Rechenzentren im Zentrum der digitalen Zukunft: Marktentwicklung, Strombedarf, Backbone
Shownotes
Rechenzentren bilden das Fundament unserer digitalen Gesellschaft. Gleichzeitig stehen Betreiber, Infrastrukturunternehmen und Projektverantwortliche vor immer größeren Herausforderungen. Der Bedarf wächst rasant, getrieben durch Cloud-Dienste, KI-Anwendungen und die fortschreitende Digitalisierung. Doch beim Ausbau stoßen viele Projekte an ihre Grenzen: fehlende Flächen, lange Genehmigungsverfahren, hohe Energieanforderungen und komplexe regulatorische Vorgaben.
In dieser Folge von „Das Ohr am Netz“ sprechen Sidonie und Sven angesichts des eco Data Center Expert Awards und Summits 2026 über die Zukunft digitaler Infrastruktur in Europa. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie Rechenzentren nachhaltig wachsen können, welche Rolle Energieversorgung und Resilienz spielen und warum rechtliche Rahmenbedingungen zunehmend entscheidend werden.
Günter Eggers, Director Public bei NTT Datacenters, gibt Einblicke in die aktuelle Marktentwicklung aus Sicht eines Rechenzentrumsbetreibers. Im Gespräch geht es um steigende Nachfrage, neue Anforderungen durch KI-Anwendungen und die wachsende Bedeutung der Stromverfügbarkeit bei Standortentscheidungen. Außerdem thematisiert er regulatorische Vorgaben und warum Deutschland im europäischen Vergleich zunehmend unter Druck gerät.
Sebastian Behr, Key Account Manager for Colocation Data Center, und Karsten Paeth, Director Sales & Solutions Central Europe, von ABB beleuchten die technischen Anforderungen moderner Rechenzentren und erklären, warum Energieversorgung und Ausfallsicherheit heute zentrale Infrastrukturthemen sind. Darüber hinaus diskutieren sie die steigenden Leistungsdichten durch KI, die zunehmende Geschwindigkeit neuer Projekte sowie die Rolle von Batteriespeichern für resiliente Systeme.
Mit Micha Heise, Senior Associate bei Fieldfisher, spricht Sven über das Backbone des Internets und die rechtlichen Fragen hinter dem Ausbau digitaler Infrastruktur. Im Fokus stehen Glasfasertrassen, Wegerechte und die Herausforderungen beim Ausbau von Telekommunikationsnetzen über fremde Grundstücke. Das Interview gibt einen Vorgeschmack auf die Legal Fieldfisher Masterclass im Rahmen des Data Center Expert Summits 2026.
Weitere Infos:
- Aufzählungs-TextAlle Informationen zum Data Center Award und Summit 2026
- Aufzählungs-TextHandelsblattsblatt Jahrestagung: Datacenter-Standort Deutschland: Datacenter-Standort Deutschland - Handelsblatt Live
- Aufzählungs-Texteco Umfrage zu Passwörtern
- Aufzählungs-TextEckpunktepapier zur Rechenzentrumsstrategie
— Redaktion: Christin Patricia Müller, Irmeline Uhlmann, Anja Wittenburg, Erik Jödicke Schnitt: David Grassinger Moderation: Sidonie Krug, Sven Oswald Produktion: eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.
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00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Das Ohr am Netz.
00:00:13: so ein bisschen traditionell, bevor es langsam draußen wärmer wird und so langsam sommerlich kümmern wir uns um die Rechenzentrumsbranche.
00:00:27: Denn der nächste Eco-Data Center Expert Summit und Award steht am zehnten und elften Juno an.
00:00:32: Zeit rast!
00:00:33: Und diesmal ist das Ding in Dreieich?
00:00:35: Ja genau wie du schon sagst.
00:00:37: Das ist ja fast schon so'n bisschen Tradition hier beim ECO.
00:00:40: Das Thema Rechencentren liegt uns ja auch besonders am Herzen.
00:00:43: Ist ja auch unser Homechirfs sozusagen.
00:00:48: Das ist schon immer auch ein sehr schönes Branchen-Treffen einfach.
00:00:52: Schöner Mix aus Panels, aus Networking und Feiern... Und ja wir besprechen da einfach was die Betreiber und Zulieferer in ... so bewegt und darüber sprechen wir auch heute hier.
00:01:05: Ja aber erstmal haben wir natürlich Neues aus der digitalen Welt in den News.
00:01:10: Kurz und Kompakt.
00:01:12: Neues Aus der Digitalen Welt!
00:01:14: Wir schauen zuerst auf einen Thema das würde sagen uns Alle wahrscheinlich direkt betrifft Sven Hand aufs Herz.
00:01:21: Nein!
00:01:21: Wie sieht's bei dir mit den Passwörtern aus?
00:01:24: Also, das Passwort ist super ... Es ist aber wirklich oft das Gleiche bei vielen nicht ganz so relevanten Plattform.
00:01:31: Es ist mittlerweile zumindest sehr kompliziert, aber ich habe mich frei davon gemacht ständig neue Passwörter zu benutzen.
00:01:36: Das soll nämlich am Ende gar nicht so sicher sein wie natürlich unterschiedliche Passwürter überall zu haben die möglichst komplex sind.
00:01:42: Aber ja Asche auf mein Haupt!
00:01:44: Ich arbeite dran Wie es bei dir?
00:01:45: Ja, ich möchte da eigentlich auch gar nicht richtig drauf eingehen weil sonst möglicherweise meine Digitalexpertise irgendwie auch in Frage gestellt werden könnte.
00:01:54: Aber ja, es ist so ein bisschen so ähnlich wie bei dir würde ich sagen und es geht ja vielen tatsächlich so.
00:02:00: Und wir haben das noch mal zum Anders genommen.
00:02:03: Es war letzte Woche Weltpasswort-Tag und wir haben eine Umfrage gemacht mit UGAV zu diesem Thema und das zeigt dass Vertrauen und Realität tatsächlich doch sehr auseinander klaffen.
00:02:13: Und seventy vier Prozent der Deutschen halten ihre Passwörter tatsächlich für sicher.
00:02:18: Beide zählen offensichtlich dazu.
00:02:20: Gleichzeitig nutzen viele weiterhin unsichere Routinen, etwa das Wiederverwenden von Passwörtern oder das Abspeichern im Browser.
00:02:29: Moderne Schutzmechanismen sind zwar auf dem Vormarsch aber noch nicht flächendeckend etabliert.
00:02:39: Passwort auskommen und auf biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung setzen.
00:02:53: Dennoch bleibt ihre Nutzung begrenzt, unter anderem weil die Einrichtungen für viele zu kompliziert erscheint.
00:02:58: Sicherheitsexperten des Eko sprechen deshalb von einer Übergangsphase – das klassische Passwort verliert an Bedeutung wird aber kurzfristig nicht verschwinden!
00:03:07: Statt immer komplexere Passwörter empfiehlt der Eko daher einen Strategiewächsel hinzu passwortlosen Verfahren ergänzt durch zwei Faktor-Authentifizierung Über Fishing.
00:03:20: Auch um Rechenzentren, also so wie überhaupt in dieser ganzen Folge.
00:03:24: beim Ausbau digitaler Infrastrukturen rückt die energiepolitische Umsetzung der Rechencentrum Strategie in den Fokus.
00:03:30: ein Eckpunktepapier.
00:03:32: Der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen konkretisiert wo aus Sicht der Branche jetzt gehandelt werden muss.
00:03:37: zentral bleibt der Netzanschluss weil ohne Strom kein Rechen Zentrum aktuell der größte Engpass für neue Rechen-Zentren.
00:03:44: ohne schnelle und verbindliche Anschlusszusagen geraten Investitionen ins Stocken.
00:03:48: erste Fortschritte durch Ein neues Vergabeverfahren sind zwar erkennbar, eine klare gesetzliche Absicherung steht jedoch noch aus.
00:03:55: Auch bei den Stromkosten zeigt sich struktureller Wettbewerbsdruck.
00:03:58: Deutschland liegt im internationalen Vergleich deutlich höher, weshalb eine Einbindung von Rechenzentren in bestehender Entlastungsmechanismen als notwendig gilt – einschließlich Anpassungen auf EU-Ebene.
00:04:08: Beim Beitrag zum Energiesystem wird eine realistische Einordnung gefordert.
00:04:12: Rechencentren können Flexibilität bieten allerdings nur in begrenztem Umfang.
00:04:16: Voraussetzungen sind praktikable wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingung ohne starre Vorgaben.
00:04:21: Zusätzliche Hürden bestehen bei der Nutzung.
00:04:24: Hier kommt es vor allem auf bessere Rahmenbedingungen bei Infrastruktur und Regulierung an, etwa durch den Ausbau von Wärmenetzen und angepassten steuerlichen Regelungen.
00:04:32: Weil was bringt das wenn ich abgeben muss aber keiner da ist der abnehmen muss bzw.
00:04:36: abnehmen möchte oder kann?
00:04:38: Und am Strich zeigt sich die strategische Richtung ist klar.
00:04:40: entscheidend ist nun die zügige und verlässliche Umsetzung damit Deutschland als Standort wettbewerbsfähig bleibt.
00:04:47: Ja, ich habe es ja vorhin eingangs in der Moderation schon gesagt.
00:04:50: Als Verband, der seit dreißig Jahren die Internetwirtschaft vertritt gehören natürlich Rechenzentren naturgemäß zu unseren Mitgliedern und ist tatsächlich ein Fokusthema bei uns im Verband.
00:05:00: denn Rechencentren sind einfach das digitale Fundament sozusagen das Zuhause von Daten und damit eben auch das Rückgrat der Digitalisierung.
00:05:09: sozusagen Vor einigen Jahren, zwanzig achtzehn haben wir deswegen auch die Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen gegründet.
00:05:16: Damals waren Provider und große Anbieter sozialer Plattformen im Fokus von der Öffentlichkeit und der Politik und einfach Betreiber von Rechenzentren und anderen digitalen Infrastruktoren gar nicht so sichtbar.
00:05:27: das heißt deren Perspektive kannte irgendwie kaum jemand und Wir hatten einfach das Ziel sozusagen dieses Thema mehr in die Öffentlichkeitsrücken Und ja einfach auch zu zeigen dass Rechencentren natürlich gewisse regulatorische Rahmenbedingungen hier am Standort brauchen.
00:05:44: Tja, damals, was noch so her.
00:05:45: Wieso Rechenzentrum?
00:05:46: Ich lade meine Daten doch in die Cloud!
00:05:48: Das war glaube ich der Wissensstand oder?
