilanz.
00:11:59: Deswegen würde ich jetzt gerne mit Ihnen mal durch so ein paar wichtige Bereiche gehen und wir fangen einfach einmal mit KI und digitaler Souveränität an.
00:12:06: wenn wir jetzt nach einem Jahr Digital Ministerium Auf das Thema KI gucken, welche konkreten Maßnahmen wurden angestoßen oder auch schon umgesetzt und wo steht Deutschland heute beim Einsatz?
00:12:14: Und bei der Entwicklung von KI im internationalen Vergleich.
00:12:17: Ja wir haben mehrere Blöcke sozusagen, die wir arbeiten.
00:12:20: Wir sind verantwortlich für das Thema nationale Umsetzung des AIX also der KI-Verordnung der Europäischen Union.
00:12:26: Da sind wir im Parlament, der unser Vorschlag ist da.
00:12:29: Wir versuchen es so einfach wie möglich zu machen ohne Sonderlocken möglichst mit nur einem Ansprechpartner für jedes Unternehmen.
00:12:35: Gleichzeitig sind wir in Brüssel dabei Stichwort Omnibus dafür zu kämpfen, dass das europäische Regelwerk beim Thema künstliche Intelligenz einfacher wird.
00:12:44: Der zweite Block den wir haben ist die Frage wie kann man Rechenzentren errichten?
00:12:47: Wir haben jetzt vor drei Wochen im Kabinett die Rechencentrum-Strategie beschlossen.
00:12:51: insbesondere der Netzanschluss ist ein Thema.
00:12:54: Zu komplizierte Genehmigungsverfahren sind ein Thema aber wir sehen auch immer mehr Widerstände vor Ort gegen Rechen Zentren ermöglichen und die Beteiligung an Gewerbesteuern.
00:13:03: Das ist ein zweiter Block.
00:13:06: einsetzen.
00:13:07: Unsere Genehmigungsplattform zum Beispiel Spark, kann ich gerne auch mehr zu sagen.
00:13:12: aber auch in den Kommunen werden jetzt neun Startups mit zwanzig Kommunen die ganz unterschiedliche Lösungen mal vertesten um diese ganze alte Software zu erneuern.
00:13:20: das sind drei große Maßnahmen.
00:13:23: Dann komme ich mal ganz kurz auf den zweiten zu sprechen, nämlich digitale Infrastrukturen.
00:13:27: Also der Bau von Rechenzentren wäre auch noch auf meiner Liste hier gewesen mit den wichtigen Themen.
00:13:32: Lokaler Widerstand das klassische Not In My Backyard Thema vermute ich mal so wie bei Windrädern vom Gartenzaun.
00:13:37: die wollte auch nie einer haben aber alle wollten grüne Energie.
00:13:39: Aber wenn wir jetzt mal schauen dass wir mehr Rechen Zentren hier vor Ort haben wollen dann haben wir ja ein großes Problem wo die Betreiber auch immer wirklich die Stirn in Sorgenfalten legen.
00:13:47: des thema Stromkosten gibt es da irgendwie Möglichkeiten oder Ideen oder eine Handhabe, um da ein bisschen wettbewerbsfähiger zu werden?
00:13:55: Die Stromkosten sind bei uns nie als das zentrale Problem adressiert worden.
00:13:59: Das zentralere Problem ist der Netzanschluss.
00:14:01: Das liegt einfach daran dass es sehr viele sehr spekulative Anträge gibt auf Batteriespeicher.
00:14:07: Batteriespeicher sind ja gut.
00:14:09: Aber es ist so, dass jeder Anträge schreiben kann ohne dass man prüft ob das wirklich ernst gemeint ist.
00:14:14: und da hat sich also eine Industrie von Glückswittern herausgeschält die jetzt die ganze Antragsschlange verstoppt mit Anträgen die sie wahrscheinlich dann glauben weiterverkaufen zu können jedenfalls keine Absicht haben wirklich Batteriespeicher zu bauen.
00:14:27: Und darunter leiden gerade die Rechenzentren sehr stark, weil man dann in dieser Schlange quasi hinten steht und nicht an den Anschluss kommt.
00:14:34: Wir sehen auch das neue Rechen-Zentrum jetzt geplant werden mit eigenen Kraftwerksblöcken.
00:14:39: In Frankfurt gibt es das erste Woeren mit einen Sechzig Megawatt einen eigenen Kraftwerkblock auf dem Gelände gebaut.
00:14:45: Insofern funktionieren die Dinge dann auch Hand in Hand miteinander.
00:14:49: Das Thema Abwärme ist halt auch nicht immer realistisch möglich.
00:14:52: im Idealfall kann man die gesamte Abwärke nutzen.
00:14:54: Die Telekom hat gerade einen München mit Zehntausend GPU und Datacenter gebaut.
00:14:58: Da wird das hervorragend gemacht, steht in einem Wohngebiet quasi an anderen Orten wo das nächste Wohngebied weit weg ist.
00:15:04: Es ist allerdings schwierig und da müssen wir auch ein Stück flexibel
00:15:07: werden.
00:15:07: Und auch im Sommer ist natürlich schwierig wenn keiner so Wirklichheitsenergie braucht sondern eher kühle bräuchte.
00:15:12: Kommen wir mal zu einem weiteren wichtigen Bereich digitale Verwaltung.
00:15:15: Da müssen wir schneller werden.
00:15:16: Das ist absolut klar dass es sozusagen auch eine Möglichkeit zu zeigen wie gut dann die digitalpolitische Steuerung funktioniert.
00:15:24: Sie haben schon den Deutschland-Stack erwähnt und damit auch interon operable Lösungen.
00:15:28: Die Konzepte liegen auf dem Tisch, im Koalitionsvertrag ist unter anderem das ONCE Only Prinzip angelegt.
00:15:33: also das hilft natürlich ungemein.
00:15:35: man muss sich als Bürger einmal irgendwo registrieren und dann ist man eben da.
00:15:39: wie kommt man da schneller voran?
00:15:40: was glauben sie?
00:15:41: wo stehen wir da gerade?
00:15:42: Wie viel Meter haben wir noch zu gehen?
00:15:43: Ja für uns sehr wichtig ist die sogenannte ID Wallet.
00:15:46: es wird also den elektronischen Ausweis quasi auf dem Handy ablösen können.
00:15:51: Der Aussatz hatte das Problem, dass nur ein Viertel der Leute es am Ende genutzt haben.
00:15:55: Weil man ihn auch sehr selten braucht und dann ist häufig der Pin vergessen und man weiß nicht welche App es ist.
00:16:00: und deshalb ist die Idee hinter der Audi Wallet dass man da erst mal nicht nur den Ausweis reinlegen kann, auch den führerscheinen Fahrzeugscheinen, Gesundheitskarte.
00:16:09: und wir haben über hundert Partner aus der Wirtschaft.
00:16:11: Zum Beispiel im Lebensmitteleinzelhandel.
00:16:13: dann kann man in diesen Safe-Checkout Kassen sich direkt als über sechzehn schon erklären wenn man meine Flaschebeine mit im wahren Kopf hat.
00:16:21: Und das Produkt werden wir zum zweiten Januar starten.
00:16:24: Da haben wir sehr viel Gehirnschmerz reingesteckt gerade um die Themen Security and Privacy hier auch wirklich auf höchstem Level zu adressieren.
00:16:32: Manche Probleme mit der EU-Lösung für den Jugendschutz gerade, die werden wir damit nicht haben.
00:16:37: Da ist unser Produkt deutlich komplexer aufgebaut und insbesondere kann man aus einem Portemonnaie zu Hause lassen weil es wird dann auch funktionieren wenn man zum Beispiel dem Fahrzeug kontrolliert wird.
00:16:47: Dann sind elektronische Fahrzeugschein und Führerschein Ein Ersatz für die Plastikdokumente.
00:16:52: Und das ist eine wichtige Voraussetzung.
