KI-Souveränität – Können Deutschland und Europa KI?
Shownotes
KI-Souveränität ist eine zentrale Zukunftsfrage für Deutschland und Europa. Während Künstliche Intelligenz Wirtschaft, Verwaltung und digitale Infrastruktur verändert, wächst zugleich der internationale Wettbewerbsdruck. Europa steht vor der Aufgabe, technologische Abhängigkeiten zu reduzieren, eigene Stärken auszubauen und politische Ziele in konkrete Umsetzung zu bringen.
In dieser Folge von „Das Ohr am Netz“ sprechen Sidonie und Sven darüber, wie Deutschland und Europa im Bereich KI handlungsfähiger werden können. Im Mittelpunkt stehen digitale Infrastruktur, Cloud- und Rechenkapazitäten, Regulierung, Wachstumskapital, europäische KI-Unternehmen und der Einsatz von KI in Wirtschaft und Verwaltung.
Philipp Rösler ordnet die europäische KI-Debatte im internationalen Kontext ein und spricht über Abhängigkeiten von Hyperscalern, KI-Gigafactories und die Frage, woran sich echte technologische Souveränität messen lässt.
Malte Kosub gibt Einblicke aus Sicht des KI-Startups Parloa. Im Gespräch geht es um Skalierung aus Europa heraus, Infrastrukturabhängigkeiten, Regulierung, Wachstumskapital und die Chancen spezialisierter europäischer KI-Lösungen.
Dr. Fabian Mehring bringt die staatliche Perspektive ein. Themen sind Partnerschaften mit internationalen KI-Unternehmen, KI-Rechenzentren, der Transfer in den Mittelstand und konkrete Einsatzfelder in Verwaltung und Landesregierung.
— Redaktion: Christin Patricia Müller, Irmeline Uhlmann, Anja Wittenburg, Erik Jödicke Schnitt: David Grassinger Moderation: Sidonie Krug, Sven Oswald Produktion: eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.
Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:08: Hallo und willkommen zum Ohr am Netz zu einer neuen Ausgabe.
00:00:11: Hallo Sven, hallo zusammen.
00:00:14: Ja sag mal Sven wie ist es eigentlich bei dir?
00:00:16: KI ist ja ein riesen Thema inzwischen geworden.
00:00:19: Wie nutzt du das?
00:00:20: Wie häufig kannst du das irgendwie so mal über den Daumen fallen?
00:00:23: Also ich denke schon fast jeden Tag.
00:00:25: manchmal ist es dabei mir meine Idee zu geben meinen Text mitzuentwerfen.
00:00:28: ganz häufig ist es mittlerweile so.
00:00:30: Ich habe immer ganz gute idee wie ich eine Grafik gerne hätte bin aber grafisch total ungeschickt kann aber deswegen einem large Language Model erklären wie die Grafik aussehen soll und mittlerweile kommt es oft sogar richtig gut hin.
00:00:41: Also so Bilder generieren mache ich recht häufig und du?
00:00:43: Ja, also ist bei mir so ähnlich... Ich nutze das auch vor allem beruflich muss ich sagen.
00:00:48: Privat eigentlich nur für dieses typische was glaube ich viele machen so diese Sache.
00:00:52: Ich habe eine Frage, ich stelle sie einfach mal chatchi-ptiv.
00:00:54: So Alltagsgeschichten aber ansonsten beruflig so ähnlich wie Du.
00:00:58: Unterstützung bei der Ideenfindung, mal einen Text überarbeiten, mal ne knackigere Headline finden oder so.
00:01:05: Ja, so wie wir nutzen inzwischen relativ viele Menschen tatsächlich KI regelmäßig ganz normal im ihrem beruflichen und privaten Alltag.
00:01:13: Es gibt eine aktuelle Forsa Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbandes.
00:01:17: da haben schon zwei von drei Befragten, also sixty-fünf Prozent gesagt, dass sie KI Nutzer sind.
00:01:26: Dass jeder zweite befragte, also forty fünf Prozent nutzt KI tatsächlich mehrmals pro Woche.
00:01:31: zwölf Prozent immerhin über täglich und bei jüngeren Leuten ist das natürlich noch mal eine ganz andere Nummer.
00:01:37: Ja genau bei jungen Generationen.
00:01:39: Einenundneinzig Prozent haben KI schon genutzt, seventy-vier Prozent für Schule und Lernen.
00:01:43: klar ich meine wäre auch dumm ist nicht zu tun.
00:01:45: das ist eine Studie aus dem Jahr zwanzig fünfundzwanzig die Gymstudie ja und auch die Auswirkung auf die Arbeitswelt sind natürlich da.
00:01:51: Dreiundvierzig Prozent nutzen KI um sich weniger tief einarbeiten zu müssen, das kann natürlich riskant sein.
00:01:57: Fortzehn Prozent der Führungskräfte nutzen ist eine Umfrage aus diesem Jahr von der Wirtschaftswoche und heute geht es bei uns um KI-Souveränität.
00:02:05: die zentrale Frage wie bleiben Deutschland und Europa handlungsfähig?
00:02:10: Ja, genau.
00:02:11: Also wir haben ja schon das ein oder andere Mal über digitale Souveränität gesprochen.
00:02:15: Das ist ja ein Thema was gerade sehr intensiv diskutiert wird in den Medien auch in der Politik, gerade eben auch so angesichts der geopolitischen Vorkommnisse im Moment und im Grunde gehört KI-Souveränitäten natürlich in diesen Kontexten.