00:05:50: Spoiler Alarm hinter jeder Cloud verbirgt sich ein Rechencentrum.
00:05:53: aber zumindest das hat sich ja seit der Gründung der Allianz geändert.
00:05:56: Das Wort Rechen-Zentrum haben wir mittlerweile alle mal gehört insbesondere natürlich auch jetzt gerade aktuellen den letzten drei vier Jahren.
00:06:01: im KI Kontext also insofern kann man KI schon als Treiber für den Ausbau digitaler Infrastrukturen bezeichnen.
00:06:06: Aber es ist ein Treiber der treibt uns da auch so ein bisschen mit deutlich Druck vor sich her denn die Kapazitäten die benötigten die steigen.
00:06:13: In den letzten Jahren haben aber wie auch in den News gerade schon gehört noch ein paar andere Themenfahrt aufgenommen.
00:06:17: Es geht um Netzanschlussverfügbarkeit, weil ohne Strom wie gesagt keine Rechenpower und auch die Einwendung ins Energiesystem nimmt an Relevanz zu, weil wenn wir irgendwann klimaneutral werden wollen dann können Rechenzentren da ein wirklich wichtiger Faktor sein zumindest erst mal einen Anführungszeichen kostenlose und CO-neutrale Wärme zu liefern.
00:06:35: also eins wird deutlich ein regelmäßiger Blick in die Branche lohnt sich auf jeden Fall und deswegen machen wir das auch regelmäßig hier in diesem Podcast.
00:06:42: ein Betreiber gesprochen, der seit Beginn bei der Allianz aktiv ist und sich mit den Anliegen der Branche bestens auskennt.
00:06:50: Wo wohnt eigentlich die KI?
00:06:52: Natürlich in Rechenzentren!
00:06:54: Rechencentren sind das Fundament für alle Digitalisierung – ohne sie wären auch hochperformante KI-Anwendungen schlicht nicht möglich.
00:07:03: Doch welche Rahmenbedingungen finden Datacenterbetreiber aktuell in Deutschland?
00:07:08: Immerhin gibt es ja zwischen Energieeffizienzgesetz, Stromverfügbarkeit und dem wachsenden Bedarf an Rechenleistung viele Aspekte die man als Betreiber koordinieren und in Einklang bringen muss.
00:07:18: Darüber spreche ich jetzt mit Günther Eggers.
00:07:20: er ist Director Public bei Antity Global Data Centers und Teil der unter dem Dach des eco gegründeten Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen.
00:07:29: Herzlich Willkommen Günther hier beim Ohr am Netz.
00:07:31: Hallo Sidiomi herzlichen Dank dass ich dabei sein darf.
00:07:34: Ja Günther, lass uns doch mal starten.
00:07:35: Welche technologischen Entwicklungen prägen denn aktuell aus deiner Sicht den Rechenzentrumsmarkt besonders?
00:07:42: Also zunächst einmal ist ja festzustellen dass der Markt sich extrem dynamisch entwickelt.
00:07:47: das heißt gerade durch die Einführung von KI ist der Bedarf an Rechencentrumskapazitäten sehr stark gestiegen.
00:07:54: im Moment ist es so dass die KI Anbieter ihre Kapazitäten zum Ausliefern der KI-Agebnisse von Cloud-Anbietern beziehen, die wiederum sind klassische Kunden von Collocation-Rechenzentren und die bauen ja auch eigene.
00:08:07: Was stellen wir also fest?
00:08:08: Der Bedarf an Rechenzentrumskapazität nicht nur in Deutschland sondern ganz Europa steigt weiter.
00:08:13: das heißt wir müssen neue Rechencentren bauen Wir müssen bestehende wenn möglich erweitern und das führt dazu dass wir erhebliche Schwierigkeiten haben den dafür notwendigen Strom zu bekommen aber eben auch gesellschaftliche Akzeptanz zu haben.
00:08:27: Wir haben ja an einigen Standorten schon gesehen, dass die Bürger Rechenzentren ihrer Nähe nicht haben wollten Und dabei hinaus haben wir einen regulatorischen Rahmen in Deutschland.
00:08:35: Das hast du in deiner Anmoderation ja schon gesagt, der es recht schwierig macht schnell die nötigen Kapazitäten zu bauen, die eigentlich gebraucht werden.
00:08:43: Jetzt hast Du schon die größten Herausforderungen genannt Stromverfügbarkeit gesellschaftliche Akzeptanz Energieeviensanforderung.
00:08:50: welche Rolle spielt denn tatsächlich vor allem dieses Strom Thema heute auch bei Standortentscheidungen?
00:08:56: Das Strom Thema ist zentral.
00:08:57: Es gibt keinen Rehnenzentrumstand dort und den entsprechenden Stromanschluss Und zusammen mit KI und der weiteren Entwicklung der Cloud-Dienste kommt dazu, dass die Rechenzentren immer größer werden müssen aus technischen Gründen.
00:09:09: Das bedeutet aber auch das der Strombedarf an den jeweiligen Standorten wächst.
00:09:13: Das heißt neue Rechencentren werden heute also völlig normal gewissermaßen für Anschlussleistungen von deutlich über hundert Megawatt ausgelegt und da braucht man halt Hochspannungsanschlüsse.
00:09:23: Und wir stellen jetzt überrascht fest, dass die Energiewende mit ihren Herausforderungen eben auch Rechenzentren betrifft.
00:09:28: Das heißt also diese Hochspannungsanschlüsse sind in den Gebieten wo Rechenzene besonders nachgefragt werden nämlich im Großraum Frankfurt teilweise gar nicht mehr verfügbar weil die Umspannwerke dafür nicht da sind und nicht groß genug sind.
00:09:39: Und dann, seit wenn die Anschlüsse da sind, fehlt häufig die Netzkapazität im Hintergrund.
00:09:43: Das heißt also wir können an den Standorten, an denen unsere Kundenrechenzentren brauchen und nachfragen, können wir teilweise gar keine neuen mehr bauen.
00:09:50: das ist eine riesige Herausforderung.
00:09:55: Das ambitionierte Ziel der Bundesregierung, die Rechnungskapazitäten in Deutschland bis zum Jahr zwanzig dreißig zu verdoppeln.
00:10:00: Ob das wirklich realistischer Reich passt?
00:10:02: Ich wollte gerade sagen wie geht man damit um als Betreiber?
00:10:04: Man überlegt sich dann ja wahrscheinlich ob man überhaupt noch in Deutschland bleibt oder ob man halt ins europäische Ausland geht.
00:10:11: Entity Global Data Centers ist seit zweitausend oder zweitausend eins mit eigenen Rechenzentren in Deutschland vertreten und wir werden jetzt die bestehenden Rechencentren, die ja weit überwiegend vollständig ausgelastet sind.
00:10:20: Wir werden nicht abbauen und woanders aufbauen.
00:10:23: Die Frage ist nach Tat Wo entstehen die neuen Kapazitäten?
00:10:26: Und wir haben festgestellt, wir sind internationaler Konzernen.
00:10:29: Wir sind in Großbritannien, in den Niederlanden, Spanien, Österreich der Schweiz aber auch zukünftig auch in Italien unterwegs.
00:10:37: Wir haben feststellt dass jedes Land seine eigene Herausforderung hat.
00:10:40: Die Herausforderungen in Deutschland sind allerdings besonders hoch.
00:10:42: Du hattest noch einen interessanten Punkt genannt, auch nämlich gesellschaftliche Akzeptanz.
00:10:46: Also wir sehen bei Datacentern inzwischen so ein bisschen so ein ähnliches Not-in-My-Backyard Phänomen wie auch bei Windrädern Flughäfen und so weiter... Wie kann man denn deiner Meinung nach damit umgehen?
00:10:58: Wie kann die Branche da mit umgehen?
00:10:59: was können Betreiber tun oder was würdest du aber auch tatsächlich von Politik in dem Fall dann ja wahrscheinlich vor allem auf kommunaler Ebene erwarten um hier mehr Akzeptzanz zu schaffen?
00:11:09: also ich glaube zunächst mal ist es wichtig lernen.
00:11:12: Ich habe in den Gesprächen mit Bürgern, wir sind ja an zehn Standorten in Deutschland unterwegs bei einem Elften festgestellt das es immer noch sehr viele Unklarheiten gibt, sehr viele Fragen gibt und sehr viele Ängste gibt die mit Rechenzentren gerade mit großen Rechenzentren verbunden sind.
00:11:26: und diese Sorgen muss man ernsthaft die Fragen müssen beantwortet werden.
00:11:30: Deshalb wenn wir neue Standorte entwickeln wie beispielsweise unser geplantes Großrechenzentrum in Nierstein und Rheinland-Pfalz dann ist eine der ersten Schritte die wir unternehmen ist der direkte Dialog Menschen vor Ort mit den Bürgern, um Fragen zu beantworten.
00:11:45: Aber auch darüber zu aufzuklären was haben wir eigentlich vor?
00:11:48: Wie sind die Zeitrahmen und was bedeutet das konkret?
00:11:51: Dieser enge Dialog mit den Menschen vor ort aber eben auch mit ihren Vertretern also mit den Gemeindevertretern oder mit den Lokalpolitikern ist essentiell für das Geling von solchen Großprojekten.
00:12:00: Das ist zumindest die Erfahrung, die wir gemacht haben Und wir haben auch an anderen Standorten die Erfahrung gemacht, dass eben nicht jeder Standort passt.
00:12:08: Obwohl vielleicht Strom verfügbar ist und Fläche verfügbare wäre.
00:12:12: Aber wenn der politische Wille nicht da ist solche Entwicklungsunterstützen dann wird es halt auch nicht funktionieren.
00:12:18: Deshalb ist die Klarheit über den politischen Willen und auch über die Stimmung in einer Kommune relativ wichtig um zu entscheiden und man weiter investiert.
00:12:27: Und dieser Dialog wird immer sensibler zugegeben.
00:12:30: Ja, es gibt halt eine Reihe von negativen Stimmungen die teilweise über soziale Medien verbreitet werden ohne dass sie eine sachliche Grundlage haben.
00:12:38: Es gibt natürlich immer auch Aspekte die man ernst nehmen muss und wo man sagt okay das ist etwas das ändert das Bild der Gemeinde Das ändert auch das Bild Der potenziellen Nutzung einer Gewerbefläche.
00:12:49: Man kann sich ja immer nur einmal nutzen Und darüber muss man reden.
00:12:53: Dieser Prozess ist wirklich herausfordernd.