00:16:53: Ja und selbst wenn man das Portemonnaie noch dabei hat, weil man es dabei haben möchte... Es ist deutlich dünner endlich!
00:16:58: Ich habe so viel Plastika in meinem Portmonnaie.
00:17:00: jetzt hatten sie eine Sache gerade schon gesagt dass der große, ich sag mal Hemmstein in Sachen digitale Infrastruktur- und Bauneuerrechtenzentren da auch so die Warteschlange isst also die Bürokratie, die sehr lange dauert.
00:17:11: Bürokrateabbau ist ja sowieso ein ganz wichtiges Thema.
00:17:14: Es gibt ne vom Eco durchgeführte Civil Umfrage unter IT-Entscheiderinnen und Entscheidern Prozent gesagt, Bürokratie ist die größte Hürde der deutschen Digitalpolitik.
00:17:23: Wie sehen Sie das und was haben sie konkret in Petto in den nächsten zwölf Monaten vielleicht damit sich das verbessert?
00:17:30: Wir haben also insgesamt zwei Ansätze.
00:17:31: Der eine ist, wir wollen Bürokratie deutlich reduzieren.
00:17:34: Es steht im Koalitionsvertrag von rund zwanzig Prozent der Bürokratiekosten für Unternehmen.
00:17:39: Dafür haben wir mit dem Modernisierungsagenda und auch noch mal mit den Ländern gemeinsam eine zweite Modernisierungagenda föderal aufgesetzt.
00:17:46: Wir haben auch schon eine ganze Reihe Maßnahmen initiiert, mit denen tatsächlich spürbar Bürokrate zurückgeht.
00:17:51: Da werden über hunderttausend Sicherheitsbeauftragten in Unternehmen nicht mehr erforderlich sein.
00:17:56: Gerade beim Thema Bauen haben wir starke Erleichterungen Für all das, was wir aber am Ende nicht abgeschafft bekommen.
00:18:02: Für alles das wollen wir fahren automatisieren und das machen wir jetzt als unserer Bürger App.
00:18:07: Das machen wir mit den KI-Projekten in den Kommunen.
00:18:10: Das Machen wir mit der Genehmigungsplattform.
00:18:12: Das Automatisieren von Vorgängen hat schon eine sehr zentrale Bedeutung.
00:18:16: Ich sag mal so Sie persönlich was glauben sie?
00:18:17: Wann ist man da soweit dass man als Bürger jetzt nochmal zurück zum anderen Bereich sich wirklich einmal anmeldet und dann eben online ganz viel machen kann und auch einen deutlichen Bürokratieabbau spürt?
00:18:26: Dafür gibt es eben nicht diese eine Lösung, sondern da spielen verschiedene Dinge zusammen.
00:18:29: Wir brauchen eben diese Wallet für eine eindeutige Identifizierung gleichzeitig auch als sicherem Dokumentenspeicher.
00:18:36: Die haben wir am Januar, wenn's gut läuft?
00:18:37: Genau und das Projekt wird auch eng geführt beim Minister selbst ist auch einer der Gründe warum Digitalministerium gut ist weil dann müssen alle Projekte verantwortlichen im zwei-Wochentakt bei Minister selber antreten, der auch sehr stark im Projekt nachbohrt, auch technisch nachb Bohrt.
00:18:52: Und das wird ganz anders geführt als man das vielleicht von dem einen oder anderen Bundesminister sich in der Vergangenheit hat vorgestellt.
00:18:58: Gut
00:18:58: zu hören!
00:19:00: Also wir brauchen die Wolle für die Identifikation und für den Dokumentenspeicher.
00:19:05: zum Zweiten müssen wir aber auch an diese ganzen Verfahren ran.
00:19:08: Hier gehen wir jetzt wieder um zwei Wege.
00:19:09: Die eine ist mit der KI-Plattform und der Bürger-App haben wir ein System auf.
00:19:15: Das crawlt sich quasi durch all diese ganzen kommunalen, aber auch durch andere Bundesbehörden.
00:19:19: Durch alle diese Angebote durch und macht dann mit einem KI-Agenten gesteuert eine verständliche und einfache Antragstellung nicht so wie heute häufig diese Formulare die kaum jemand verstehen kann und schiebt das dann sozusagen an die Schnittstelle des Verfahrens.
00:19:33: jetzt in dem ersten Schritt.
00:19:35: Wir kommen umgekehrt aber auch von der Basis und machen jetzt sozusagen die Revolte von unten indem wir jetzt die Kommunen erzüchtigen Die teilweise wirklich ganz spannende Lösungen für Probleme bauen, wo wir wirklich Jahre und Jahrzehnte lang völlig veraltet hat.
00:19:49: Das Wort wäre ungelöst dran.
00:19:51: Und deshalb ist das so eine Bewegung von zwei Seiten aus die wir jetzt gerade
00:19:54: machen.
00:19:55: Ein weiterer wichtiger Punkt den hatten Sie an verschiedenen Stellen jetzt auch schon angesprochen ist das Thema Regulierung und Umsetzung.
00:20:01: Also sie haben gesagt, sie sind gerade dabei dafür zu sorgen dass der Omnibus fährt und dafür zu Sorgen, dass eben EU Recht harmonisiert europaweit eben auch in Deutschland durchgesetzt wird.
00:20:09: Jetzt haben wir auch wieder viele Unternehmen, die sagen dass eben die Regulierung zur Herausforderung wird, gerade bei Themen wie Digital Services Act oder NIST II ist oft nicht die Regulation selbst das Problem sondern die Umsetzung in Deutschland.
00:20:22: Wie wollen Sie zukünftig sicherstellen, dass aus Regulierungen keinen Standortnachteil wird?
00:20:26: und wo hat Deutschland aus Ihrer Sicht zuletzt unnötig Komplexität geschaffen?
00:20:30: Vielleicht auch mal ein Negativbeispiel herzumbringen.
00:20:32: Ja diese gesamte EU-Bürokratie bereitet mir schon wirklich sehr große Sorgen Und wenn wir hier anfangen, bei uns selber Regeln abzubauen werden ständig wieder neue auf uns drauf geworfen Cyber Resilience Act und Digital Fairness Act und digital Networks Act.
00:20:47: Da gibt es überall gute Gründe für solche Dinge zu machen aber... In Russland neigt dann leider dazu nicht zu sagen, wir machen mal fünf Kernprinzipien.
00:20:56: Sondern in Russland NEigt dazu zu sagen Wir machen hundertfünfzig Seiten mit ultrakleinteiligem Zeug.
00:21:01: und darunter leiden dir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ministerien die müssen das alles nationale Gesetze umsetzen Die müssen Vollzugsbehörden dafür bewegen.
00:21:10: aber darunter lag natürlich auch vor allem die Unternehmen weil es ohne voll Juristen kaum noch zu schaffen ist.
00:21:15: Das ist echt ein Drama!
00:21:17: Wir haben uns sehr dafür eingesetzt mit dem Omnibus Verfahren in Europa zu erleichtern.
00:21:21: Das bringt auch etwas.
00:21:23: Also jetzt zum Beispiel am Thema KI wird es jetzt Erleichterungen und für kleine mittelständische Unternehmen geben, wir haben bei dem Thema Hochrisikosysteme noch mal eine Anpassung der Frist um ein Jahr.
00:21:32: Wir haben auch manche unsinnige oder von vielen als höhere wahrgenommen Auflagen rausgenommen z.B.
00:21:38: diese KI-Fortbildungspflichten im Unternehmen.
00:21:41: nichts erst zu trotz.
00:21:42: das reicht alles vorn und hinten nicht Und ich glaube da müssen wir in Europa auch nochmal deutlich stärker auftreten.
00:21:48: Der Bundeskanzler sieht das ähnlich, weil in dem Moment wo wir ein paar bürokratische Dinge abgebaut haben kommen gleich wieder im Faktor zehn neue Dinge hinten dran.
00:21:57: Unser Prinzip ist nationale Umsetzung so schlank wie möglich.