00:02:29: Es ist diese Frage wie bleiben Deutschland und Europa technologisch handlungsfähig bei KI?
00:02:37: Auch wenn eben viele der KI-Modelle und Cloudinfrastrukturen, die wir ja brauchen um KI verwenden zu können inzwischen aus den USA kommen.
00:02:46: Und Asien teilweise natürlich auch massiv entkommen ist.
00:02:50: Wir haben in dieser Folge spannende Blicke auf dieses Thema vorbereitet.
00:02:53: Bevor wir da in die Tiefe einsteigen gibt es aber erst mal ein paar Neuigkeiten aus der digitalen Welt.
00:03:05: Wir schauen zuerst auf den Referenten-Entwurf für ein Gesetz gegen digitale Gewalt.
00:03:10: Die Bundesregierung will Betroffene besser vor Hass, Deepfakes und Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Netz schützen.
00:03:15: Eco begrüßt dieses Ziel grundsätzlich, fordert aber praxistaugliche und rechtssichere Regeln.
00:03:21: Der Entwurf sieht unter anderem erweiterte Auskunftsansprüche richterlich angeordnete Kontosparrungen und neue Straftatbestände für Deepfake vor.
00:03:30: Positiv bewertet Eco den Richtervorbehalt bei der Herausgabe sensibler.
00:03:35: Er schafft Rechtssicherheit für Betroffene und Dienstanbieter.
00:03:38: Kritisch sieht der ECO mögliche Überschneidung mit dem Digital Services Act.
00:03:42: Nationale Regeln dürfen nicht zu Doppelregulierung oder widersprüchlichen Pflichten führen, außerdem warnt der Verband vor Overblocking.
00:03:50: wenn Plattform aus Angst vor Haftungen zu viel löschen könnten auch satire Journalismus oder rechtmäßige Meinungsäußerungen betroffen sein.
00:03:59: Der ECO fordert deshalb klare Definitionen standardisierte Verfahren Und mehr Medienkompetenz, der Schutz vor digitaler Gewalt ist wichtig.
00:04:07: Er muss aber rechtsstaatlich europäisch abgestimmt und praktisch umsetzbar
00:04:12: leiden.".
00:04:12: Ja!
00:04:13: Und zweitens geht es um das Thema dieser Folge nämlich KI – konkreter gesagt um die KI-Roadmap der Hightech-Agenda, die ja vergangene Woche vom Bundesforschungsministerium vorgestellt wurde.
00:04:24: ECO bewertet diese als wichtiges Schritt, macht aber auch klar Unternehmen brauchen jetzt konkrete Umsetzung nicht weitere Konzepte.
00:04:33: Positiv ist das die Roadmap den Transfer von KI in die Anwendung stärker betont gerade für kleine und mittlere Unternehmen.
00:04:40: Das ist ja ein Thema was hier auch in den Interviews immer mal wieder angesprochen wurde.
00:04:44: Testzentren, Reallabore, KI-Kompetenzen und zusätzliche Rechenkapazitäten setzen aus Sicht vom ECO nämlich tatsächlich an den richtigen Stellen an.
00:04:54: Gleichzeitig bleibt die Roadmap zu unkonkret, für eine erfolgreiche KI-Transformation braucht Deutschland leistungsfähige digitale Infrastrukturen, Rechenzentren, Cloudangebote, sichere Netze, Datenökosysteme und interoperable Standards.
00:05:09: ECO fordert deshalb schnellere Genehmigungen ausreichende Stromnetzkapazitäten, wettbewerbsfähige Energiepreise und verlässliche
00:05:17: Investitionsbedingungen.".
00:05:19: Auch bei KI Gigafactories brauche es augenmaß, entscheidend sei hier ein skalierbarer nachfrageorientierter Ausbau von Rechelkapazitäten.
00:05:28: Der größte offene Punkt bleibt die Finanzierung.
00:05:30: solange unklar ist welche Mittel konkret bereit stehen fehlt Unternehmen Planungssicherheit und das Fazit daher Die Richtung stimmt.
00:05:38: jetzt braucht es Tempo Verlässlichkeit und konkrete Entlastungen.
00:05:43: Unser Thema heute ist die KI-Souveränität hier bei uns in Deutschland und in Europa.
00:05:48: Warum ist es wichtig?
00:05:49: Naja, einerseits wäre es natürlich schön wenn wir hier auch ein schönes Stückchen von dem großen KI Kuchen abkriegen könnten.
00:05:55: andererseits wär's dumm wenn irgendwo anders in der Welt einen Schalter umgelegt wird und wie auf einmal komplett ohne KI dastehen.
00:06:00: da muss man gegenwirken und deswegen haben wir in dieser Folge uns mal mit verschiedenen Menschen unterhalten und verschiedene Perspektiven Blickwinkel auf dieses Thema rausgesucht.
00:06:08: Ja, genau.
00:06:09: Wir wollen zum einen so ein bisschen eine internationale Einordnung machen und zwar mit Philipp Rösler.
00:06:15: Den kennen sicherlich viele noch als ehemaligen Gesundheits- und Wirtschaftsminister, Vizekanzler damals sogar jetzt inzwischen Boardadvisor bei G-Corps.
00:06:24: Dann haben wir eine Startup-Perspektive mit Malte Kosop von Palua und dann nochmal ne politische Sicht auf das Thema mit Fabian Meeringen im Bayerischen Staatsminister für Digitalisierung.