00:12:55: Du hast mich nach der Aufgabe für die Politik gefragt, aus meiner Sicht ist eine Aufgabe der Politik ein klares Bekenntnis und zwar auf allen Ebenen dazu dass wir digitale Infrastrukturen brauchen wenn wir KI nutzen wollen, wenn wir die Vorteile der digitalen Welt nutzen wollen.
00:13:09: und auch im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung gibt es glaube ich noch Reserven.
00:13:13: wo wir also noch was machen könnten.
00:13:17: Einladen zum Dialog.
00:13:18: Es kann nach meinem Verständnis immer noch, auch nach einem unfassenden Dialog die Entscheidung der Kommune sein, dass wir keine Rechenzentren haben wollen aber dann ist es eine qualifizierte Entscheidung.
00:13:28: Häufig genug werden diese Entscheidungen aufgrund von polemischen und teilweise unsachlichen Ansätzen getroffen.
00:13:34: Da habe ich halt als Bürger auch Schwierigkeiten.
00:13:36: also lasst uns bitte weiter offen darüber sprechen.
00:13:39: das Rechen Zentren so wie du's ja auch schon gesagt hast dazu gehören wenn wir Digitalisierung haben wollen.
00:13:45: Ja, dritten Punkt den du vorhin unter Herausforderungen gerade hier am Standort Deutschland genannt hast ist die regulatorik also die regulatorischen Vorgaben.
00:13:52: Die ja in Teilen einfach auch besonders strikt sind.
00:13:56: kannst du da noch mal ein bisschen darauf eingehen?
00:13:58: wie beeinflusst das deine Arbeit derzeit besonders?
00:14:01: Wir haben europäische Vorgabe die in Deutschland umgesetzt werden und eine der zentralen Elemente Die erste, gewissermaßen harte Regulierung der Rechenzentrumsbranche war das Energieeffizienzgesetz.
00:14:13: Das wäre im November zwölfzehntunddreinzwanzig in Kraft getreten ist und schon damals haben wir von der Branche davor gewarnt dass die Ansprüche die mit dem Gesetz formuliert seiner Praxis halt nicht umsetzbar sind.
00:14:23: Das heißt also es werden technische Parameter gefordert die nur unter optimalen Bedingungen oder selbst dann nicht oder kaum umsetzt bar sind und gesetzliche Mindeststandards sollten quasi Spitzenforderungen sein, sondern sollten halt von dem Standard im Rechenzentrum in diesem Falle auch erfüllbar sein.
00:14:41: Da rudert jetzt die neue Bundesregierung etwas zurück weil eben festgestellt wurde dass die Umsetzwachheit zumindest sehr fragwürdig ist und sehr schwierig ist und das macht den Staat natürlich auch wieder besonders schwierig in einer langfristigen Planung.
00:14:54: Also wir haben ein Gesetz, das im Jahr zwanzig dreiundzwanzig beschlossen wurde und jetzt zwanzisächsenswanzig oder eigentlich schon früher stelle.
00:14:59: festes muss korrigiert werden.
00:15:00: es gibt einen Referentenentwurf der derzeit diskutiert wird zur Überarbeitung des energieeffizienzgesetzes und das beispielsweise die Forderung dass Rechenzentren zwanzibrozent das genutzten Strom ist ja genutzte Energie als Abwärme an externe Nutzer abgeben müssen.
00:15:13: Die wird dort relativiert weil Wir stellen fest, wir haben gar nicht so viele Abnehmer.
00:15:19: In den Gebieten in denen die Rechenzentren stehen und entstehen gibt es gar keine Gemeinden, die groß genug sind um die Wärme überhaupt aufzunehmen und die Gemeinden die da sind haben üblicherweise heute noch keine Fernwärmeversorgung sondern meistens Gasanschlüsse an ihren Häusern.
00:15:32: das heißt also wir als Rechnungsbranche haben ja Interesse daran die wir haben abzugeben.
00:15:36: Es ist ja nicht so dass wir das als lästige Pflicht betrachten würden Sondern es gibt ein substantielles eigenes Interesse jede Kilowatt Stunde Wärmen brauchen wir nicht selbst zu kühlen.
00:15:47: Das heißt also, wir würden gerne sehr viel mehr Wärme abgeben können es aber nicht weil die Infrastruktur dafür nicht da ist.
00:15:52: und das ist halt einfach regulatorischer Fehlschluss die Rechenzentren zu verpflichten die Wärmer abzugeben wenn wir aber gar keine Wärmenetze und Wärmesänken haben in geeigneter Form die die Wämme auch abnehmen.
00:16:03: Da muss nachgebessert werden dass jetzt im Vorbereitung auch das Thema super ambitionierter Energieeffizienzwert der sogenannte POE von den wieder zurückzuschrauben auf einen sinnvollen, erreichbaren Wert ist es derzeit in der Diskussion.
00:16:18: noch ist überhaupt nichts entschieden.
00:16:19: Das heißt wir wissen nicht unter welchen Bedingungen wir zukünftig Rechenzentren bauen dürfen und wenn man sich überlegt dass unsere Investitionen... Wir reden ja über Milliardeninvestitionen in Rechencentren die sind aber gedacht für eine Nutzungsdauer von dreißig bis fünfzig Jahren.
00:16:33: das heißt also das was wir heute entscheiden ist auch zwanzig sechzig noch relevant und dafür brauchen wir ein stabiles regulatorisches Umfeld.
00:16:42: Und unnötig zu sagen, weil in Deutschland ja typisch das was wir im Energieeffizienzgesetz aufgeschrieben haben geht weit über die Forderung der europäischen Richtlinie hinaus.
00:16:50: Das heißt also wir sind wieder im Bereich des Goldplatings das Übererfüllenwollens und stellen es damit gewissermaßen selbst ein beiden wie leider manche anderen Bereichen auch.
00:17:00: Ich würde mir sehr wünschen dass Vernunft und Sachpolitik einkährt und wir ambitionierte Klimaziele natürlich weiterverfolgen.
00:17:09: Das wollen wir als AZ-Branche auch, aber sie müssen eingebettet sein in einen sinnvolle praxisgerechte Rahmenbedingungen die zumindest im Energieeffizienzgesetz derzeit nicht bestehen.
00:17:20: Punkte.
00:17:21: Und ich habe nur über das Energieeffizienzgesprachen, wir haben ja noch was anderes?
00:17:25: Genau!
00:17:26: Ja aber also zum einen genau regulatorische Punkte, aber eben auch Notwendigkeiten wie zb Strom, dass durchaus auch eine politische Frage ist.
00:17:33: jetzt hat die Bundesregierung im März eine Rechenzentrenstrategie vorgestellt, adressiert die denn die wesentlichen Punkte aus deiner Sicht, die du jetzt genannt hast?
00:17:44: Also eignet sie sich sozusagen so als politisches Gesamtkonzept.
00:17:47: oder was ist deine Sicht da drauf?
00:17:49: Also die vorgestellte Rechnungsstrategie ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.
00:17:54: Rechenzentren werden, wie wir ja in Teilen schon im Koalitionsvertrag als das erkannt was sie sind nämlich substanzielle Voraussetzungen für die Volkswirtschaft nicht nur in Deutschland der Zukunft.
00:18:04: Das sind wesentliche Träger für die digitale Jetzt kann ich Revolution sagen weil wir haben die eigentlich schon erlebt aber Für die Nutzung von digitalen Services in allen Bereichen und auch für die Einführung und zukünftige Nutzungen vom KI-System.
00:18:16: Ohne Rechenzentren, genauso wie ohne Glasfasern werden wir zukünftig nicht funktionieren als Land.
00:18:23: Das muss man klar so sagen, dass es die Wirtschaft, das sind ja die Hauptabnehmer der digitalen Services braucht Rechenzentren um ihre Produktionsprozesse zu optimieren.
00:18:32: Um die Lieferketten zu optimierend und aber auch die gesamte Abläufe, die sich mehr und mehr ändern und durch den Einfluss von KI nochmal sehr viel effizienter werden halt zukünftig genau das zu tun nämlich die Effizienter zu machen und von den Möglichkeiten die KI für die Forschung bringen zum Beispiel auch in einer Medizinforschung habe ich dabei noch gar nicht gesprochen.
00:18:50: Also wenn wir da mithalten wollen, das ist politisch glaube ich auch Konsens.
00:18:53: Dann brauchen wir die notwendige Infrastruktur und dazu gehören definitiv die Rechenzentren.
00:18:58: Die Digitalstrategie erkennt das in der Digital-Strategie sagt auch Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen in Deutschland dass das Wachstum der Rechenstaunungskapazitäten möglich ist was sie nicht tut.
00:19:08: sich stellt keine klaren Regeln auf wie diese Rahmenbedinger aussehen müssen weil die liegen auch nicht in der Verantwortung des digitalen Ministeriums sondern in der Verantwortung des Energieministeriums oder aber auch das Bundesumweltministerium, die ihre Arbeit halt noch machen müssen.
00:19:22: Und ich erwähne das Bundes-Umweltenministerium ganz bewusst weil eine schwere hierografische Herausforderung liegt im Bündnis Emissionsschutzgesetz was direkt wirkt auf neue Rechenstandorte an denen halt Nutzstromgeneratoren viele Nutzraumgeneraturen gebaut werden müssen um auch im Falle von Netzschwankungen oder Netzausfällen die kritische Infrastrukturrechenzentrum am Laufen zu halten.
00:19:44: Die BIMSCH-Regulierung in Deutschland geht auch wieder für Notsturmgeneraturen deutlich über alles hinaus, was wir in anderen europäischen Ländern sehen.
00:19:51: und es kommt noch ein zweiter Aspekt dazu der selten diskutiert wird.
00:19:55: Rechenzentren haben ja diese Generatorkapazitäten und wir könnten im Notfall auch netzdienlich unterwegs sein.
00:20:02: das heißt wir könnten also den Netzbetrieb stützen hindert im Rechenzentrum daran, das zu tun.
00:20:10: Es führt jetzt hierzu weit über die Details zu sprechen.
00:20:12: also kurz gesagt wir lassen unsere Notstromgeneratoren als solche genehmigen aber in dem Augenblick wenn wir die erste Kilowatt Stunden ins Netz einspeisen sind es plötzlich keine Notstrom-Generatoren mehr sondern Sitzkraftwerke mit ganz anderen Anforderungen die im Prinzip jedes Kraftwerk erfüllen muss auch solche die rund um die Uhr jeden Tag laufen.
00:20:29: dass ist aber gar nicht die Intention.
00:20:31: ja so.
00:20:32: um das kurz nochmal abzuschließen Generatoren müssen regelmäßig getestet werden.
00:20:36: Lass uns annehmen, die werden jeden Monat eine Stunde getestete heißt also zwölf Stunden im Jahr und wir würden gerne diese Zwölfstunden nutzen um netzdienlichen Betrieb zu machen.