00:22:00: Das haben wir jetzt bei allem was wir hier geabt haben auch gemacht bei der KI-Verordnung zum Beispiel dass es für uns schon das Prinzip ist.
00:22:08: aber auch so beim Themen wie Datenschutz gibt's auch Länder die einfach den Vollzug nicht ordentlich regeln und sich damit auch einen Standortvorteil verschaffen.
00:22:16: Und da sind wir in Deutschland natürlich immer korrekt und sagen, naja wenn es diese Regeln gibt müssen die auch irgendwie befolgt werden.
00:22:22: Es ist kein Zufall dass so viele von den großen Tech-Unternehmen ihren Europasitz in Irland haben.
00:22:26: das liegt sicherlich nicht nur daran dass da das Gras Brüne und die Butter frisch hat.
00:22:31: So, ein weiteres wichtiges Thema hier, Zombex-Cybersicherheit.
00:22:34: Das ist ja eine besonders sensible Frage weil einerseits wollen wir alle Sicherheit und andererseits wollen aber auch natürlich unsere persönlichen Daten geschützt wissen und man muss da irgendwie Sicherheit und Vertrauen in der Balance halten und zusammenbringen.
00:22:47: jetzt haben wir gerade vorhin auch schon hier in dieser Folge über den neuen Gesetzentwurf zur IP Adressenspeicherung erwähnt wie finden sie die richtige Balance?
00:22:56: Und was wirkt... Beziehungsweise aus Ihrer Sicht messbar, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in digitale Netze zu steigern.
00:23:02: So eine Nachricht wie wir speichern jetzt die IP-Adressen?
00:23:05: Was meinen Sie dazu?
00:23:06: Hilft das Vertrauen zu schaffen?
00:23:07: Ich glaube dass das Thema Speicherung der IP Adressen wichtig ist damit am Ende diejenigen die Missbrauch betreiben auch identifiziert werden können.
00:23:15: Das erleben wir natürlich sehr breit auf ganz unterschiedlichen Layern.
00:23:20: Und gerade auch was das Thema Social Media betrifft, gibt es ja auch viele die hier am Ende opfer werden aus den verschiedensten Richtungen.
00:23:26: Ja wenn jemand auf einer Bewertungsplattform schreibt mit fünf verschiedenen Fake Accounts in dem Hotel Van Betwansen dann kann man natürlich als Unternehmer sofort erkennen dass die Buchungszahlen zurückgehen weil Leute davor Angst haben.
00:23:39: also im privaten gibt's das unter Schülerinnen und Schülermobbing Bulling wirklich Kinder an den Rand des Wahnsinns bringen.
00:23:46: Es gibt eben auch all diese negativen Effekte und wir haben ein einfaches Regelwerk überall anders, dass wir nämlich sagen du bist ein freier Mensch.
00:23:53: Du kannst machen was du willst.
00:23:54: Du hast aber eine Verantwortung Und wenn du Mist baust dann musst du damit rechnen.
00:23:58: das würd ich auch erwischen und dass ihr dann zur Verantwortung gezogen wirst.
00:24:01: und deshalb ist die IP Adress Speicherungen geeignet des Mittel denn hier werden keine Inhalte irgendwelcher Kommunikation gespeichert.
00:24:08: Hier wird auch nicht gespeichtert bei wem wann welche irgendwie WhatsApp Nachrichten geschickt hat sondern es wird nur gespeichert, wer ist hinter einer IP-Adresse.
00:24:17: Und auch da drauf ist der Zugriff wiederum noch mit weiteren Restriktionen versehen was man eben erst dann wirklich abfragen wird wenn jemand tatsächlich West gebaut hat.
00:24:27: Jetzt haben wir ein Jahr Digitalministerium.
00:24:30: Wenn Sie jetzt so zurückgucken auf Ihre Zeit im Digitalministeriums Hätten Sie sich's leichter vorgestellt.
00:24:36: oder sind sie überrascht, wie gut es dann vielleicht doch vorangeht und funktioniert?
00:24:39: Weil ich meine wir haben uns schon diverse Male in den letzten bestimmt zehn Jahren auf Bühnen gesehen.
00:24:44: Und immer gemeinsam gesagt das muss mal irgendwie ein bisschen Fahrt aufnehmen.
00:24:46: Wir müssen hier schneller werden.
00:24:47: Weder noch!
00:24:48: Ich glaube ich hatte einen relativ realistischen Blick darauf dass das wirklich eine echte Aufgabe ist.
00:24:54: Das ist es auch.
00:24:55: Der Aufbau unseres Ministeriums ist ja nicht auf der Gründise entstanden sondern wir haben ungefähr fünfhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen aus Innenministerium, Verkehrs- und Wirtschaftsministerium vor allem.
00:25:07: Das heißt das sind auch genau diejenigen wie auch über viele Jahre schon die IT Projekte gemacht haben.
00:25:13: Und deshalb ist auch das was Carsten Wildberger macht insbesondere auch ein Stück Kulturarbeit nämlich auf eine neue Reise zu gehen mit einer neuen Philosophie.
00:25:22: Ich treffe viele, die sind sehr motiviert und die sagen endlich kann ich meine Dinge machen.
00:25:27: Endlich habe ich auch einen Ansprechpartner in der meine Sprache spricht.
00:25:30: Endlig gibt es auch ein Minister, der sich für unsere Themen interessiert aber es gibt natürlich auch Leute, die sich auch umgewöhnen müssen Und wenn wir so eine Philosophie bringen zum Beispiel im Deutschlandsteck zu sagen Die Menschen müssen unsere Produkte lieben Es muss Spaß machen.
00:25:45: Dann merke ich jetzt das dringt jetzt auch durch.
00:25:47: Das war vorher keine Philosophiede haben gesagt Das soll nicht so kompliziert sein.
00:25:50: Das heißt, statt zehn Seiten Rechtstexten gab es dann sieben Seiten Rechtestexte.
00:25:54: Und die Philosophie zu denken... Die Menschen, die das nutzen, die sollen daran Spaß haben und Freude haben ist eine völlige neue Kultur- und Philosophies.
00:26:03: Ich glaube da sind wir in diesem einen Jahr schon ganz ein Stück weit gekommen.
00:26:07: Wir sind auch mit Projekten schon ein Stück weitergekommen.
00:26:10: Der Beweis wird sich jetzt ergeben wenn irgendwann zum Ende dieses Jahres, zum Anfang nächsten Jahres sehr zentrale Projekte wirklich live gehen Und daran lassen wir uns dann auch messen, wie gut es funktioniert hat.
00:26:21: Super!
00:26:22: Aber der Weg jetzt... war schon echt ein ordentliches Stück Arbeit.
00:26:25: Also wenn wir uns in einem Jahr jetzt hier an dieser Stelle wieder hören werden, lieber Herr Zombig?
00:26:30: Ich sag mal, an welchen drei Dingen würden Sie festmachen?
00:26:33: Wir waren da erfolgreich.
00:26:34: also was sind Dinge die in den nächsten zwölf Monaten aus Ihrer Sicht dann ich sage mal produktisiert werden in die Strecke kommen erreichbar und machbar sind Und woran würden sie sich denn gerne messen lassen?
00:26:43: das sind natürlich unsere großen Produkte.
00:26:45: Jetzt wie die EODI Wallet in Januar starten wird.
00:26:48: Das ist ein zentrales Produkt die Plattform mit der Burger App und gibt sozusagen Webinterface nicht nur eine App.
00:26:55: Das ist ein zweites Produkt, das auch einen Test von Ansatz sozusagen von oben nach unten sich durch zu crawlen und ich würde mich sehr freuen weil es auch mein persönliches Live-und Magen Thema ist wenn wir mit den KI Startups, mit denen wir in die kommunale IT rein gehen Wenn wir da wirklich Lösungen finden die überzeugen und Ich sehe welche jetzt wirklich überzeugen bei komplizierten Themen wie Pflegeantrags einfacher machen in der Verarbeitung vor allem und wir da Produkte finden, die auch skalieren.