00:06:36: Und los geht's jetzt aber erst mal mit dem eben schon erwähnten Philipp Brössler.
00:06:41: Dr.
00:06:42: Philipp Brösler kennt sowohl die internationale Wirtschaft aus eigener Erfahrung als auch die politische Entscheidungsebene.
00:06:49: Er war Bundesminister für Gesundheit, später Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler und hat in dieser Zeit zentrale wirtschaftspolitische Prozesse in Deutschland und Europa mitgestaltet.
00:06:59: Heute ist er international tätig und bringt seine Perspektive unter anderem als Boardadvisor beim Technologieunternehmen G-Core ein.
00:07:07: Dort beschäftigt er sich mit Fragen rund um digitale Infrastruktur, Cloud und KI.
00:07:12: Mit ihm möchte ich daher jetzt besprechen wie Europa bei Schlüsseltechnologien die KI mehr Eigenständigkeit und Gestaltungskraft im internationalen Wettbewerb entwickeln kann?
00:07:21: Herr Rösler schön dass Sie heute bei uns sind!
00:07:23: Ja moin Grüße Servus und hallo Ja, Herr Rössler.
00:07:26: Wir wollen uns ja so ein bisschen dem Thema KI-Souveränität zunächst mal etwas annähern.
00:07:31: Wie würden Sie denn KI-Suveränität definieren und wo steht Europa hier aktuell im globalen Wettbewerb?
00:07:37: Insbesondere im Vergleich zu den USA und zu den asiatischen Märkten?
00:07:40: Suveränitet einfach gesprochen würde ich mal sagen dass Europa unabhängig und eigenständig ist im Sinne von wir haben eigentlich Technologie wie aber eine Hardware oder eine Software eigene Netzwerke und vor allem eigene Kompetenz und eigene Unternehmen.
00:07:57: Soweit der Traum klar ist, bisher sind wir noch ein Stück weit davon entfernt.
00:08:03: Es gibt, wenn man so will ja weltweit mindestens den großen Player natürlich in die USA starker Innovator voll auf Angriff.
00:08:12: dort gibt es übrigens ein enges Miteinander des Technologiezentrums Silicon Valley Und des politischen Zentrums in Washington, da ist KI ganz klar nicht nur ein reines Wirtschaftsgut sondern durchaus auch definiert als nationales Sicherheitsinteresse.
00:08:26: Also Stichwort Defense und andere Fragen.
00:08:28: Asien, die haben eher ich würde mal sagen pragmatisch einen Ansatz.
00:08:32: also wenn man China oder auch Indonesieninien ansieht Da gibt es eine enorme Euphorie, wie auch in den USA.
00:08:38: Aber während wir hier in Europa gerne mal über Ethik Fragen debattieren und Regulierung wird in Asien KI als fast schon historische Chance gesehen um klassische Machtverhältnisse im Bereich Wirtschaft und Technologie die es bisher gab da waren sie immer eher unterlegen jetzt umzukehren und nach wie man so sagt in der Wirtschaft zu lieb flogen also zu überspringen und selbst sehr stark zu werden.
00:09:03: Und wir als Dritte im Bunde, als Europa, wie gesagt, wir wollen hoffentlich eines Tages überrehen werden.
00:09:09: Sind es statt heute jetzt sicherlich noch nicht?
00:09:11: Wo wir schon mal gut sind ist bei der Frage Regulierung, wo wir aber noch Nachholbedarf haben, ist tatsächlich bei der Infrastruktur beide Unternehmen, bei den Geschäftsmodellen.
00:09:21: da gibt's also denke ich noch einiges zu tun.
00:09:25: Traditionell als sehr stark in der Forschung, aber schwächer in der Skalierung.
00:09:29: Warum gelingt es uns denn so selten aus Innovationen globale Plattform zu entwickeln und was müsste sich hier strukturell ändern?
00:09:37: Das ist man würde wohl schon sagen die Million Euro.
00:09:39: Frage der europäischen Digitalpolitik stand heute muss man sagen Hyperscale abzulösen andere das ist glaube ich extrem schwierig für uns zu skalieren.
00:09:50: Was, glaube ich hilft auch im eigenen Wachstum in der Branche ist nicht gleich von vornherein zu sagen wir wollen mit den großen Hyperscale ein AWS.
00:09:58: Also Google, wie sie erleisen sofort konkurrieren sondern zu sagen okay suchen muss man die Nische.
00:10:02: aber wo es bisher noch keinen so starken Wettbewerb oder dominierenden Player gibt wie in den USA aus den USA und darf versuchen bestarkt sein.
00:10:11: also jetzt keine Werbung machen gibt's auch andere.
00:10:14: aber Telekom mit T-Systems mit der tCloud Public Zombie hat ja schon mal an Anfang gemacht.
00:10:19: Das heißt, da geht es dann nicht nur um die Entwicklung von eigenen Public Platform.
00:10:23: Sondern wenn man die auch nutzt, kann man quasi auch in die Skalierung gehen.
00:10:27: Wie gesagt, das ist erstmal eine Nische.
00:10:28: aber damit kann man anfangen.
00:10:29: Auch Schwarzdigits mal als privater Player, ganz privata player, wie sich alle werden hintersteht mit ihrem European Submarine Stack Standard.
00:10:37: Finde ich haben sie auch schon was geschaffen wo man sagen kann kommt.
00:10:39: Da kann man etwas drauf aufbauen.