00:20:45: das heißt also Wir schauen wann wird im Netz gerade Strom gebraucht von den Generaturen?
00:20:50: Und legen diese eine Stunde jeden monat genau auf diese kritische Zeit.
00:20:53: Das ist heute regulatorisch nicht erlaubt.
00:20:56: man muss ich halt fragen ob das eine gute Entscheidung ist.
00:20:59: dass sind wir halt auch in Gesprächen mit den Umweltbehörden weil wir Glauben, das ist im Interesse der Energiesicherheit.
00:21:06: Und wir erzeugen ja nicht einen Kilo CO-Zwei mehr dadurch.
00:21:09: Im Interesse einer Energiesicherung müssen solche Hürden abgebaut werden und muss sinnvoller Regulierung gemacht haben.
00:21:14: Insbesondere weil sie halt keiner zu sich ein CO² Ausstoß oder irgendwelche sonstigen Emissionen erzeugt sondern lediglich die ohnehin verhandenen sind vollkanalisiert.
00:21:23: Also da gibt es noch viel zu tun und das kann die Rehensanomstrategie gar nicht abdecken.
00:21:27: Da fehlt die Zusammenarbeit zwischen den Ressorts im Moment.
00:21:29: Ja, Günther letzte Frage.
00:21:31: Du sagst es ist viel zu tun genau?
00:21:32: Es sind viele, viele Baustellen die wir jetzt hier angesprochen haben.
00:21:36: gleichzeitig ist es ja so dass der Wettbewerb nicht schläft.
00:21:40: also gerade auf anderen Kontinenten sage ich mal außerhalb von Europa wenn man Richtung Asien Richtung USA blickt sind die Rahmenbedingungen ja ganz andere.
00:21:47: das heißt da geht die Entwicklung munter weiter.
00:21:50: was würdest du denn sagen wenn man jetzt mal so schaut?
00:21:52: gut ein Jahr ist die Bundesregierung jetzt im Amt drei Jahre hat sie noch.
00:21:56: Was wären denn so drei Sachen, die jetzt in den nächsten drei Jahren auf jeden Fall passieren müssen damit der Zug halt nicht ohne uns abfährt.
00:22:04: Also damit Deutschland als Datacenter Standort attraktiv bleibt?
00:22:08: also das klare politische Signal dass Rechenzentren in Deutschland weiter gebraucht werden ist da Aber eben nur gewissermaßen vom Digitalministerium, auch der Bundeskanzler hat bei der Öffnung der Hannover-MSM mehrfach davon gesprochen wie wichtig rechnen Zentren sind.
00:22:22: Was mir aber fehlt, sind die klaren Aussagen seitens des BMW E das Wirtschafts- und Energieministeriums Und aber auch die klare Aussagen Seitens des Bundesumweltministeriums dass man halt regulatorisch sinnvolle Anpassung machen will.
00:22:33: ich hatte ja gerade schon drüber gesprochen und wir brauchen nicht nur Ankündigungen, sondern wir brauchen reale Gesetzesänderung.
00:22:41: Das heißt also wenn wir jetzt ein Rechenzentrum beantragen trotz der gesamten Diskussion über das Energieeffizienzgesetz müssen wir die alten Anforderungen erfüllen, die ja faktisch kaum erfüllbar sind.
00:22:50: Das macht es für Investitionen nochmal.
00:22:53: Wir reden hier über Multimilliardeninvestitionen.
00:22:55: Es gibt Schätzungen, die gehen davon aus dass Wenn alles planmäßig läuft, dass wir alleine in Deutschland in den nächsten zehn Jahren etwa fünfzig Milliarden Euro Investitionen in Rechenzentrums, Infrastruktur und die notwendige IT dafür haben.
00:23:08: Das ist ja kein Pappenstil!
00:23:10: Und das haben wir gar nicht besprochen.
00:23:12: den Aspekt digitale Souveränität ernst nehmen dann gehört eben dazu auch dass wir die notwendigen Infrastrukturen schaffen weil ansonsten können wir einfach mal digitales Souveranität komplett vergessen und es machen.
00:23:22: du hattest erwähnt andere Kontinente andere Länder im Wesentlichen die USA und China haben ein Tempo in der Entwicklung dass wir ohnehin aufholen können.
00:23:32: Da entstehen Rechenzentren, während wir in Deutschland eine Wachstumsrate von über zehn Prozent, zwölf vielleicht sogar fünfzehn Prozent pro Jahr haben sind es in den USA über dreißig und in China nach dem was man hört da gibt's nicht so viele verlässliche Zahlen haben wir teilweise fünfzig Prozent wachstum pro Jahr.
00:23:48: In den USA dauert ein neues Rechenszentrum.
00:23:49: Wir sind ja in den US aktiv.
00:23:51: Neues Rechencentrum von der Planung bis zur Fertigstellung etwa achtzehn maximal vierundzwanzig Monate.
00:23:56: In Deutschland rechnen wir derzeit mindestens sechsunddreißig.
00:24:01: Also da kann es ja gar nicht funktionieren, wenn wir weiterhin in diesem sehr mühsamen Umfeld glauben und wie den Anschluss gewinnen zu können.
00:24:09: Wir fallen trotz des Wachstums weiter zurück.
00:24:11: also wie gesagt die Digitalstrategie ist definitiv für die richtige Richtung.
00:24:15: das was mir aber fehlt ist eine konstatierte Bemühung aller relevanten Ressorts auf Bundesebene Entwicklungen in Deutschland auch real voranzutreiben an den Standorten, an denen es passt.
00:24:29: Es sollten keine Rechenzentren gegen die Mehrheit der Bürger gebaut werden.
00:24:32: das widerspricht auf meinem demokratischen Empfinden.
00:24:35: aber es sollte möglich sein dass wir's deutlich schneller machen als bisher.
00:24:38: und vielleicht wäre ja ein Ansatz dass man Rechencentren zu einer Wirtschaft oder zu Objekten von besonderem staatlichen Interesse erklärt und sagt dort werden Hürden abgebaut ähnlich wie es ja bei den Stromnetzen ist oder auch wie es beim Mobilfunk anlagen ist.
00:24:51: Digitalisierung braucht Rechenzentren, aber die Rahmenbedingungen für Datacenter in Deutschland sind nicht ideal.
00:24:57: Das gilt zum Beispiel für das Thema Stromverfügbarkeit, für das themagesellschaftliche Akzeptanz, aber eben auch regulatorische Vorgaben.
00:25:04: Günther Eggers sagt es braucht einen klaren politischen Willen am Ende natürlich auch den Dialog zwischen Wirtschaftspolitik und Kommunen und am Ende entsprechende regulatorische Vorgaben in Form realer Gesetzesänderung wenn Deutschland als Datacenterstandort, als Digitalstandort letztlich ja international Wettbewerbsfähig bleiben will.
00:25:25: Ich hoffe ich habe das einigermaßen gut zusammengefasst.
00:25:28: Günter herzlichen Dank für deine Zeit!
00:25:30: Ja, ich finde es immer wieder spannend direkt mit den Betreibern von Rechenzentren zu sprechen und auch Günther Eggers haben wir ja das ein oder andere Mal schon in diesem Podcast hier gehabt.
00:25:43: Ich durfte ihn auch schon live treffen in einem Rechen-Zentrum und jeder der da mal drin war oder zumindest versucht hat mal reinzukommen weiß dass gar nicht so leicht.
00:25:50: also wer dann nicht angemeldet ist und ich sage mal vierundzwanzigmal abgetastet und in Personen vereinzelungsanlagen durchgeschleust wird er kommt eben einfach gerade auch überhaupt nicht rein weil das sind wirklich extrem geschützte digitale Infrastruktur.
00:26:02: Ja, und da steckt natürlich auch ganz viel Technik drin.
00:26:05: Und ganz viel Sicherheitstechnologie.
00:26:08: Es sind hochkomplexe Nervensysteme der digitalen Welt.
00:26:11: Die werden nicht nur von den Betreibern allein geschaffen, sondern das Resultat einer guten Zusammenarbeit von vielen Akteuren.
00:26:19: Damit Rechenzentren zuverlässig laufen und Daten verarbeiten können, benötigen diese starke Technologiepartner und Zulieferer.
00:26:26: Denn mit den steigenden Anforderungen an die Datacenter selbst muss sich auch die Infrastruktur dahinter zuverlässig weiterentwickeln.
00:26:33: Wieso eine Zusammenarbeit ganz konkret im Bereich Elektrifizierung und Automatisierung aussieht?
00:26:37: Das können unsere heutigen beiden Interviewgäste uns mal sehr schön erklären.
00:26:41: Ich freue mich sehr, denn wir sprechen jetzt mit Carsten Paet, Director Sales in Solutions Central Europe und Sebastian Baer, Key Account Manager für Co-Location Data Center bei ABB.
00:26:50: Herzlich willkommen im Ohr am Netz!
00:26:52: Hallo Willkommen im Podcast ihr zwei!
00:26:53: Hallo Sven!
00:26:55: Sebastian Rechenzentren haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen.
00:26:59: Wie erlebt ihr diese Entwicklung im europäischen Markt?
00:27:02: Ja also würde ich aus unserer Perspektive erst mal zu hundert Prozent natürlich unterstreichen, gerade wir beide als Gesprächspartner jetzt auch sehr stark in diesem Rechenzentrums-Geschäft aktiv sind.
00:27:13: Und deswegen ist das natürlich auch absolut persönlich und natürlich auch geschäftlich ein super spannendes Umfeld ist.
00:27:21: Klar sehen wir auch dass der europäische Rechencentrumsmarkt sehr rasant wächst getrieben durch KI, Cloud Computing, digitale Souveränität all die ganzen Themen.
00:27:32: Also natürlich auch sehen ist das der Strombedarf von Rechenzentren in Europa.
00:27:37: zwischen zwanzig ja vierundzwanzig hat man da mal angenommen und zwanziger, dreißig voraussichtlich um hundertfünfzig Prozent steigen wird und dass natürlich ein zentraler Bestandteil der nationalen Energie- und Digitalstrategien dadurch Was völlig richtig ist auch aus unserer Perspektive.
00:27:52: Und was wir auch sehen, dass sich das Wachstum natürlich langsam verlagert von so traditionellen Hubs wie Frankfurt oder Dublin in Regionen mit besserer Netzverfügbarkeit und... geringerer Netzbelastung, also strategische Investitionen in die Stromnetze sind somit entscheidend für die Wettbewebsfähigkeit jetzt.