00:27:22: Die dann nicht nur in ein zwei drei oder vier Städten laufen sondern wo wir vielleicht fünfzig Städte mehr erreichen.
00:27:28: Und das haben wir bisher noch nicht geschafft solche Lösungen zu skalieren und da wäre ich persönlich ein Stück weit stolz wenn wir das
00:27:34: schaffen.".
00:27:34: Thomas Erzomböck ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung.
00:27:40: Mit ihm haben wir über ein Jahr Bilanz gesprochen, ein Jahr Digitalministerium.
00:27:44: Über viele Themen die sozusagen angeschoben sind und dann jetzt in die Fläche kommen.
00:27:48: Herr Zombeck, wir hören uns an einem Jahr hier wieder wenn wir uns zwischendurch nicht auf der einen oder anderen Bühne begegnet.
00:27:52: Ich danke Ihnen recht herzlich für Ihre Zeit!
00:27:54: Das
00:27:54: werden wir bestimmt.
00:27:55: Vielen herzlichen Dank!
00:27:57: Mach es gut tschüss.
00:27:58: Ja, jetzt haben wir ja mal die Perspektive aus dem Ministerium gehört.
00:28:02: Die zeigt natürlich viele Vorhaben sind angestoßen.
00:28:05: man ist sich dort ja der Themen auch bewusst Strukturen sind aufgebaut.
00:28:10: das hat natürlich auch alles ein bisschen seine Zeit gebraucht um die Prozesse eben in Bewegung zu bringen
00:28:16: Gerade nach einem Jahr.
00:28:17: die Frage und dies entscheiden, kommt das alles dann wirklich auch bei den Unternehmen an?
00:28:21: Ja.
00:28:22: Denn genau dort entscheidet sich ja eben ob Digitalpolitik dann am Ende auch ihre Wirkung entfaltet im Alltag von Unternehmen bei Investitionen und Innovationen.
00:28:32: Genau deswegen hören wir jetzt noch mal was denn die Internetwirtschaft sagt wie deren Zwischenbilanz nach einem jahr aussieht.
00:28:39: Im Gespräch
00:28:40: Ja, Oliver.
00:28:40: Du vertrittst ja als Vorstandsvorsitzender von ECO dem Verband der Internetwirtschaft einen großen Teil der digitalen Wirtschaft in Deutschland vom Rechenzentrumsbetreiber über Netzunternehmen bis hin zu Plattformen und die digitalen Dienstleistern.
00:28:54: Das heißt du beobachtest ja seit Jahren sehr genau wie politische Rahmenbedingungen die digitale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland beeinflussen.
00:29:03: Jetzt nach einem Jahr Bundesregierung hat der ECO-Verband eine aktuelle Branchenbilanz zur Digitalpolitik vor gelegt mit durchaus kritischen Tönen, etwa bei Bürokratie, Infrastruktur und Umsetzungsgeschwindigkeit.
00:29:16: Umso spannender ist jetzt natürlich heute dein Blick darauf und deine Einordnungen dazu.
00:29:21: Deswegen freue ich mich sehr, dass wir hier zu sprechen.
00:29:23: Herzlich willkommen beim Ohr am Letzten!
00:29:25: Vielen Dank, Sidonie.
00:29:26: Ich freue mich dabei zu sein!
00:29:27: Ja Oliver wir haben ja parallel zu dieser Aufnahme eine Umfrage unter IT-Entscheiderinnen und Entscheidern durchgeführt gemeinsam mit CW und gefragt wie sie die Digitalpolitik der Bundesregierung nach einem Jahr bewerten.
00:29:41: wenn du selber eine Schulnote vergeben müsstest von eins bis sechs ganz klassisch welche wäre das?
00:29:47: Und warum?
00:29:48: also ich würde wohl ein ausreichend eine schulnote vier vergeben weil ich finde dass man anerkennen muss einige wichtige Weichenstellungen vorgenommen worden sind.
00:29:58: Es ist auch einiges passiert, aber auf der anderen Seite ist es bedauerlicherweise so dass die Aufgaben, die in Sachen Digitalisierung vor uns liegen, auch enorm groß sind und größer werden.
00:30:08: man muss fähreweise auch anerkennen das geopolitische Krisen Kriege, die keiner vorhersehen konnte Die Aufgabe nicht unbedingt leichter machen.
00:30:16: Stichwort Energie und Energiekosten.
00:30:18: Aber es gibt eine Reihe von Punkten, die man angegangen hat wenn wir zum Beispiel auf das Thema sondern das Wichtig ist, digitale Infrastruktur anzuschauen.
00:30:26: Wir haben eine Rechenzentrum-Strategie gesehen vom Digitalministerium die ich grundsätzlich auch gut finde.
00:30:32: wir haben zum Thema Breitbandausbau des Eckpunkte Papier zur Kupferglasmigration und zur TKG-Novelle gesehen.
00:30:38: auch das ein wichtiger Schritt!
00:30:39: Wir haben im Thema digitaler Staat und Verwaltungsdigitalisierung gesehen dass wir beim Thema digitale Identitäten vorankommen.
00:30:46: es gibt einen konkreten Zeitplan für die EUID.
00:30:49: also das alles neben paar anderen Punkten positive Entwicklungen an richtigen und strategisch wichtigen Punkten.
00:30:57: Aber auf der anderen Seite, da will ich jetzt gar nicht zu sehr ins Detail gehen, viele Dinge die noch liegen geblieben sind, die im Koalitionsvertrag vorgesehen sind aber ja teilweise noch gar nicht, teilweise zeitverzögert angegangen wurden und das eben in einer Zeit, in der es extrem auf Geschwindigkeit, auf Innovationsgeschwindigkeit für den Standort Deutschland ankommt.
00:31:17: und deswegen komme ich über die vier leider nicht hinaus.
00:31:19: Naja, mit der vier bist du immerhin sogar noch ein Tick besser als unsere IT-Entscheiderinnen.
00:31:24: Da sind tatsächlich über fünfzig Prozent haben hier einen Mangelhaft bis ungenügend gegeben.
00:31:30: das ist schon ziemlich bitteres Bild.
00:31:32: Das heißt ja Du hast im Grunde jetzt schon so'n kleinen Realitätscheck uns geliefert.
00:31:36: mal so gesagt was ist konkret besser geworden?
00:31:38: Was ist vielleicht noch irgendwie unverändert geblieben?
00:31:41: wo sind noch To-dos offen?
00:31:43: also man sieht ja aber auf jeden Fall dass auf Seiten der Wirtschaft offensichtlich man sich schon sorgen macht.
00:31:49: Wenn wir mal uns ein bisschen den Standort Deutschland im Wettbewerb angucken, viele Länder investieren ja massiv gerade in digitale Infrastruktur du hast es genannt in das Thema KI.
00:31:59: wo verliert denn Deutschland aktuell konkret an Wett bewerbsfähigkeit und in welchen Bereichen ist der Abstand vielleicht schon kritisch geworden?
00:32:07: Ja ich glaube die Antwort auf die Frage die zeigt auch noch einmal ganz gut Du hast es hier erwähnt warum die Unternehmen selbst das nochmal deutlich kritischer beobachten als ich.
00:32:15: Für die Unternehmen, für die Wirtschaft ist entscheidend was kommt wirklich an.
00:32:18: In meiner Bewertung fließt natürlich auch ein bisschen mit einem wo sind Stellschrauben möglicherweise schon in die richtige Richtung gedreht worden aber das Ergebnis kommt noch nicht in der Fläche und bei den Unternehmen in der Wirtschaft an.
00:32:29: Die Unternehmen beurteilen das was sie direkt merken.
00:32:32: oder kann ich durchaus verstehen dass es zu diesen schlechten Schulnoten kommt?
00:32:36: weil Noch mal, vieles ist zwar angegangen worden.