00:10:41: Das ist zum Beispiel sehr sicher und man kann so eine Alternative sein zu China oder USA und kann darauf hin dann Innovationen entwickeln, sondern auch anfangen die dann zu skalieren.
00:10:52: und das funktioniert nur wenn man sie auch im Markt wirklich einsetzt oder markt erfolgt führt.
00:10:57: Denn allein Größe wird man nie erreichen können.
00:10:59: jedenfalls werden da starke Subventionen ausreichen können.
00:11:02: Da muss der mag schon echte Nachfrage dann entwickelt.
00:11:04: Okay, das heißt, wenn ich Sie richtig verstehe diese aktuelle Debatte, die ja auch sehr stark geführt wird rund um digitale Souveränität, da würden Sie sagen also dieser absolute Unabhängigkeit?
00:11:15: Das haben Sie jetzt eingangs auch schon gesagt ist eher ein schöner Traum.
00:11:18: Also man muss realistisch bleiben.
00:11:19: Ich glaube, man kann sich das Ziel weiterhin vornehmen.
00:11:21: Das sollte man auch.
00:11:22: Das kann auch Europa... Europa kann es halt nur nicht von heute auf morgen.
00:11:25: Man muss halt auch realistischer sein und halten die Leute dafür gekloppt.
00:11:28: Sondern man muss wirklich sagen okay, da ist eine echte große Herausforderung.
00:11:31: Man muß sich bewusst sein, vor welcher Herausforderung man da steht.
00:11:34: Aber es gibt eben auch Chancen weil's eben wie gesagt Nischen gibt wo man gar nicht so schlecht isst Und dann muss man sich eben auch seine Stärken stärken und konzentrieren oder die Sterben stärken.
00:11:45: Das geht dann eben nur im Bereich der Nischen, weil der andere Teil ist schon besetzt.
00:11:49: Aber und das muss man wissen es geht wirklich nicht verfassbar.
00:11:52: Ja also ein ganz zentrales Thema ist ja nun mal die digitale Infrastruktur.
00:11:57: auch G-Core ist ja tätig im Bereich Rechenzentren Cloudinfrastruktur KI Anwendungen in Rechencentren.
00:12:03: Welche konkreten Defizite bestehen denn in Europa aktuell bei Cloud, bei Rechen- und Netzkapazitäten?
00:12:09: Die eben einer größeren technologischen Unabhängigkeit jetzt im Bereich KI aus ihrer Sicht noch im Wege stehen.
00:12:15: Also wir stehen ja quasi wie schon sagen an der Klassische Verbinfrastruktur CDN auf der einen Seite und den neuen Welt edgeKI.
00:12:23: so und das ist für uns ein absolut spannendes Thema weil ich übrigens auch glaube oder von mir überzeugt da hat Europa dann eine Chance damit zu halten, weil sie auch eine bisschen andere Technologie brauchen.
00:12:33: Da sind die Hyperscaler ganz nice.
00:12:35: aber wenn Sie davon ausgehen dass künftige KI-Inferenzmodelle zum Beispiel die müssen da sein wo die Daten anfallen so das heißt sie brauchen eher schnelles Netz nicht ein ganz großen super Hyperscaler irgendwo in Frankfurt stehen sondern viele kleinere da eben wo die Daten anfallen bei den Industrieglernehmen auch bei großen Mittelständlern und dann macht es eher Sinn kleine, schnelle Netze zu haben.
00:12:57: Damit sie nicht immer wieder keine Datensverarbeitung in zentrales Rechenzentrum schicken, bei euch KI-Inwendungen, Autonomie Systeme oder so.
00:13:04: Sondern da macht das Sinn, das vor Ort zu haben, kommt es auf die Tänzzeit an, auf Geschwindigkeit und am dieser Stichel sitzt ihr auch G-Core.
00:13:14: und wir brauchen im Prinzip der flächendeckenden edgeKI Infrastruktur, damit Inferenz die Ausführung von Modellen vor Ort stattfinden kann einige wenige oder Hyperscaler, sondern wir brauchen eigentlich Edgeknoten die wirklich für geringe Latentzeit für die Anwender sorgen.
00:13:32: Und da können wir wenn das kombinieren mit der Idee des europäischen Datenschutzes dann kann man schon was erreichen was uniques im positive Sinn.
00:13:41: Lassen wir mal ein bisschen bei der Infrastruktur bleiben.
00:13:44: die EU hat ja durchaus das Problem erkannt sage ich mal sie plant jetzt den Bau so genanter KI Gigafactories also sehr groß skaliger Infrastruktur Projekte für das Training und den Betrieb von KI.
00:13:57: auch die Bundesregierung forciert diese Idee und möchte Deutschland als Standort für eine solche.
00:14:03: KI-Fabrik etablieren.
00:14:05: Halten Sie diese Initiative für den richtigen Weg, um technologisch aufzuschließen?
00:14:10: Also auf jeden Fall ist es ein notwendiger Schritt.
00:14:13: also so einen KI Gigafaktoristen gibt's auch die Initiative Continent Action Plan und so weiter dass er sicherlich notwendig der wird doch viel Geld auch seitens der Bundesregierung Sondervermögen bestreiten.
00:14:24: aber es jedenfalls wird viel Geld zur Verfügung gestellt ich glaube so um die Achtzehnote Millionen.
00:14:28: Aber das kann dann immer auch nur der Anfang sein.
00:14:31: Ich meine, wir müssen uns vor Augen führen.