00:28:11: In diesem, wie sagt man so schön, KI-Zeitalter oder ja nur so wird man glaube ich diesen Wachstum von auf bis zu dreißig Gigawatt in den kommenden fünf Jahren auch Stand halten können.
00:28:20: und das sehen wir im Prinzip über den kompletten europäischen Markt.
00:28:23: Ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass mittlerweile wirklich auch bei jedem Politiker oder jeder Politikerin angekommen ist, dass Rechenzentren eben essentiell wichtig sind für einen stabiles Rückgrat der digitalen Infrastruktur und gerade in Zeiten wo immer alles digitaler wird und alle nach digitaler Verwaltung schreien und natürlich eben KI du hast es grad schon gesagt auch ein großes Thema ist.
00:28:40: Das sind dann wahrscheinlich schon die Gründe warum Rechencentren auf einmal auch ins Zentrum zentrale Infrastrukturfragen geraten sind oder Karsten?
00:28:47: Ja also abgesehen da davon, dass ja ein großer der tagtäglichen öffentlichen Prozesse nur zu bewerkstelligen sind.
00:28:54: Wenn man entsprechende digitale Infrastruktur und Datennutzung hat sich an Rechenzentren die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa.
00:29:02: Ich würde das mal vergleichen mit Investitionen in Automatisierungstechnik in den früheren Jahren.
00:29:07: nur die Volkswirtschaften, die da auch weiter investiert haben wir schon gewisses Level hatten.
00:29:11: Die sind auch weiter produktiv geblieben ... und konnten sich da im globalen Wettbewerb entsprechend behaupten.
00:29:16: Also, da ist ein Ausbau der Rechenzentrumskapazität ganz maßgeblich... ...und in dem Zusammenhang mit diesem Ausbau dieser Rechencentrumskapazität wird es natürlich auch immer wichtiger,... ...dass die Infrastruktur drumherum mitwächst.
00:29:27: Die Rechenzinnung werden mehr und werden größer.
00:29:29: Und dann muss man natürlich entsprechende Planungsmaßnahmen vorsehen,... ...daß das ganze Netz dafür auch entsprechend ausgestattet ist.
00:29:36: Wenn's mal zu einem Engpass kommt, dass haben wir letztes Jahr in Spanien gesehen,... ...dan kann es nämlich relativ schnell kritisch werden.
00:29:43: Und das geht dann auch direkt mit dem Thema öffentliche Sicherheit einher.
00:29:47: Insofern Rechenzentren brauchen wir, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
00:29:50: Infrastruktur muss wachsen damit wir dementsprechend einbetten können.
00:29:54: Wo positioniert ihr euch mit ABB entlang der Wertschöpfungskette von Rechencentren aktuell?
00:29:58: Also generell sind wir als ABB ein global tätiges Unternehmen im Bereich Automatisierungstechnik Antriebstechnika und Elektrifizierung und bei Rechen Zentrem liegt damit unser Schwerpunkt unserer Fokus auf die Energieinfrastruktur und Leittechnik im Rechenzentrum, also Mittelspannung, Niederspannungen, USV-Anlagen, Automatisierungs- und leittechnische Lösungen.
00:30:19: Und außerhalb des Rechencentrums alles was den Anschluss ans Netz unterhalb der Hochspannung
00:30:24: anbetrifft.".
00:30:24: Okay das ist ja erstmal schon mal schön wenn es schon mal da ist.
00:30:26: aber das ist wahrscheinlich auch eine der Anforderungen oder auch Herausforderungen in Zeiten von immer mehr wachsendem ich sage mal rechen Zentrum bedarf.
00:30:33: Sebastian welche neuen Anforderung seht ihr aktuell in Projekten mit Blick jetzt auf Skalierung und Geschwindigkeit weil wir brauchen Sehr schnell, sehr viel mehr Rechenkapazität.
00:30:41: Gerade zu explosionsartig teilweise durch KI getriebene Nachfrage oder eben durch die KI die getriebenen Nachfrage dann am Ende des Tages.
00:30:49: und was wir sehen ist das Betreiber mehr und mehr verlangen modulare vorgefertigte Systeme zum Einsatz zu bringen, die eben schnell bereitgestellt werden können und ja vor gefertigt werden können an anderen Orten als dem, wo das eigentliche Rechenzentrum entsteht.
00:31:06: Da geht es dabei um vorgefertigte Module, ich sag mal Rechencentrum selber oder auch um die Versorgung rundherum auch um die Versorgung rundherum.
00:31:13: Und das ist tatsächlich, genau tatsächlich ein ganz interessanter Aspekt.
00:31:16: Ich denke modulares Bauen ist sowieso... ich denke wenn man sich in Deutschland mit der Bauwirtschaft beschäftigt und modulares Bauen sehr prägnantes Thema ja nicht nur im Rechenzentrumsmarkt aber die Kurve gerade in der technischen Infrastruktur im Rechenzentrungsbau hin zu diesem modularen vorgefertigten System ist sehr stark und man versucht eben dadurch auch Verzögerungen, ich nenne es jetzt mal Verzöserungen in anderen Bereichen wieder aufzuholen.
00:31:42: Also wenn ich zum Beispiel lange für einen Netzanschluss brauche, aber vielleicht durch Einsatz anderer Systeme dort etwas zügiger bauen kann, hilft das gegebenenfalls am Ende des Tages um hier skalierbar zu sein und insgesamt schnell zu sein.
00:31:55: mit dem fertigen Projekten ist ja egal wo man Zeit spart Hauptsache insgesamt sparten an Zeit genau und das geht dann einher mit so Themen wie höhere Leistungstichten, schneller in Betriebnahme und Verkürzung der Projektlaufzeiten was natürlich wiederum, weil wir haben jetzt eben gerade schon über das Thema Standortfaktor so ein bisschen ja gesprochen.
00:32:13: Was natürlich dann wieder hilfreich ist wenn wir hier gegebenenfalls auch web bewährsfähig sein wollen als Garantmarkt.
00:32:19: Jetzt haben wir grad schon gehört.
00:32:20: also Standort ist natürlich immer wichtig und es gibt gar nicht so viele Standorte sag ich mal wo man sagt da stelle ich einfach mal eben Rechenzentrum hin oder anders da wo ich gerne einen rechten Zentrum hätte ist vielleicht nicht unbedingt der optimale Standort.
00:32:30: aber was ist denn noch entscheidend um den stabilen und ausfall sicheren Betrieb von Rechencentren zu gewährleisten Karsten?
00:32:35: Also ich würde das mal unterteilen in drei Bereiche.
00:32:37: Das eine ist die Planung, dann haben wir den Betrieb und das dritte ist die Wiederherstellung des normalen Betriebszustandes.
00:32:43: wenn es dann doch mal zu einem Fehlerfall kommt bei der Planung sowohl was die Rechenzentrums Architektur anbetrifft wie auch den Netzanschlusspunkt da hat man natürlich zum einen gewissen Status Quot.
00:32:53: zum jetzigen Zeitpunkt aber muss natürlich auch gucken wie entwickelt sich das Ganze über die Jahre, weil man hat zum einen das Rechenzentrum selbst.
00:33:00: Was der Sebastian ja gerade auch schon sagte, das wächst potenziell wird hochskaliert und gleiches passiert auch mit erneuerbaren Energien, Photovoltaik Windkraftanlagen eventuell Bestsysteme alles das am Netz Anschlusspunkt.
00:33:11: Das heißt da muss man schon direkt wenn das Rechenzentrum quasi geplant wird gucken und überlegen was passiert da eigentlich in der Zukunft damit die Betriebsmittel die man später einsetzt nicht nur jetzt sondern auch in der Ich gehe da beispielsweise auf das Thema Kurzschlussleistung ein, wenn die nämlich wächst über einen gewissen Grad hinaus und kann das hinterher zu entsprechenden Herausforderungen führen.
00:33:34: Wenn wir dann weitergehen in das Thema Betrieb... Die Betriebsmittel in so einem rechten Szenon liefen natürlich auch Daten.
00:33:40: Diese Daten kann man sehr schön auswerten, in den Cloud geben und mithilfe von Analyseverfahren teilweise auch KI gestützt eine präventive Wartung ermöglichen sodass ein Wartungspersonal relativ effizient auch im Vorfeld schon ablesen kann okay das und dass muss ich eigentlich an dem Betriebsmittel machen, damit es gar nicht erst zu irgendeiner Störung kommt.
00:33:57: Und wenn es mal dazu kommt da gibt es auch verschiedene Lösungen.
00:34:01: gibt dann als zwei Beispiele zum einen gibt es Wenn wir jetzt auf unsere Spezialität Anlagen zu sprechen kommen Schnell-Erdersysteme, das Windkutschloss entsteht.
00:34:09: Dem sehr schnell die Energie entzogen wird so dass die eigentlichen Betriebsmittel kaum wirklich einen Schaden nehmen und sehr schnell wieder zuschaltbar sind.
00:34:15: oder es gibt auch Automatisierungslösungen die wenn man ein Mittelsprungring hat ohne dass man manuell großartig eingreifen muss die Energie wieder so umleiten dass im eigentlichen betrieb kaum eine Störung wahrnehmbar ist.
00:34:25: Das sind alles Möglichkeiten die es heutzutage schon gibt.
00:34:28: wie gesagt wenn man davon der Planungbetrieb bis zur Aussingung der Betriebsmittel das alles einhält Da hat man eine sehr gute Bandbreite an Möglichkeiten.
00:34:36: Super, auf USV beziehungsweise Batteriesprecher kommen wir gleich.
00:34:39: aber vielleicht nochmal ganz kurze Frage an dich Sebastian was gibt es denn für neue Anforderungen die jetzt entstehen durch KI-Anwendung und eben die steigende Leistungstichte die du gerade schon erwähnt hattest?
00:34:47: Also ist da irgendwas Neues dazugekommen oder ist das einfach nur genau das Gleiche?
00:34:50: Nur eben schneller und doller?
00:34:52: Nicht nur.
00:34:52: also gibt's schon einige technologische Themen die jetzt sehr stark im Rechenzentrum auch getrieben werden Darken Druck, den Betrieb zu optimieren und die sogenannten Tokens pro Watt zu erhöhen.
00:35:07: Das heißt es kommen Hochleistungsrechner mit neuen Technologien wie zum Beispiel eighthundert Volt DC also achthundert volt Gleichspannung oder eben auch so Themen wie Solid-State Transformatoren, die in den kommenden Jahren auf dem Markt gehen werden und der Einsatz dieser neuen Technologie erfordert dann natürlich auch irgendwo einen Umdenken elektrischen Architektur und mit so Themen wie Selektivität, Backup-Systeme.