00:32:38: Aber es passiert noch nichts wo die Wirtschaft wirklich merkt hier ändern sich Dinge einschneiden und da sind wir dann auch bei deiner nächsten Frage Standort Deutschland.
00:32:47: das Thema Verwaltungs-Digitalisierung ist weiterhin eines der absoluten Top Themen.
00:32:52: Und dass eben auch ein Thema das konkret Auswirkungen auf den Ausbau digitaler Infrastrukturen Auf die Rechenzentrum Kapazitäten in Deutschland hat denn Stichwort, was kommt bei den Unternehmen an?
00:33:02: Es dauert nach wie vor viel zu lange bis Genehmigungsverfahren tatsächlich auch zur Ende geführt werden.
00:33:07: Wir brauchen zwei bis vier Jahre bis überhaupt Genehmigung erteilt werden.
00:33:12: das Thema der Netzanschluss Zusagen für Strom dauert viel zu lang.
00:33:16: haben wir ja alles in Studien herausgearbeitet bis zu sieben Jahre.
00:33:19: Das ist natürlich nicht ansatzweise konkurrenzfähig.
00:33:21: und das sind dann die Themen die eben Verwaltungsdigitalisierung und Bürokratieabbau hier ganz konkret für die Internetwirtschaft und für die digitalen Infrastrukturen betreffen.
00:33:32: Und daran merkt man dann halt eben, da passiert noch nichts.
00:33:34: Ja?
00:33:34: Und das ist nicht nur ärgerlich sondern es erklärt warum die Wirtschaft so schlechte Schulnoten vergibt – die Digitalwirtschaft insbesondere!
00:33:43: Und gleichzeitig wirft es uns zurück weil in diesem internationalen Wettbewerb um Deutschland als KI und Digitalstandort eben vor allen Dingen auf Zeit ankommt.
00:33:52: Wir brauchen zu lange, wir haben im Moment ein Innovationsfenster.
00:33:55: wenn wir das nicht nutzen weil Bürokratie- und Genehmigungsprozesse ist verhindern dann werden wir international weiter zurückfallen.
00:34:01: Ja, Bürokratie ist tatsächlich auch der Punkt den rund seventy-fünf Prozent unserer IT-Entscheiderin in der Umfrage als größte Hürde benennen.
00:34:10: Also mit ganz großem Abstand.
00:34:12: also insofern deckt sich das tatsächlich auch mit deiner Einschätzung jetzt.
00:34:16: Bürokritie ist ja dass eine Regulierung ist.
00:34:19: das andere große Thema.
00:34:21: wir sagen ja häufig nicht die Regulierungen selbst ist das Problem sondern ihre Umsetzung in Deutschland.
00:34:25: wenn man sich solche Themen wie NIST zwei oder auch den Digital Services Act anguckt wo gibt denn Regulierung aus deiner Sicht aktuell in einen echten Standortnachteil?
00:34:36: Naja, ich würde schon sagen es ist beides.
00:34:37: Es ist natürlich auch die Umsetzung aber der Umsetzung voraus geht ja der Umstand dass wir auf EU-Ebene und Brüsseler Ebene in den letzten zehn Jahren zugesehen haben.
00:34:48: zwar in einer aktiven Position, weil wir versucht haben die Dinge mitzugestalten.
00:34:52: Aber am Ende des Tages zuschauen mussten wir Digitalregulierung immer komplexer, immer unübersichtlicher wurde und für die Unternehmen mit immer mehr Fragezeichen und immer mehr Hürden und Bürden verbunden war anstatt einen innovationsfreundlichen Rahmen zu schaffen.
00:35:06: Das ist eigentlich das Kernproblem!
00:35:07: Und wenn man dann wenigstens Da muss man dann fairerweise sagen, ja hier hat die Bundesregierung einiges richtig gemacht.
00:35:13: Sagt auf der nationalen Ebene, auf der Umsetzungsebene, liegt bei uns nicht noch zusätzlich Steine in den Weg?
00:35:19: Dann ist das zwar schön!
00:35:20: Das ist auch gelungen.
00:35:21: Zum Beispiel bei der Zuständigkeit für den Data Act, der jetzt zentral bei der Bundesnetzagentur aufgehängt wurde genauso wie die Zuständigkeiten für KI.
00:35:30: D.h.,
00:35:30: die Wirtschaft hat nur eine Behörde als Ansprechpartner.
00:35:33: Das ist gut und richtig.
00:35:34: Nies zwei ist mehr oder weniger so umgesetzt worden, wie es auch die Richtlinie vorsieht.
00:35:40: Man hat nicht versucht da irgendwie durch Goldplating besonders hübsch und besonders gut zu machen.
00:35:46: Es ist umgesetzt geworden allerdings mit starker Verzögerung aber immerhin.
00:35:50: Aber die können nicht aufwiegen, dass der Ausgangspunkt nämlich die komplexe überregulierte Ausgangslage dadurch eben nicht beseitigt werden kann und das ist etwas mit dem die Branche weiter kämpft.
00:36:02: Unabhängig von Themen wie Verwaltungsdigitalisierung, Bürokratieabbau
00:36:05: etc.,
00:36:06: kommt das eben einfach noch on top!
00:36:08: Und das macht es der Wirtschaft und den Standort Deutschland eben nochmal schwerer.
00:36:12: und jetzt kann man sagen gut damit haben andere europäische Länder auch zu kämpfen, das ist richtig.
00:36:16: wir haben in Deutschland eben dann noch ein paar besondere Standortnachteile, Stichwort Bürokratie, Stichtwort Verwaltungsdigitalisierung und Stich Wort hohe Energie- und Stromkosten.
00:36:26: Und das führt eben dazu, dass wir im internationalen europäischen Vergleich leider deutlich zurückfallen.
00:36:33: Stichworte Digitalministerium.
00:36:35: Oliver Eko hat das jahrelang gefordert und hat dann natürlich jetzt auch die Einrichtung eines eigenständigen Digitalministeriums mit klaren Kompetenzen eignem Budget und ressortübergreifenden Befugnissen ausdrücklich begrüßt.
00:36:47: Wie ist denn da deine Bilanz jetzt nach einem ja digitalen Ministerium?
00:36:52: Wird dieses Haus dem Anspruch bislang gerecht oder sehen wir hier eher neue Koordinationsprobleme statt echter Steuerung.
00:37:00: Ich würde nicht sagen anstatt, also grundsätzlich bin ich froh dass wir es haben.
00:37:04: Grundsätzlich bin ich vor allen Dingen auch mit den Menschen, die dort arbeiten.
00:37:07: Mit den Fachleuten, die ihr Handwerk glaube ich sehr gut verstehen.
00:37:12: Sehr zufrieden.
00:37:12: wir haben dort tolle verständnisvolle Ansprechpartner Wir haben einen kurzen Draht und es gibt viele Dinge Stechwort Rechenzentrum Strategie Die wirklich gut finde und wo ich das Gefühl habe man hat jetzt wirklich nicht nur erkannt dass etwas passieren muss sondern Man setzt auch im Rahmen der Möglichkeiten und im Rahmen der Durchgriffsrechte, die das Ministerium hat auch um.
00:37:31: Das ist aber gleichzeitig die Down-Side weil wir es weiterhin mit verteilten Kompetenzen zu tun haben.
00:37:36: bestes Beispiel ist das Thema künstliche Intelligenz dass ja aus meiner Sicht bedauerlicherweise eben nicht exklusiv im Digitalministerium aufgehängt ist sondern wir haben auch noch die Zuständigkeit in Forschungsministerium, im Wirtschaftsministerium.
00:37:49: und da haben wir's dann wieder bei einem so zentralen Thema bei dem wir die Chance haben wirklich jetzt Standort politisch aufzuholen und eine Chance mal am Shop für zu ergreifen, die Verteilung auf drei Ministerien.
00:38:00: Und das ist natürlich bedauerlich und bremst das Digitalministerium glaube ich schon an der einen oder anderen Stelle aus.