00:14:33: Es bleibt ja dabei, selbst wenn wir eine Gigafaktorie aufbauen sind wird damit der Souveränität vielleicht ganz kleines Stück näher gekommen.
00:14:42: aber zur Weile könnte natürlich auch dazu dass die Hardware, die in solchen Gigafakten genutzt wird das ist klassische mehr oder weniger US-Technologie oder meinetwegen asiatische Wenn Sie da immer die Grundlage dafür sehen.
00:14:53: Aber das gehört dann auch dazu also Gigafaktoriar, weil sie das eben auch in Teilen brauchen.
00:14:59: Aber Sie müssen dafür sorgen dass am Ende die Technologie, die da drin ist.
00:15:04: Das gehört zur Souveränität mit dazu und darf uns das ganze Geld ausgegeben werden um in den USA Ships zu kaufen, zusammenzupacken.
00:15:11: Und am Ende ist man de facto genauso wieder abhängig von der Zivilisierung wie bei Gigacentranien insgesamt.
00:15:19: Braucht es denn überhaupt diesen einen europäischen Champion oder wäre es vielleicht... cleverer, in mehrere kleinere Unternehmen im Wettbewerb vielleicht zu investieren.
00:15:29: Genau!
00:15:29: Ich sehe es ganz genau so, dass man braucht nicht nur drei oder vier große Leuchtturmgeeker-Facturys sondern eigentlich, ich fange, tausend Minifabriken direkt an der Edge also wenn Rechenpaar und nur in Jülich oder München konstiziert ist haben wir immer noch ein Latent- und Vertragungsproblem.
00:15:46: Und Souveränität bedeutet eben auch, dass die Rechenleitung dort ist wo eine Fabrik steht.
00:15:51: Wo die Anwendung ist und der sogenannte Simple Faktor.
00:15:54: also das wäre schon schön wenn wir es schaffen auch mit diesen Initiativen, dass dann Daten sicher zwischen europäischen einzelnen Standorten fließen können aber eben wir auch vor Ort ein Ökosystem haben was auch den Kleinen hilft uns nicht nur verleiten lassen sagen hey jetzt haben wir München in Frankfurt jülich Und damit ist das Problem gelöst, das glaube ich nicht.
00:16:17: Das eine ist das Rückgrat wenn sie wollen, so Giga-Fectories.
00:16:19: Wie brauchen wir um überhaupt mitzuspielen in der ganzen Thematik?
00:16:23: Aber man sollte dann weiter denken und wie gesagt das gehört zur europäischen Idee dazu eben auch Netzausbau im Sinne von Edge.
00:16:31: Ich fand das eingangs spannend was Sie gesagt haben dass in Ländern wie den USA aber eben auch China Südkorea Vietnam Singapur KI deutlich stärker, strategisch und eben auch staatlich koordiniert vorangetrieben wird.
00:16:45: Und es da einfach auch eine stärkere Zusammenarbeit gibt zwischen Unternehmen oder Wirtschaft auf der einen Seite und staatlichen Organisationen – Sie haben Washington genannt im Defensbereich.
00:16:56: Was kann denn Europa von diesen Modellen lernen?
00:16:59: Wo liegen vielleicht aus Ihrer Sicht auch Grenzen dieses Ansatzes?
00:17:02: Also ich würde mal sagen erst einmal gerade in Asien kann man das sehen.
00:17:05: In USA ist das zwar eingespielt, da gibts Innovationen in der Wirtschaft Da gibt es ganze Wirtschaft, das ist zwar den Early-Dopter.
00:17:11: Man sagt jetzt gibt es immer so drei Geschwindigkeiten die diese Technologien umsetzen.
00:17:16: da gibt's die Nerds, die machen das sofort, dann gibt sie Wirtschaft, die ist ein bisschen langweilbar und zum Schluss kommen die Politik und ganz schlimm dann die Regulierer solide nochmal also und in USA geht das alles ein bisschen schneller.
00:17:25: In Asien gibt es das was wir angesprochen haben echtes auch konstruiertes Top Down gleich auch zu den ganzen Top-Down-Ökosystemen.
00:17:33: Da gibt es einen Denken, dass in der Schule angefangen wird in den Universitäten und in der Wissenschaft.
00:17:38: Es wird alles auch AI getrimmt.
00:17:40: so das sozusagen Geschäftsmodelle, Wissenschaft und Forschung geht einher mit dem Aufbau der Infrastruktur.
00:17:47: eben alles top down.
00:17:48: Der Staat legt die Lehrpläne fest in den Schulen, in den universitäten.
00:17:52: Er stellt die Investitionsverfügung.
00:17:53: Das ist ein Ecosystem was dann sehr schnell entstehen kann und sehr machtvoll ist am Markt.
00:17:59: Der Nachteil ist, weil sie auch nachgeschragt haben.
00:18:01: Es ist halt eben dann doch nur top down.
00:18:04: am Ende sitzen da Politiker vielleicht auch schlaue Beamte die wissen sich angeeignet haben und das dann sozusagen einmal festleben und dann runter einfach aufbauen.
00:18:14: aber es gibt kein dynamisches.
00:18:16: mag Sie, wo ich sage mal Erfolg und Scheitern beieinander liegen.
00:18:20: Und nur das was erfolgreich ist wird dann weiterentwickelt sondern die können auch eine große Fehlentscheidung konsequent umsetzen und haben keine Chance dass der Markt vorsagt.
00:18:27: Moment weil das eine Fehlentwicklung.