00:35:32: Das wären wir sehr elektrotechnisch.
00:35:33: aber das Thema Building Blocks in diesem Kontext bekommt nochmal einen anderen Fokus.
00:35:38: also das heißt der Fokus verschiebt sich weg von einzelnen Produkten hin zu ganzheitlichen Lösungen, die sicherlich auch durch Blubrins großer Konzerne in diesem Umfeld tätig sind getrieben werden.
00:35:50: Jetzt hatte ich gerade schon gesagt USV hat das ja vorhin schon erwähnt also sozusagen die Sicherheit gegen Stromausfälle auch noch so kurze Art dafür gibt es... Ich war im Rechenzentrum hier in Berlin riesige Räume voll mit, ich nenn's mal ganz platt Autobatterien wo erstmal für den Linen der Strom durchläuft dass wenn hinten kein Strom mehr kommt der Rechner dahinter gar nicht unbedingt merkt dass gerade keinen Strom mehr kommen und man paar Sekunden bis vielleicht ein paar Minuten Zeit hat zu reagieren, um die Dieselgeneratoren anzuschmeißen oder eine andere Stromversorgung anzuschließen.
00:36:17: Sind diese Batteriespeicher auch für die Zukunft noch das Mittel?
00:36:21: Oder gibt es da schon neue Dinge?
00:36:23: Also Sven, du hast das sehr schön gerade schon beschrieben ich mache nochmal etwas größeren Bogen.
00:36:29: wir haben im Augenblick in Deutschland schon sehr viele Batterie-Speicher größere Bestsysteme genehmigt die ans Netz gehen.
00:36:35: Die sind von ihrer Technologie große Batteriespeicher im gewisser Weise artverwandt zu dem, was wir als USV-Anlagen in Datacentern haben.
00:36:45: Von der Anwendung her haben die allerdings ihren Schwerpunkt darauf für mehrere Stunden die Erzeugung oder halt nicht Erzeugungen von erneuerbaren Energien insbesondere auch wirtschaftlich zu glätten während wir bei den USV Anlagen primär den Anwendungsfall haben das dort für einige Minuten technisch erstmal die Energie zur Verfügung gestellt werden muss bis der Netzersatzanlagen dann entsprechend reinspringen.
00:37:06: Beide haben einen entsprechenden ökologischen Footprint, also es ist schon interessant zu überlegen kann man da eventuell was miteinander kombinieren.
00:37:13: Ist jetzt nicht so ganz trivial hängt auch ein bisschen vom Einsatz von der Applikation ab.
00:37:19: wenn beispielsweise mal die Rechenzentren dahingehend dass sie von der Variabilität ihrer Last dann eine gewisse Steuerbarkeit vorhanden ist.
00:37:28: Dann kann so ein Rechen Zentrum Beispielsweise auch in ähnlicher Weise fungieren wie ein Bessystem.
00:37:34: Ja, so ein bisschen wie die Idee.
00:37:35: wir haben alle Elektroautos, die stehen in der Garage und solange sie am Netz hängen sind Sie ein Energiespeicher für das Haus im Zweifelsfall.
00:37:41: Das war ja glaube ich mit Smart Grids mal eine Idee für ein mobiles Deutschland der Zukunft ist so ein bischen ähnliche Idee?
00:37:47: Das ist eine ähnlichen Idee insbesondere was die bessere Anlagen anbetrifft.
00:37:50: Ich komme gleich auf noch eine mögliche Lösung, wie man es tatsächlich kombinieren kann.
00:37:54: Es gibt auch im Hinblick auf die neuen Chip Designs gewisse Denkanstöße dass man da auch bereits eine Bessanlage im Datacenter mit höherer Energielaufzeit integriert.
00:38:03: dann kann natürlich auch so ein Rechenzentrum als Gesamtkonzept in der Energieinfrastruktur beispielsweise interessant werden für Netzbetreiber der normalerweise sagen würde okay hier passt so einen Rechencentrum jetzt nicht hin aber mit der Auslegung kann das sogar net stabilisierend sein.
00:38:19: Seins DAWB haben wir eine interessante Lösung.
00:38:21: Die sieht die USV-Anlage nicht mehr auf der Niederspannungsseite vor, sondern auf der Mittelspannungseite.
00:38:26: Das geht ein bisschen in diese Stabilisierungsrichtungen und hat zeitgleich auch den Vorteil dass die nachgelagerten Komponenten wenn man beispielsweise mal die Chips upgraden möchte das man dann etwas höhere Flexibilität haben.
00:38:37: Okay klingt super spannend und klingt auch total logisch und nachvollziehbar!
00:38:40: Und noch einen Faktor auf dem ja jetzt sozusagen Rechenzentren ich sage es mal vorsichtig neuerdings mehr und mehr einzahlen oder auch einzahlen müssen ist ja auch die Wärmeversorgung Gebieten, aber sehr wohl auch in Wohngebieten.
00:38:53: Also Abwärme von Rechenzentren ist ja nicht mehr einfach Abwämme sondern ist ja seit einigen Jahren wertvolle Ressource weil im Endeffekt kostenlose Wärme.
00:39:02: Auch das ist natürlich einen Faktor der mehr und mehr eine Rolle spielt und auch dafür sorgt dass Rechen Zentren gefühlt durchaus näher an Wohngebiete ranrutschen oder?
00:39:09: Ja absolut!
00:39:10: Das ist ein super spannender Punkt und tatsächlich ist da auch ein riesen Bereich indem man noch weiter optimieren kann durch zum Beispiel den Einsatz der elektrischen Systeme, die dort wiederum ausgeführt werden.
00:39:23: Also was wir dort haben sind dann um dieses – ich nenne es jetzt mal diese Leistung zur Verfügung zu stellen also die Wärmeleistung zur verfügung zu stellen ist ein massiver Einsatz von Pumpentechnologien, also Antriebe.
00:39:34: Womit wir wiederum über elektrische Verbraucher reden die im Rechenzentrum betrieben werden müssen und dann Service erbringen am Ende des Tages hier Systeme einzusetzen die eben hoch effizient sind sehr effektiv laufen die geringe ich sage mal elektrisches Auswirkungen haben wir jetzt nicht zu tief in die Elektrotechnik abtauchen an der Stelle.
00:39:57: aber Die dem Betreiber des Rechenzentrums, das sage ich mal einfach machen ist ein sehr großes Feld und wir als AWB denken dass dort auch viel Optimierungsbedarf und Optimierungsmöglichkeiten vorhanden sind in diesem System.
00:40:12: Also Rechenzentren sind in Anführungszeichen wirklich aktuell in aller Munde.
00:40:16: Haben es auch schon genug Leute, ich sage mal bei den Entscheidern und Entscheidern verstanden dass sie eben mehr sein können als nur das Rechen Zentrum an sich sondern nämlich vielleicht ein Baustein für eine resilientere Energie oder auch Wärmeversorgung?
00:40:27: Oder ist das noch was wo wir ran müssen damit Rechencentren in Europa zukunftsfähig bleiben?
00:40:31: Ich bin der Meinung, wir müssen da unbedingt ran.
00:40:33: Und ein Schlüsselpunkt ist da die Modernisierung der Stromnetze und Einsatz modularer Elektrifizierungslösungen.
00:40:38: speziell wenn man nach Deutschland gucken, ich komme nochmal wieder auf das Thema Standortfaktor muss das höchste Priorität haben und da geht sicherlich dann viel noch mal wieder um das Thema Automatisierung aber auch um das thema KI gestützte Energieoptimierung.
00:40:52: Also sie wird dann noch beiflichten Wenn ich mir angucke auf den Veranstaltungen, wo wir sind.
00:40:57: Da ist doch relativ häufig auch das Thema wie macht man die kommunale Wärmeplanung?
00:41:01: Da sind Experten dann auch von den entsprechenden Kommunen, die erklären dann was wird im Bereich Fernwärme gemacht, wo wird man Wärmepumpen, was ja auch ein potenziell neuer großer Verbraucher im Netz sein kann, wie werden die entsprechend ausgelegt?
00:41:12: und da werden auch Rechenzentren mittlerweile mit eingebunden.
00:41:15: also Ich glaube Das Thema ist verstanden dass hier neue Möglichkeiten sind.
00:41:19: wird es schon realisiert?
00:41:21: Ja, wir haben die ersten Rechenzentren wo wir sehr eng mit unseren Kunden an solchen Konzepten entsprechend arbeiten und wo wenn das Ganze mal realisiert ist man auch wirklich mit Stolz sein kann.
00:41:30: Hier ist tatsächlich eine Rechencentrum gebaut worden was diese Abwärme nicht einfach irgendwo hinbringt sondern tatsächlich nutzbar macht.
00:41:37: Aber bis wir das, ich sage mal im hochskalierten Bereich wirklich haben ist es wahrscheinlich wie mit anderen Bereichen auch in dem Bereich der Wärmeversorgung.
00:41:44: Das fährt noch eine gewisse Zeit dauern.
00:41:46: Ja weil nur weil man abgeben muss heißt es ja nicht dass da jemand bereit steht der auch abnehmen will oder kann.
00:41:51: also da ist auf jeden Fall an allen Seiten dran zu arbeiten.
00:41:54: aber es ist ne spannende Vision und auch ein Weg den wir einfach gehen müssen glaube ich um eben auch die Wärmewände hinzubekommen.
00:42:01: so nennen wir das hier in Berlin und Brandenburg.
00:42:02: Super spannend.
00:42:03: vielen vielen Dank für diese Insights an Carsten Pete Director Sales Solutions Center Europe und Sebastian Beerky, Account Manager for Colocation Data Center bei ABB.
00:42:12: Also es ist nicht einfach nur das Rechenzentrum selber sondern sehr viel drum herum was eine wichtige Rolle spielt um eben auch in Zukunft resiliente und stabile Rechencentren als Rückgrat unserer digitalen Gesellschaft hier in Deutschland oder Europa zu haben.
00:42:24: Euch beiden vielen Dank und bitte schön weiter daran arbeiten!
00:42:26: Ja, spannendes Interview.
00:42:29: Falls jemand noch mehr von Sebastian und Carsten hören möchte kann sie und zahlreiche weitere Expertinnen der Branche beim diesjährigen Datacenter-Export Summit und dem Award.
00:42:43: Wir haben ja eingangs schon erwähnt, am zehnten und elften Juni in drei Eichen.
00:42:49: den Link zum Event findet ihr natürlich auch noch mal in den Schoen.
00:42:52: In diesem Jahr gibt es sogar eine Besonderheit erstmalig findet eine Datacentre Legal Masterclass mit Fieldfischer statt.