00:38:07: Wir sehen ja auch dann teilweise dass Kompetenz gerangelt wie sich das in den Medien widerspiegelt.
00:38:11: zum Forschungsministerium.
00:38:13: Das ist natürlich einfach verschwendete Energie und das sind unschöne interministerielle Kabelleihen.
00:38:18: wenn wir die nicht hätten könnten wir uns voll fokussieren Auf KI Anwendungen auf Ausbau digitaler Infrastrukturen als digitales Rückgrat für KI.
00:38:27: Und insofern ist das sicherlich schade, aber nochmal ich bin froh dass wir es haben.
00:38:31: Bin froh, dass wir die Ansprechpartner dort haben und ich habe das Gefühl, dass man dort wirklich nicht nur mit Mut sondern auch mit viel Dynamik entscheidende Stellschrauben im Moment dreht.
00:38:40: Jetzt, wenn du mit Mitgliedsunternehmen sprichst.
00:38:42: Wir haben ja zu Anfang festgestellt die Noten sind relativ schlecht.
00:38:47: Die Unternehmen der Bundesregierung in Sachen Digitalpolitik ausstellen hat sich aus deiner Sicht das Vertrauen in die digitale Standortpolitik der Bundesregierung im letzten Jahr eher verbessert oder verschlechtert?
00:39:00: Das kommt so ein bisschen darauf an, mit wem man spricht.
00:39:03: Ich glaube, wenn man mit den Unternehmen spricht, die auch so'n bisschen aufgrund ihrer Größe vielleicht auch näher an der Politik dann habe ich schon das Gefühl, dass dort Licht am Ende des Tunnels gesehen wird.
00:39:14: Dass man auch in den Unternehmen erkennt und anerkennt, dass die Bundesregierung daran arbeitet, Digitalisierung jetzt voranzutreiben und eben so ein paar entscheidende Stellschrauben tatsächlich zu drehen.
00:39:25: Ich kann aber auch gut verstehen – und das macht ja nicht nur den Großteil der Eco-Mitglieder sondern den Großteil der deutschen Wirtschaft aus -, dass mittelständische Unternehmen, die keine eigenen Leute in Berlin sitzen haben und die das alles danach bewerten was kommt bei mir im Unternehmen an?
00:39:39: dass die das etwas pessimistischer sehen.
00:39:40: Damit sind wir auch genau bei dem eigentlichen Thema.
00:39:43: Die Politik, die Bundesregierung muss jetzt dringend dafür sorgen, dass das was sie angegangen hat, auch tatsächlich bei den Unternehmen ankommt und das was ihnen noch nicht mal angegangen wird, sondern dann auch umgesetzt wird damit die Unternehmen merken, dass etwas passiert.
00:39:59: Und ich glaube eines der Themen an denen man das besonders gut festmachen kann ist das Thema Datenschutz- und Datenschutzaufsicht denn Alle Unternehmen, nicht nur in der Digitalwirtschaft sondern die gesamte Wirtschaft angeht.
00:40:11: Alle Unternehmen arbeiten mit Daten.
00:40:13: Stand heute muss de facto jedes Unternehmen mit mehr als zwanzig Mitarbeitern einen Datenschutzbeauftragten bestellen.
00:40:18: Die Bundesregierung hat in ihrer Strategie zur Staatsmodernisierung gesagt sie will das angehen Sie will diese deutsche Ausnahmeregelung, die es ja ist dies im keinem anderen Land Europas so gibt abschaffen.
00:40:29: Der Koalitionsvertrag hat auch vorgesehen über den Datenschutz für die Wirtschaft, bei dem Bundesdatenschutzbeauftrag zu zentralisieren.
00:40:36: Auch das ist noch nicht passiert.
00:40:37: und als drittes Puzzleteil hat man auf europäischer Ebene mit dem Digital Omnibus Package versucht auch da den Datenschutz zu vereinfachen.
00:40:45: alles drei ganz wichtige und ganz richtige Punkte an die man ran muss.
00:40:50: aber es passiert nichts.
00:40:51: und das merken die Unternehmen dass trotz der Ankündigungen da bisher nichts ankommt.
00:40:55: und das wäre eigentlich ein relativ leichtes Beispiel, wo man mal digital politisch in dem Fall Datenschutz politisch etwas umsetzen könnte.
00:41:04: Wo die Unternehmen sofort merken würden hier ändern sich Dinge im Positiven Hier wird uns Entlastung zugesprochen hier werden Dinge vereinfacht und einfacher gemacht anstatt immer komplizierter Und das wäre in meinen Augen ein Thema.
00:41:17: Das ist bei mir Priorität Nummer eins hätte, wo mal etwas zu tun was auch wirklich bei der Wirtschaft ankommt.
00:41:22: Ja, Olle war letzte Frage.
00:41:24: Wenn du der Bundesregierung jetzt so drei ganz konkrete Prioritäten für die nächsten zwölf Monate also das zweite Jahr Bundesregierung mitgeben müsstest?
00:41:32: Welche wären das?
00:41:33: Also zunächst mal und das habe ich ja eingangs gesagt ist da der Fokus richtig gelegt worden KI Grundlagen und Infrastruktur digitale Infrastruktur.
00:41:41: und dort sind einige Weichen richtig gestellt worden.
00:41:44: Da muss man jetzt dran bleiben, die Rechenzentrumsstrategie auch umsetzen so schnell wie möglich eben auch den Industriestrompreis für Rechencentrumsbetreiber ermöglichen.
00:41:52: Auch das ist ja weiterhin nicht passiert in einer der größten Standortnachteile im Bereich digitaler Infrastrukturen in Deutschland.
00:41:58: Der zweite Punkt ist Verwaltungsdigitalisierung und Bürokratieabbau.
00:42:03: Wir haben es vorhin besprochen, zahlt direkt ein auf Genehmigungsverfahren, auf bürokratische Vorgänge bei Genehmigung für neue Rechenzentrumsflächen.
00:42:12: Das wäre mein zweites Thema.
00:42:14: und das dritte Thema, da schließe ich gleich an als an was ich eben gesagt habe im Bereich Datenschutz, haben wir die Chance Dinge zu vereinfachen, deutsche Sonderlocken abzuschneiden und die Aufsicht auf Bundesebene zu konzentrieren.
00:42:26: Und da muss man sich dann auch einfach mal durchsetzen.
00:42:28: Wir wissen alle oder viele wissen, dass das natürlich ein Dorn im Auge der Landestatenschutzbehörden ist kann ich aus deren Sicht auch verstehen.
00:42:36: aber da muss Man Einfach Mal Durch.
00:42:38: Wenn Man Erleichterung Für Die Wirtschaft Schaffen will Dann Muss Das Bis Zu einem Gewissen Teil Auch Einfach Disruptiv Passieren Sonst Bewegt Sich Nichts.
00:42:45: Das wären So meine drei Punkte die Ich auf meiner Agenda ganz weit oben hätte.
00:42:49: Ja, es ist einiges passiert nach einem Jahr Bundesregierung in Sachen Digitalpolitik.
00:42:54: aber es sind eben auch noch ganz schön viele Aufgaben offen und Bretter zu bohren.
00:43:00: Und ganz wichtig ist dass wir jetzt endlich mal in die Umsetzung kommen und Unternehmen vor allem merken das positive Effekte bei ihnen ankommen.
00:43:07: Das wäre so bisschen meine Quintessenz aus der Einordnung von Oliver Süme unserem Eko-Vorstandsvorsitzenden.
00:43:14: Vielen Dank Oliver für das Gespräch.
00:43:17: Ja, wie schon mehrfach in der Folge gehört und auch im Interview eben die Rückmeldungen aus der Branche sind deutlich.
00:43:23: Und auch eindeutig und einheitlich.
00:43:25: Themen wie Bürokratie, Umsetzungsgeschwindigkeit und Infrastruktur bleiben zentrale Herausforderung.