00:18:28: lass uns mal lieber weniger Gigafektos mehr in Edge gehen.
00:18:31: wenn man das politisch einmal festlegt kann auch falsch sein dann kommt man davon nicht so schnell runter.
00:18:35: also die Flexibilität geht verloren bei dem Asiatis Modell.
00:18:38: Vorteil ist aber Sie kommen überhaupt erstmal rein.
00:18:40: Sie kommen mit voller Wucht, mit der ganzen Marktkraft von so großen Volkswirtschaften in die Technologie rein und schaffen damit ein Vorsprung dass sie selbst wenn sie mal anfänglich Fehler gemacht haben das nicht sofort sich negativ dann bemerkt.
00:18:52: Das ist leider so wie Aden funktioniert.
00:18:55: USA gehen halt den anderen Weg die gehen quasi aus dem kreativen Chaos heraus.
00:18:59: Die Garage Fabriken wie früher Microsoft und Co.. Die das entwickeln, dann probieren die es aus und scheitern ist ja nicht so verpönt.
00:19:05: Und wenn sie scheittern, dann gleich das nächste Modell.
00:19:08: und da haben wir dreimal daneben gelegen und das vierte mal wird das ganz große Ding.
00:19:12: Beides unterschiedliche Modelle.
00:19:13: man kann das ein oder andere besser finden beide haben ihre Vor- und Nachteile.
00:19:17: auch ob er muss noch irgendwas tun?
00:19:19: Ich würde sagen Wenn man sieht dass die einen machen das und die anderen machen das Dann darf er sich nicht darauf bestenken, zu sagen das hat aber den und die Nachteile.
00:19:27: Das haben andere Nachteil sondern sagen okay lass uns doch versuchen das Beste rauszumachen.
00:19:30: ich bin was man schon liberal ja nichts langsamer war ein großer Fender von dass auch der Staat versteht dass Investitionen in digitale Infrastruktur genau den gleichen Stellenwert heute hat wie damals die Investition Klassische Infrastruktur China Straße kommunale Krankenhäuser.
00:19:49: Ich sage das deswegen, weil klar man sagt, wenn man ein staunliches Geld für sowas kann auch private machen.
00:19:53: Die Frage Start und Privat, Chef die Liberale nicht so sehr wegen wer macht was sondern vor allem als Monopolis.
00:20:00: Und es gibt in der heutigen Welt eben auch private Monopole.
00:20:04: und wenn wir eben schon über AWS Asyl und Google gesprochen haben dann sind das ja mehr oder weniger private Monopoly.
00:20:11: Wenn man Wettbewerb will, dann kann ich nicht erwarten, dass ein kleiner Start-up Unternehmer sagt oder Unternehmerin jetzt gehe ich da mal rein.
00:20:18: Weil sie in Europa sowieso schwieriger Kapital kriegen als in den USA und da werden wir nie schaffen gegen so jetzt vorhandene Monopolisten anzutreten.
00:20:25: Da braucht es dann halt Investitionen in Infrastruktur mit Staat.
00:20:29: Und solange wir uns auf die Bereitstellung als Staat von Infrastruktur konzentrieren Aber die Geschäftsmodelle darauf, die unterlegen sind es normal und gewettfärbt finde ich ist das ganz okay.
00:20:39: Und anders wird glaube ich Europa den Anschluss nicht halten können im Vergleich zu China, USA und auch ja Sie sagen, die Indonesien und vielen anderen, die auch nicht auf uns warten.
00:20:48: Ja Herr Rössler jetzt kennen sie ja die politische Perspektive aus eigener Erfahrung auch sehr gut.
00:20:54: eingangs haben sie unter anderem gesagt naja Europa ist sehr stark beim Thema Regulierung.
00:20:59: was würden sie denn wenn sie heute noch Wirtschaftsminister wären?
00:21:02: Was würden sie dann konkret vielleicht so ein zwei Punkte anders machen?
00:21:06: oder wofür würden Sie sich konkret einsetzen, um eben den KI-Standort Deutschland und Europa zu stärken?
00:21:14: Genau.
00:21:14: Ich würde mich vor allem darauf konzentrieren, gut als Sie fragen, vor allem zu verstehen und auch hinzuweisen dass es den KI Stadt oder Deutschland vielleicht gibt aber der hätte keine Chance im weltweiten Weltbewerb.
00:21:25: wenn überhaupt dann geht das nur auf europäischer Ebene.
00:21:27: ich sage das deswegen weil ist ja auch Mistralerei usw.
00:21:31: Es gibt hier schon ein paar gute dass die dann alle von anderen nicht plötzlich weg sind.
00:21:36: Sondern da muss man sagen, okay, da muss ich auch sagen, da sind es noch Kratzosen und keine Deutschen als Beispiel.
00:21:41: Da trotzdem in Europa alles dafür tun das es wenigstens ein zwei drei große gibt die eben im globalen Wettbewerb mitteilen können.
00:21:48: Dann zu sagen als Sützminister, naja also das ist aber nicht wettbewebskonform.
00:21:52: wenn wir jetzt sozusagen einfördern es gibt ja auch viele andere in Spanien Italien woher immer dann ist das da richtig.
00:21:58: aber die Wettbehörde sind nicht zwischen Spanier Italien und Frankreich sondern diesen zwischen USA China und Europa.
00:22:03: Und dann müssen wir dafür sorgen dass wir wenigstens zwei drei Player haben die damit halten können.