00:42:57: die widmet sich rechtlichen Schlüsselthemen entlang des gesamten Rechenzentrums Lebenszykluses und richtet sich sowohl an die Geschäftsführung als auch ans Management und Entscheidenden und Entscheider und Rechtsabteilungen aus der Branche, einen ersten kleinen Appetizer haben wir mal mitgebracht in dieser Folge des Podcasts.
00:43:28: Thanks for having me.
00:43:29: Freue mich hier zu sein, frisch befördert Senior associate!
00:43:34: Sehr gut Glückwunsch dazu.
00:43:35: sehr schön wird ihr sofort vermerkt ja lass uns mal über das Backbone des Internets reden.
00:43:40: was genau ist denn damit jetzt aus eurer Sicht gemeint?
00:43:42: Ja Backbone sprecht über hochgeschwindigkeitsstraßen Glasfaserkabel und dergleichen und als Backbone bezeichnet man wenn die Leitung besonders kritisch ist also wenn Ziel Besonders viel Aufmerksamkeit braucht und man sieht besser, auch aus rechtlicher Sicht besonders sorgfältig behandelt weil da viele Kunden dran hängen.
00:44:01: So genau bevor wir da reingehen.
00:44:02: also wir haben jetzt erstmal schon mal festgestellt die ganze Folge dreht sich ja ums Thema Rechenzentren.
00:44:05: Wir haben schon gehört es ist nicht nur der Standort wichtig sondern natürlich ist auch der Stromanschluss Und eben die Netzverfügbarkeit wichtig.
00:44:11: aber wenn ich ein rechen Zentrum habe dann muss ich die Daten noch irgendwie hin und wieder weg kriegen.
00:44:14: deswegen reden wir jetzt so ein bisschen über all das was da im Hintergrund mitspielt und Deswegen sind sozusagen ist dieser Backbone oder dieses Backbone auch so wichtig für unsere Gesellschaft, wenn jetzt zum Beispiel neue Glasfasertrassen gebaut werden müssen.
00:44:27: Wie läuft es heute ganz konkret ab?
00:44:28: Also
00:44:29: z.B.,
00:44:29: wenn die Leitung über fremde Grundstücke geführt werden sollen oder manchmal gehen sie auch durch verschiedene Gemeinden – das ist ja nicht so dass man einfach ein Kabel abrollt und fertig Sagen wir mal, am Anfang steht ein Kunde.
00:44:39: Das kann ein Rechenzentrum sein.
00:44:40: Teilweise machen Rechencentrumsbetreiber auch selber Telekommunikationsleistungen.
00:44:44: Manchmal gehört das zum Paket mit dazu und dann wird zunächst geplant.
00:44:49: also wo soll die Trasse lang gehen?
00:44:51: Was ist der effektivste Weg?
00:44:52: Wo brauche ich die wenigsten Genehmigungen?
00:44:55: Wo spare ich am meisten Kosten?
00:44:57: Das muss nicht zwangsläufig die kürzeste Strecke sein Ja, das sowieso.
00:45:03: Man schaut sehr gerne wo sind die vielleicht auch schon bestehende Leitungen?
00:45:06: Wo ist eine Straße an der ich mich lang führen kann?
00:45:09: es lässt sich nicht vermeiden dass man dann auch mal über privaten Kunden muss oder über eine Fläche die man jetzt nicht schon Kraft einer Genehmigung der Bundesnetzagentur dann nutzen kann.
00:45:19: da muss man eben mit den Eigentümer sprechen oder auch Mal mit Städten und Gemeinden.
00:45:24: Aber am Anfang würde ich sagen sagen wir da steht der Kunde Dann kommt ein Planungsbüro Die machen das die helfen auch maßgeblich dabei, die Genehmigung zu holen.
00:45:33: Und in meiner Praxis ich komme dann ins Spiel wenn eben mit einem Eigentümer einen Vertrag geschlossen werden muss und das ist nicht das Standardtemble etwas der man dann von uns hat zum Beispiel.
00:45:42: Also Beispiel!
00:45:43: Ich sage mal hier im Rechenzentrum will jetzt hier irgendwie von A nach B ein Glasfaserkabel legen und der günstigste und einfachste Weg wäre einmal quer über meinen Grundstück.
00:45:51: da komme ich denn als Grundstücks-Eigentüme ins Spiel und sage ne will ich nicht?
00:45:55: Kann ich dabei bleiben oder gibt es da höheres Recht was sagt ja musst du aber?
00:45:59: Das ist die erste Teil der Frage und wenn ich sage, ja will ich aber ich will dafür xy Euro.
00:46:03: Da das es dann der Punkt wo ihr anfängt zu verhandeln zu diskutieren und Vertragwerk aufzusetzen oder?
00:46:08: Ja der finanzielle Teil dieses Nutzungsendgeld was man dafür zahlt dass es üblicherweise zu vernachlässigen.
00:46:14: Das spielt selten eine Rolle.
00:46:15: Das Nutzung endgelt wird nur dann spannend wenn man jetzt noch einen Container auf der Strecke hat jetzt mal ganz flapsig fünf Wochen also eine Verstärkerstation um das wieder zu verstärken.
00:46:24: Das kann einmal ein bisschen wirtschaftlich sein die Verhandlung.
00:46:27: Ansonsten machen wir das auf Eigentümerseite und Betreiberseite.
00:46:31: Da ist dann ganz maßgeblich Duldungspflichten, die man hat wenn es eben nicht zustande kommt.
00:46:36: Auf eigentümers Seite, wenn wir da verraten, dann schauen wir ganz gerne drauf, wo läuft die Leitung lang?
00:46:42: Weiß ich dass der Betreber, wenn er's baut, nicht meinen Parkplatz blockiert für einen Tag?
00:46:48: denn dann habe ich eventuell, wenn das zum Beispiel ein großer Möbelhändler ist, ein erhebliches Problem.
00:46:52: Das wird dem gar nicht gefallen.
00:46:54: Wenn er nur am Rand über den grünen Streifen, der zum Kunststück gehört, noch führt alles fein solange ich ihm jetzt nicht hafte für ob da nun noch bestehende Leitung liegen oder nicht.
00:47:04: das soll er sich in Bill- oder im Grundburauszug gerne selber anschauen so dass auf Eigentümerseite auf Betreiberseite will ich natürlich die Fläche betreten können.
00:47:16: Das klingt so total nett und schön, man quatscht dann mit den beiden Parteien und dann überlegt man sich warte mal, ja?
00:47:22: So eine Leitung geht ja teilweise über viele Kilometer und gerade im enger besiedelten Raum oder vielleicht sogar hundert verschiedene Grundstücke, mit wie viele Leuten müsst ihr denn im Schnitt dann da überhaupt verhandeln diskutieren reden damit nachher wirklich auch mal irgendwo ein Spatenstich stattfindet.
00:47:37: Es geht tatsächlich.
00:47:38: wir kommen dann punktuell zum Einsatz oder ich jedenfalls hoffe ich dass das im Hintergrund so läuft.
00:47:43: Da gibt es Muster-Templates und gerade in einem privaten Eigentümer wird das hingelegt und ich hoffe der unterzeichnet das einfach was wir dargestellt haben.
00:47:51: Spannend wird's Auf Eigentümer Seite, wenn er uns das schickt.
00:47:55: Schaut mal drüber ob es da Redflex gibt.
00:47:58: oder auf Betreiberseite, wenn zum Beispiel eine Gemeinde ins Spiel kommt, die nehmen ihre eigenen Templates.
00:48:03: Zum Beispiel aktuell auf meinem Schreibtisch einen Deich!
00:48:07: der gequert werden muss.
00:48:08: Oha!
00:48:09: Jo, das kann hart werden, da darf man ja keinen Loch reinmachen ne?
00:48:11: Das ist tatsächlich so... Also Deich ist ein großes Wort ehrlich gesagt dafür.
00:48:15: es ist halt rechtlich eine Deich aber ich sehe da kein... Also es ist eher eine Bodenwelle ja, aber es ist ein Deich Aber es zählt als Deich.
00:48:25: und dann ist zu Thema Entwässerung.
00:48:27: Man sieht auch gerne vor so einem große Fläche, tatsächlich sollte mal der Fluss über die Ufer treten.
00:48:32: Also es klingt auf jeden Fall erst einmal nicht so nach langweiligem Standard Juristen Zeugs sage ich jetzt mal ganz dispektierlich sondern das klingt schon so als wäre das auch spannend das mit zu verfolgen.
00:48:41: Jetzt kommen wir zur Frage des Eigentums also an TK-Linien.
00:48:44: also welche Rolle spielt denn eigentlich am Ende wenn wir sagen wir haben höhere Interesse Wir wollen eine digitale Gesellschaft werden wir brauchen Rechenzentren die müssen vernetzt werden wir brauchen Strom wir brauchen aber eben auch sozusagen die Datenverbindung Spielzeug.
00:48:54: überhaupt noch ne Rolle wem da was gehört?
00:48:56: hofft man die überhaupt?
00:48:59: Und um wem gehören sie?
00:49:00: Ja, da hatten wir neulich eine Frage.
00:49:02: Da wollte ein Kunde gerne das Recht haben dass er die Leitung später auch einfach mal kauft und erwirbt und das sollte ganz einfach in diesen Kundenvertrag rein.
00:49:14: ich würde wirklich gerne sagen ja machen weil es ist ganz einfach ist möglich aber am Ende ist es einen sehr spannender Vorgang so ein Verkauf.
00:49:21: also es gibt so drei Punkte.
00:49:23: ganz kurz nennt erster Punkt Konzeption.
00:49:26: Wo läuft die Trasse lang?
00:49:27: Was für Rechte habe ich da entlang und möchte zum Beispiel wirklich Eigentum haben, geht es mir darum.
00:49:33: Genügt auch Mit-Eigentum Sondernutzungsrechte sind da auch noch.
00:49:36: ein Stichwort wird heutzutage ganz gerne gemacht also diese Konzeption einmal aufzusetzen.
00:49:41: das ist der erste Punkt.
00:49:42: Der zweite ist darf ich überhaupt verkaufen?
00:49:44: gerade wenn man so in Kobühltstrukturen steckt oder wenn einem nur eine Trasse in einem Leerrohr gehört dann Ist dass ein Markt wo jeder so gerne seine Hand drauf hält.
00:49:55: Und dann sollte man sehr genau schauen, darf ich es wirklich einfach so verkaufen?
00:49:58: Brauche ich eine Zustimmung?
00:50:00: Ich würde Change of Control und die Partei auf der anderen Seite.