00:43:30: da muss also auf jeden Fall noch was passieren.
00:43:32: gleichzeitig entdeht Fortschritt nicht nur durch politische Programme sondern auch durch Initiativen aus der Wirtschaft und der Community selbst.
00:43:39: ja gerade im Technologiebereich sehen wir ja auch wie sich Netzwerke bilden die Innovation aktiv vorantreiben und den Austausch stärken.
00:43:47: Ein Beispiel dafür ist die Initiative, die gezielt IT-Entscheiderinnen und Entscheider zusammenbringt.
00:44:13: Wir freuen uns auch sehr, unter anderem aufs Festival.
00:44:15: Jetzt haben wir ein Jahr Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung.
00:44:20: Da sind viele digitalpolitische Entscheidungen getroffen worden und Veränderung oft den Weg gebracht worden.
00:44:25: Aber andererseits stehen natürlich die Communities nicht still.
00:44:28: Die organisieren sich selbst um Deutschland und Europa digital weiter nach vorne zu bringen.
00:44:32: Du hast mit einigen IT-Communities zusammen das Tech Riders Festival aufgebaut?
00:44:36: Was ist es genau und wie trägt es dazu bei damit wir in Deutschland und Europas vorankommen?
00:44:41: Tja, was mich da geritten hat das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht so richtig.
00:44:44: Jetzt hier zweieinhalb Monate oder was vor dem Event... Da geht der Stresspegel wieder richtig hoch und ich denke mir so hit ist du doch nur irgendwie so ein einfachen nine to five Job dir genommen.
00:44:53: aber es macht auch total Spaß weil wie Du ja sagst von einem Jahr hat dieser spirit begonnen vor anderthalb Jahren vielleicht so.
00:44:59: und da hatte ich mich getroffen mit dem mark mit dem ich das festival organisieren beim cloud fest großes Event mit über zwölftausend Teilnehmenden.
00:45:09: So für die Cloudbranche, wer hier im Eko-Ecke ist, erkennt das wahrscheinlich?
00:45:13: Ja vermutlich!
00:45:13: Da haben wir mit den ganzen Verbänden unter anderem auch mit dem Eko, da haben wir uns unterhalten und gesagt eigentlich brauchen wir so ein niederschwelliges Festival wo dieser Spirit entsteht diese Aufbruchstimmung und diese vielen Super-Communities, die wir in Deutschland haben mal zusammengeführt werden.
00:45:28: So dass wir nicht nur super Ideen haben, super Erfindungen, die nachher von anderen groß gemacht werden, skaliert werden und andere damit viel Geld verdienen...
00:45:36: Ja oder in der Schublade verschwinden wenn wie in Deutschland so üblich fertig geforscht nächstes Projekt?
00:45:42: Ganz genau ja!
00:45:43: Und ich meine, wenn man einfach mal so schaut, wir haben das letztes Jahr gemacht beim Tech Wireless Festival.
00:45:47: Wir haben einfach mal recherchiert was sind das eigentlich für Dinge, die hier in Europa erfunden wurden und wer benefitet jetzt eigentlich davon.
00:45:53: Dann fängt das an von der Erfindung des Computers in Deutschland über Linux, Skandinavien geht aber auch über MP-III Frauenhofer bis hin zu DeepMind, deepmind britisches Unternehmen gekauft von Google.
00:46:09: Das heißt es zieht sich durch bis in die Gegenwart und ich verstehe es wirklich nicht wie so kommt das.
00:46:14: ja dass wir hier wirklich die beste ausgebildeten Leute haben super Dinge an die Rampe bringen aber dummerweise der LKW, der sie abholt an der Rampe.
00:46:23: Der hat ein amerikanisches
00:46:25: Kennzeichen.".
00:46:25: Das ist also so ein bisschen dieser Spirit den wir hier entfachen wollten und das haben wir dann am dritten, siebten letztes Jahr als erste Mal gemacht.
00:46:32: Ich glaube dass organisiert sich ja von zwei Seiten.
00:46:34: Die haben das BMDS organisiert, die brauchen natürlich auch einen Moment das Anzeigen zu setzen.
00:46:39: jetzt haben sie in Deutschland Stack gebracht.
00:46:41: er wird übrigens bei uns am siebzehnten und achtzenden Juni noch vorgestellt vom BMDS.
00:46:45: Auf der anderen Seite aber eben diese Communities, wenn ich Communities sage, meine ich damit Verbände.
00:46:50: Da meine ich Vereine wo sich mittelständische Unternehmen organisieren und für Digitalisierung vorbereiten.
00:46:56: Das gibt es Initiativen die eigentlich gar keinen rechtlichen Mantel haben und alle die haben wir begeistert für das Event.
00:47:02: also so gesehen sind wir nicht die Veranstalter sondern dann die Community ist Veranstalter.
00:47:07: rechtlich gesehen sind wir es natürlich.
00:47:08: Okay,
00:47:08: aber am Ende geht's darum ganz viele Teller-Ränder so dicht zusammenzulegen dass alle mal drüber schauen und sehen wie sie von anderen profitieren und vielleicht gemeinsam eine große Schwungmasse erreichen können bzw dafür sorgen können das die guten Ideen hier bei uns zu Hause bleiben.
00:47:20: jetzt hast du gerade das WMDS ja schon erwähnt.
00:47:22: die sind Schirm Herr Schirmministerium für Techriders?
00:47:26: Ja
00:47:26: genau, man darf sogar Schirmherre sagen.
00:47:28: Das ist glaube ich politisch sogar korrekt.
00:47:29: Ja das klingt
00:47:30: doch komisch!
00:47:31: Thomas J.
00:47:32: Zombig der dann bei uns auch die Konferenz eröffnen wird hat eine Menge Momentum gebracht dass es seit Anfang des Jahres das ist BMDS Schirm herrs und also es gibt jetzt nicht so die klare Aussage.
00:47:44: genau deswegen haben wir das gemacht.
00:47:46: aber ich glaube das was wirklich gezogen hat wirklich begeistert hat und überzeugt hat, ist dass wir eben diese Community so zusammenbringen.
00:47:53: Dass wir ein Format geschaffen haben wo sich wirklich ein hochkarätiges Line-Up trifft.
00:47:58: also sind ja bei uns CIOs, CTOs von DAX Unternehmen, von wirklich namenhaften Unternehmen die sich bei uns treffen aber eben nicht unter sich in der VIP-Lounge Abhängen und Häppchen kauen, sondern zusammen mit allen no ranks, no titles in interaktiven Sessions versuchen die Dinge nach vorne zu bringen.
00:48:20: Jetzt hast du gerade gesagt, die Dinge.
00:48:21: Also gibt mal so ein bisschen einen Einblick.
00:48:23: was ist dieses Jahr Thema bei euch beim Tech Riders Summit?
00:48:26: Ja
00:48:26: also dieses Jahr ist ganz klar der Dr.
00:48:28: Michael Müller-Wünsch, der CIO von Otto hat bei den Hamburger IT Strategietag eine Rede gehalten, von der jetzt ganz viele CIOs, CDOs und CDOs sprechen, die überall zitiert wird und da ging es ihm darum ja Deutschland muss wieder mehr zum Makerland werden.
00:48:44: Wie nennt er das?
00:48:45: Also, raus aus der reinen IT-Konsumentenrolle in diese Rolle des IT-Betreibers.
00:48:52: Das findet es eigentlich ganz schön.
00:48:53: Betreibers weil wir wollen auch der Treiber sein und den ITbetreiber nicht nur erfinden dann... das Betreiben und Verdienen anderen überlassen.
00:49:02: Und dann konsumieren, sondern eben auch selbst davon benefiten.
00:49:07: Der wird daran anschließen an seine Rede bei uns auf dem Event und dass eine Pendel-Diskussion mit dem BMDS und einigen aus der Wirtschaft diskutieren.