00:22:07: Das wäre mal das erste.
00:22:08: Zweit ist ich würde darauf drängen dass es eine massive Investition eben in Infrastruktur gibt, aber nicht nur in Giga-Zentren.
00:22:18: Sondern was ich hin gesagt habe auch zu versuchen im Bereich Chipindustrie wieder Fuß zu fassen.
00:22:23: Wir hatten ja mal auch eine Chipindustrie.
00:22:25: Das hat man allen anderen überlassen und ich würde sogar noch schon weitergehen weil ich persönlich da auch jetzt, wenn Sie das Gefühl haben bei dem anderen den Klassenship Produktionen wird das schwer mitzureiten.
00:22:36: vielleicht kann man irgendwie Anschluss dann finden.
00:22:38: mindestens bei Quantum Wäre es gut, die meisten Qualipapitel entstehen ja leider auch in den USA, MIT und sonst so.
00:22:45: Aber das sind hier auch sozusagen womöglich eines Tages die Grundlage für künftige Datencenter.
00:22:51: Die werden ja klassische Datenzentren nicht ersetzen und auch Chipsen nicht ersetzten aber sie werden und Top noch dazukommen Und dass ist dann immer so.
00:22:57: als ich Minister war hat man gesagt mehr.
00:22:59: also Den Kampf um Social Media hat Europa verloren.
00:23:02: da sind die Amerikaner führende und auch chinesen Aber wir sind ja doch ganz toll im AI Das sagt man so.
00:23:07: lange gesagt, bis Jettibetika.
00:23:09: Aber zu meiner Zeit war das stande Ding.
00:23:11: Dann haben wir auf unser Sportungszentrum für Künstliche Inigenzien gewesen und da waren DFKI und war ganz stolz drauf.
00:23:18: aber... wie Professor, die da arbeiten.
00:23:20: Alles tolle Leute!
00:23:21: Dass sie ihren Geschäftsmodell an Facebook und Google schon damals verkauft haben, das hat keiner gesehen.
00:23:26: Und wenn ich jetzt nochmal der Minister wäre – das war Ihre Frage – dann würde ich drauf drängen, dass nicht noch mal passiert, dass wir immer tolle Dinge entwickeln, Patente kriegen auch Grundlagen schaffen und am Ende Geschäftsmodelle, Skalierung woanders läuft.
00:23:40: Und das Krann-Europa, die müssen sich das bewusst sein.
00:23:43: Das sind ja nicht nur twenty-seven Staaten, das sind vierundfünfzehn Jahre Menschen, lauter kluge Köpfe, wir sind ja auch nicht Dümmer als die Menschen im Silicon Valley oder in den chinesischen Zentren, sondern wir sind genauso kreativ, dynamisch und unternehmerisch.
00:23:56: Das muss dann entsprechend an der Stelle unterstützt werden.
00:23:59: Und fördern will ich den Mund nehmen weil das klingt so als Hilfe, aber Impuls ist schon sehr wichtig.
00:24:04: Ja, Unterstützung eher also nicht unbedingt nur Fördergelder.
00:24:08: Genau.
00:24:08: Ja, wir kommen langsam schon zum Schluss und da guckt man ja immer gerne so ein bisschen in die Zukunft.
00:24:14: wenn wir in drei bis fünf Jahren ist glaube ich eine realistische Perspektive zurückblicken.
00:24:18: Woran würden Sie da konkret erkennen?
00:24:20: dass es in Europa ein bisschen weitergegangen ist?
00:24:23: Dass Europa bei KI Souveräner geworden ist eher an der Infrastruktur, an den Unternehmen Geschäftsmodellen oder tatsächlich so am Markt anteilen?
00:24:31: Ich glaube tiefe der Wertschirmskette ist für mich ein großes Stichwort.
00:24:35: Also wie weit ist man wirklich im Bereich der AI-Technologie, Datacenter-Tehlogie wirklich souverän?
00:24:42: Das was wir zu Anfang auch hatten.
00:24:43: Also schaffen wir es nicht nur Gigasendern aufzubauen mit Hardware von anderen oder haben wir auch eine eigene Hardwarekompetenz?
00:24:52: wenn sie teilen gibt das eigenes Software eigentlich Geschäftsmodelle darauf ja oder nein?
00:24:58: also wirklich die gesamte Wertschaffungskette die Tiefel abzubilden das wäre schon ein starker Marker für Souveränität Eigenständigkeit und Unabhängigkeit.
00:25:07: So auch klar, das wäre schön wenn solche große Modelle Mistral, Allef-Alpha auch auf europäischen Rechenzentren laufen würden im Gigawatt Bereich.
00:25:16: Das wäre ja auch schon mal ein starkes Signal.
00:25:18: dann kommt hier immer zu kurz.
00:25:20: wir haben gesagt das Thema Energie es wird in Gigawat gemessen.
00:25:24: also für uns gerade als Europäer hat das Thema CO² Energiequellen.
00:25:29: das wird immer mitgedacht.
00:25:31: Da soll auch weiterhin so bleiben und das muss man da umsetzen.
00:25:33: Also, auch das gehört dazu wenn Sie es wirklich geschafft haben dann Energieversorgung CO-Zweinräte stellen aber auch umfassend.
00:25:39: Das ist eine große Herausforderung gerade für Rechenzentren im Moment auch.
00:25:42: Genau!
00:25:43: Und ich meine die Volatilität von erneuerbarer Energien war schon zu meiner Zeit ein Thema bei der allgemeinen Energieversorgen.