00:50:03: ist das gegeben.
00:50:04: Falls jetzt nicht in Kunde sondern ist es gegeben falls ein anderer Telekommunikationsanbieter einen Wettbewerber?
00:50:10: da gibt's eben große Platzhörsche und dann gibt es regionale Anbietern und je nachdem ist das sehr differenziert ausgestaltet.
00:50:16: und der dritte Punkt am Ende ja Eigentum klingt erst mal gut und Sondernutzungsrecht klingt auch erstmal gut.
00:50:23: aber Die ganzen Rechte, die ich da auf der Strecke habe.
00:50:26: Da ist ein private Eigentum, da ist eine Straße, hier hat mir die Gemeinde eine Grünfläche zur Nutzung überlassen.
00:50:32: Darf ich die Rechte einfach nach all diesen Verträgen?
00:50:35: Darf das überall genauso machen und dann kommt es tatsächlich vor und in den Momenten geht einem das Juristenherz über man hat einen Netzwerk und dann ist ne Lücke in der Mitte weil dieser Fläche der Verkäufer beispielsweise kein Eigentuum hat Sondern selber nur einen Nutzungsrecht hat.
00:50:53: oder beziehungsweise sagen wir, vielleicht hat er dort auch Eigentum.
00:50:56: Aber er darf es nicht übertragen und dann werden Grundbücher gewälzt und so.
00:51:00: Dann wird's richtig lustig wahrscheinlich?
00:51:02: Dann setzt man sich die komische Mütze auf, nimmt die Lupe in die Hand, die Pfeife in den Mund und fängt an richtig zu graben und zu recherchieren, oder?
00:51:08: Ja das Grundbuch vielleicht eher selten nur wenn es Dienstbarkeiten gibt.
00:51:11: Die würde ich mal im Grundbuch nachvollziehen.
00:51:13: ansonsten eben der Vertragstext Auf der anderen Seite, das sind ja am Ende lange Verträge mit riesen Anlagen um genau zu bezeichnen was wird verkauft.
00:51:23: Okay jetzt hast du gerade schon gesagt dass könnte komplex werden?
00:51:26: Was sind denn so die häufigsten rechtlichen Stolpersteine jetzt im Betrieb?
00:51:30: also wenn es zum Beispiel darum geht eine Wartung machen zu müssen oder Reparaturen?
00:51:34: Also wenn man sagt okay ja das haben wir jetzt da verbuddelt aber wir müssen dahin und wieder auch mal ran zum Beispiel.
00:51:38: Oder auch beim Verlegen selber, also du hast ja schon gesagt wenn man jetzt da irgendwie ein Bagger oder einen Container in die Möbelhaus einfahrt stellt dann könnte es sein dass der Besitzer oder Betreiber des Möbelhauses sagt er Freunde?
00:51:48: Nö!
00:51:49: Das wäre wirklich ganz schlecht weil der bekommt dann auch sofort nen bösen Anruf.
00:51:54: Ja Reparatur ganz oben auf jeden Fall die Reparaturen und das ist der andere Punkt ist dann die Funkibilität.
00:52:00: also Rechtsnachfolge Klauseln was darf ich machen?
00:52:03: das sind die würde ich jetzt sagen wichtigsten Punkte.
00:52:07: Also in den eigenen Templates ist das natürlich alles immer fein und glatt gebügelt.
00:52:12: Dann kommt aber mein Vertrag von der Gemeinde oder von der Stadt, da hat man plötzlich dass man nur das Grundstück betreten darf.
00:52:20: sagen wir es ist ein Feld- oder eine Parkanlage, darf man plötzlich nur Betreten in Abstimmung oder im besten Fall noch nach vorheriger Zustimmung und das geht natürlich nicht.
00:52:29: also klar backbauen vielleicht hast du ne Redundanz die hat dann aber vielleicht auch einen Umweg und ist ein bisschen weiter dadurch auch ein bisschen langsamer.
00:52:37: Aber angenommen, es gibt vielleicht sogar mal gar keine Redundanz der Worst Case.
00:52:42: wenn die Anlage auch nur dafür etwas länger als sein muss, still steht.
00:52:46: Also dann Wartungsverträge hat man ja entsprechende SLAs und sagen wir zwei vier acht Stunden Splicing so und so viel Kabel muss schnell gehen.
00:52:54: Ja!
00:52:54: Und da muss das Wetter mitspielen.
00:52:55: Das haben wir hier zumindest in Berlin gelernt, als es den großen Stromausfall gab im Januar.
00:53:00: Da war's sehr kalt, da was Splicings nicht ganz so einfach.
00:53:02: Das muss also alles ganz gut geplant sein und gut durchgeführt.
00:53:05: jetzt haben wir in Deutschland grundsätzlich das Problem.
00:53:07: Also wenn man sagt, wir brauchen ein neues Rechenzentrum.
00:53:10: Dann haben wir erstmal die Schwierigkeit mit dem Stromnetz.
00:53:12: das ist schon mal ein großer Faktor.
00:53:14: und dann haben wir aber auch die Schwichtigkeit dass es ewig dauert immer eine Baugenehmigung hat immer das ganze denn auch wirklich bauen kann.
00:53:19: Das zieht sich eh schon ewig hin und hinzukommen eben auch noch ich sage mal rechtliche Schwierigkeiten beziehungsweise zumindest Absprachen.
00:53:25: war aus deiner Sicht was wären denn sinnvolle Änderungen oder auch praktische Ansätze?
00:53:29: Die helfen könnten das Ganze zu beschleunigen also den Ausbau- und Aufbau von Rechen Zentren?
00:53:34: Also was würde den Backbone vereinfachen?
00:53:36: Beziehungsweise insgesamt alles.
00:53:38: Klar, Baurechtvereinfachung ist klar aber in dem Bereich Backbone was könnte hier helfen da nicht zusätzlich Zeit zu verlieren sage ich jetzt mal platt.
00:53:44: man muss ja sagen man ist schon sehr privilegiert.
00:53:47: also gerade wenn das Netz jetzt ein öffentliches ist und du schließt eine Mehrzahl an Kunden haben uns nicht nur für einen bestimmten Bereich dann hat man ja mit hundert fünfundzwanzig und hundert achtundzehn vier KG Rechte, auch das Duldungsrecht zum Beispiel von Eigentümern.
00:54:02: Da ist man schon sehr privilegiert.
00:54:05: wenn man diese Privilegierungen nicht hat weil man das nur intern macht so zwischen seinen eigenen Rechenzentren beispielsweise dann mag das alles ein bisschen komplizierter sein aber man ist da schon sehr priviligiert in dem Bereich.
00:54:16: Ein genereller Standard für diese Gestattungsverträge, diese Nutzung verträge über die Grundstücke.
00:54:22: Das finde ich spannend also so ähnlich wie man es zum Beispiel bei Dienstbarkeiten aus dem VdP kennt oder bei Mietverträgen mit ZIA bei Greenleases.
00:54:31: denn so kompliziert sind diese Verträge an sich nicht.
00:54:34: das sind immer wieder die gleichen Klauseln dass ist der gleiche Aufbau sie sind auch eigentlich nicht sehr lang aber doch Steht es überall gerade was Reparaturen angeht und Kostentragungsregelungen, Haftungsklauseln.
00:54:46: Es ist immer ein kleines bisschen anders.
00:54:48: Aber ein bisschen Standardisierung könnte helfen und dann eben mit kleinen individuellen Anpassungen anstatt immer bei jedem Vertrag quasi bei Null anzufangen?
00:54:54: Ja also ich beschwer mich nicht ne.
00:54:56: Ich freue mich über jeden Vertrag der da ein bisschen anders ausschaut.
00:55:01: und dass du Und es macht's auch tatsächlich ja spannend.
00:55:04: Tatsächlich auch spannend, aber auch Eigentümer.
00:55:07: Teilweise dann der Eigentömer für seinen eigenen Vertrag und hat seine ganz eigenen Vorstellung zum Beispiel was die Verlegung der Leitung angeht.
00:55:14: wenn er mal etwas in dem Haus plant das soll natürlich der Betreiber bezahlen handelt man dann immer wieder aufs Neue.
00:55:35: Ja, das sind immer so Sachen.
00:55:45: die hat man jetzt so ich sag mal als Otto-Normalverbraucher oder auch digital interessierter Mensch gar nicht auf dem Zettel.
00:55:49: Nämlich welch juristischen Fragestellungen gibt es denn eigentlich hinter so einem rechen Zentrum?
00:55:54: Es geht ja nicht nur darum dafür zu sorgen dass da Strom zur Verfügung gestellt wird und ein sicherer Raum und Kühlung Das ist ja das was die haushülle macht.
00:56:00: Wannen.
00:56:01: Da sind so viele mehr Themen die bedacht werden müssen bei der Konstruktion Und beim Bau und beim Betrieb eines Rechenzentrums.
00:56:07: Das Gute ist, dass die Expertinnen und Experten dabei helfen können.
00:56:11: Insofern gerne zum Datacenter-Expertshammet zwanzig sechsundzwanzig vorbeikommen und da eben dabei sein.
00:56:16: das lohnt sich auf jeden Fall.
00:56:18: also für Betreiber selbst aber auch für alle die verstehen wollen wie denn die gesamte Infrastruktur im Hintergrund eigentlich funktioniert.
00:56:23: Ja, genau.
00:56:24: Und für alle die danach immer noch nicht genug vom Thema Rechenzentren haben wir tatsächlich noch eine Event-Empfehlung wo ECO auch Partner ist.
00:56:31: am ersten und zweiten Juli findet nämlich in Düsseldorf die Handelsblatttagung Data Center Standort Deutschland Wettbewerb um digitale Infrastruktur Energie und Standorte statt bei der unter anderem auch ECO Geschäftsführer Alexander Rabe und ich glaube sogar auch andere ECO Kolleginnen und Kollegen sprechen werden.
00:56:49: Also wir haben in der Folge auf jeden Fall gemerkt, Redebedarf gibt es immer.
00:56:53: Immer wieder und auch auf jeden fall allemal.
00:56:55: Rechenzentren sind ein extrem spannender Bereich Und auch hier an dieser Stelle noch mal mein Tipp sollte euch im beruflichen Kontext irgendwann Mal die Möglichkeit geboten werden so einen ding von innen zu sehen.
00:57:04: Es ist beeindruckend.
00:57:05: das lohnt sich auf jedenfall.
00:57:06: wenn ihr die möglichkeit habt geht da rein.
00:57:08: Das war's für heute.
00:57:08: Wir hören uns eine nächsten folge wieder.
00:57:10: bis dann lasst euch gut gehen und tschüss.
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