00:49:15: Dann haben wir einen ganz greifbaren Case wo sich mehrere mittelständische und große Unternehmen gemeinsam zusammengeschlossen haben.
00:49:24: Plattform entwickelt und sagen naja wenn wir hier groß werden wollen dann müssen wir das nicht irgendwie alle einzeln machen klein klein sondern Wir schließen uns jetzt zusammen und machen was großes gemeinsam drauf.
00:49:34: Das ist ein super Ansatz, weil so muss nicht jeder das Rad neu erfinden.
00:49:37: Auch da weiß ich aus eigenen Berichterstattungsfällen irgendwie kann man auch mit den Kolleginnen und Kollegen von Otto reden.
00:49:42: die haben nämlich mit, fand ich den geilsten Titel OGGPT einen eigenen Sprachassistenten für das gesamte Unternehmen gebaut, OG Original Gangster, nein Autogrupp GPT natürlich.
00:49:52: Die sind da auch relativ weit vorn und mit dabei.
00:49:54: also es geht im Endeffekt darum wie wir unser Know-how aber auch unsere Ressourcen so bündeln können dass am Ende das Geld was Digitalen Ideen verdient wird, auch wirklich hier verdient.
00:50:05: Wer darf da alles noch mitspielen?
00:50:06: Also kann man sich jetzt noch anmelden.
00:50:08: wer sollte da unbedingt dabei sein?
00:50:09: bricht doch mal eine lanze fürs festival.
00:50:11: Ja, also wir haben dieses Jahr unsere Teilnehmer schafft.
00:50:14: Eigentlich sind es zwei Zielgruppen die diesmal teilnehmen.
00:50:17: Wir haben zwei verschiedene inhaltliche Angebote weil das sind auch zwei Tage.
00:50:21: der erste Tag der richtet sich wieder an IT-Entscheider.
00:50:24: da werden strategische Themen diskutiert.
00:50:26: wir haben dort viele CIOs und CTO's wie ich gesagt habe.
00:50:30: Da ist natürlich jeder eingeladen.
00:50:31: wie gesagt hat no ranks no titles.
00:50:33: man sollte natürlich mit IT zu tun haben Anbieter sein, der auf dem Event rumläuft und eigentlich nur Kunden gewinnen möchte.
00:50:41: Weil das möchten wir eigentlich nicht.
00:50:43: Wir wollen dass die Anwender, die hier betroffen sind sich zusammenraufen diesen alle herzlich eingeladen.
00:50:48: Und da haben wir auch für euch einen Ticket Code.
00:50:51: den kannst du ja vielleicht dann im Rahmen verteilen.
00:50:53: Ja packen
00:50:54: wir gerne die Show Notes auf jeden Fall gar kein Thema ja
00:50:56: und vielleicht nennen wir ihn einfach Tech Riders Minus Ohr.
00:51:00: Mit dem Ticketcode kann man sich dann anmelden und kann auch noch kostenlos teilnehmen.
00:51:04: Am zweiten Tag, da geht es ein bisschen mehr in den Maschinenraum – das ist neu!
00:51:08: Das hatten wir letztes Jahr so nicht gemacht.
00:51:10: Aber wenn wir darüber reden Deutschland muss etwas mehr in die Hände spucken.
00:51:13: Wir müssen ein bisschen was machen und Makerland werden.
00:51:15: Dann können wir keine Konferenz machen wo wir nur darüber reden was man machen müsste sondern wir wollen auch ein bisschen Maschienenraum zeigen was gemacht wird.
00:51:24: Und da sprechen wir noch mehr die Architekten an, die Principal Engineers, ja Experten.
00:51:29: zum Beispiel zeigt ein Kollege von AuMovio der sagt naja Autos haben Lebensdauer von fünfzehn Jahren in zehn Jahren gehen wir davon aus Quanten Computing ist da.
00:51:40: das heißt wir müssen heute dafür sorgen dass die Verschlüsselung so sicher ist dass sie nach dem Quanten computing immer nicht entschlüsselbar ist und zeigt wie das Aumovio dann macht.
00:51:48: also Aumowio wem es nichts sagt ist Doktor von oder einen Spin-off von Kontinental, die also ganz viel Automotive Software entwickeln.
00:51:56: Ja auf jeden Fall wird es spannend und alle sind herzlich eingeladen.
00:52:00: wir wollen das alles zusammenkommen und sind insofern sehr herzlich eingelernt sich jetzt noch anzumelden.
00:52:06: Genau und das Ganze ist am siebzehnten und achtzehnt Juni in Köln.
00:52:09: Wir packen auch den Link noch mal in die Show Notes.
00:52:12: auf jeden Fall viel Vergnügen, ja?
00:52:14: Das wird es auf jeden fall machen.
00:52:15: aber eben auch viel vorankommen und viel hochgekrempelte Ärmel wünschen wir beim Tech Rider Summit twenty sechsundzwanzig eine der Gründer von Janze.
00:52:23: mit dem durfte ich jetzt über das Festival sprechen.
00:52:25: Nico Bender vielen Dank!
00:52:26: Und wir hören uns bestimmt nach dem Summit genau zu den Themen und auch damit wie's denn jetzt vorangehen kann.
00:52:31: dank dir
00:52:32: Ja, danke Sven.
00:52:32: Ich fand mir große Freude bereitet hier dabei zu sein und von dem Event zu erzählen so dass die ganze Arbeit dann nicht umsonst ist und man sich hier nicht vor nine to five sondern eben von nine two five aber von neun Uhr abends bis fünf uhrabend aufs Kreuz legen.
00:52:48: Danke Nico!
00:52:49: Ja, ein Jahr Bundesregierung ist
00:52:51: fast rum.
00:52:53: Ich denke wir haben jetzt heute in der Folge gesehen.
00:52:56: die Richtungen ist gesetzt Die Weichen sind richtig gestellt aber die Umsetzung bleibt eben oftmals noch die zentrale Herausforderung.
00:53:03: Tja,
00:53:04: wir müssen mal irgendwie sehen dass wir ein bisschen Tempo aufs Gleis kriegen und hier schneller vorankommen damit wir eben nicht weiter so abgehängt sind im europäischen Vergleich was die Digitalisierung angeht.
00:53:14: Und vielleicht schaffen das ja auch mit so'n paar schönen Impulsen und Ideen die Bevölkerung mitzunehmen also die Menschen da draußen die sich nicht so richtig doll für digitales zu interessieren scheinen beziehungsweise deren digitale Kompetenz auch noch hinter allen Möglichkeiten zurück bleibt.
00:53:28: ich glaube man kann die begeistern man muss sie eben nur mitnehmen.
00:53:31: Ja, vielleicht noch ein ganz passendes Bild zum Schluss.
00:53:33: Wir haben ja im Herbst letzten Jahres eines unserer Interviews für das Ohr am Netz mit dem damals ganz neuen Digitalminister Carsten Wildberger geführt.
00:53:43: Und dieses Interview fand tatsächlich noch in den provisorischen Räumlichkeiten des Ministeriums statt einem alten Autohaus einfach deswegen, weil das Ministerium eben zu diesem Zeitpunkt noch gar keine eigenen Räume hatte.
00:53:55: Also daran sieht man ganz schön die brauchten halt auch ein bisschen Zeit.
00:53:59: also es mussten auch erst mal Strukturen aufgebaut werden.
00:54:02: vieles ist jetzt in Bewegung aber halt noch längst nicht überall angekommen.
00:54:07: Dann würde ich sagen spätestens in einem Jahr schauen wir mal wieder drauf dann sind sie raus aus dem Autohaus drin im Ministerium und auch Geschwindigkeit auf der Strecke.
00:54:14: Euch vielen Dank fürs Zuhören dieser Folge hier vom Ohr am Netz, wir hören uns in zwei Wochen wieder.
00:54:19: bis dahin bleibt gesund.
00:54:20: lasst euch gut gehen, ciao Silonie!
00:54:29: Tschüss.
Neuer Kommentar