00:25:49: Aber bei Rechencentren ist glaube ich jeden klar Erstens gibt es enorm Bedarf, zweitens kann er nicht mal kurz bei einer Flaute oder bei einer Wolke vor der Sonne die Rechenleistung runtergefahren werden.
00:25:58: Ich glaube da muss man noch ein bisschen mehr Innovationen entwickeln, aber das ist ja das Gute!
00:26:03: Das was für Rechenzentren gilt dann auch für die gesamte Volkswirtschaft dass man die Frage Volatilität, Speicherung und so weiter in den Griff kriegt.
00:26:09: Aber das gilt auch eben zu Souveränität im Bereich AI und Data Center mit dazu.
00:26:14: Dann war ich nochmal sozusagen der Exchec.
00:26:16: Ich habe immer damals schon dafür geworben, wenn es um Staatkapital geht nicht nur um Seedfunding sondern auch Wachstumskapital da bleibe ich dabei.
00:26:23: Das ist immer noch ein großes Problem für unsere Unternehmen.
00:26:26: Die kriegen, ich sage mal Förderung an jeder Ecke von dem Landkreis vor Ort.
00:26:30: aber Wenn's dann wachstums Kapital geht große zweistellige Millionen Beträge, dann müssen wir doch immer wieder die USA gehen.
00:26:36: Und wenn sie dann sogar einen Exit machen wollen, also die mein andere, da geht es halt doch wieder in die USA.
00:26:42: Da würde ich mir wünschen das wird auch zur Souveränität.
00:26:44: Ich sage mal Exitcheck.
00:26:45: Hey warum nicht auch mal in Europa Dinge entwickeln?
00:26:48: Großmacher skalieren und auch Gewinn bringt in Europa an Europäer Verkauf.
00:26:53: Dann weil wir zu einfach von Nischen gesprochen haben.
00:26:55: Ich glaube eine BtoB Spezialisierung wäre toll.
00:26:57: Das ist einer der Nischen wo wir das haben.
00:26:59: Wir haben anders als die USA noch zum Glück ne starke Industrie Wenn es gelingt Die klassische Industrie, also Automotive, auch Chemie, Produktion.
00:27:10: Zusammenzubringen mit AI und Lösungen drauf zu bringen.
00:27:13: Und nicht nur sagen wir haben jetzt Consumer-Plattform wie TikTok dir.
00:27:19: Das wäre toll, Made in Europe.
00:27:21: Gesundheitssektor ist mal ein Beispiel wo KI glaube ich eine Rolle spielen kann.
00:27:25: Anders als Amerikaner hätten wir eine europäische Sicherheit bei KI System Bereich Gesundheit.
00:27:31: Andererseits in China hätten wir Europäische Freiheit mal geträumt, das wäre schon ein Megateil an Souveränität.
00:27:36: Und als letztes würde ich noch sagen, dass ärgert mich jetzt auch immer wenn ein Großteil des IT-Budgets europäischer Behörden also aller Regierung und auch den Deutschen aber auch auf der europäischen Ebene in die IT Infrastruktur europäisch wäre in europäische Lösung gehen würde.
00:27:50: und jetzt ist es nämlich so, dass sie ungefähr hundert Prozent das Geld was sie ausgeben für ihre IT Solutions geben Sie mehr oder weniger in US Cloud Stacks aus.
00:28:00: Das ist ja nicht sehr souverän.
00:28:02: Weil die häufig die Zitifikate auch haben, ne?
00:28:04: Genau!
00:28:05: Das heißt also zu glauben mit Souveränität das wäre es getan wenn wir da Gigas hin und haben ist falsch gedacht oder viel zu kurz.
00:28:12: Es gehört auch dazu dass wir Geschäftsmoduswürfe haben, Lösungen haben.
00:28:16: Es geht ja nicht... Die sind uns voraus bei der Infrastruktur aber ich auch bei den Lösungen da drauf.
00:28:22: Wenn Sie mal so ein Innenministerium fragen, warum seid ihr denn bei denen?
00:28:25: Dann sagen sie ja, weil es gar keine andere Lösung gibt!
00:28:26: Wir würden ja eine europäische Lösung kaufen aber gibt's ja gar nicht.
00:28:29: Ja eben das hören wir auch euch.
00:28:31: Nur da ist die Frage Henn oder Ei?
00:28:32: Wenn es eine gibt, kauft man sie dann.
00:28:34: Weil nur dann entwickel ich sie auch?
00:28:36: Dann habe ich eine Chance am Markt.
00:28:37: oder sagt man naja die kaufen so bei den anderen und niemand wie mir da muss man wohl mal in sauren Apfel beißen.
00:28:42: nochmal sage jetzt lieber alle und dann sagen gut dann suchen wir uns mal eins aus und machen das Mal.
00:28:47: also wenn man will dass wir da so geredet werden dann muss man auch dazu beitragen dass innovative Unternehmen eine Chance haben wie gesagt, mit den großen Monopolisten in den USA zu konkurrieren.
00:28:57: Auch schon im eigenen Interesse weil die sind nicht nur sozusagen Inhaber der Technologie, übrigens auch Inhabern unserer Daten sondern dafür noch die Preise uns bestimmt so.
00:29:05: Das ist mein Traum für ihn.
00:29:07: Was haben Sie auf fünf Jahren?
00:29:10: Ja, ich wollte gerade sagen vielleicht ist zehn Jahre realistischer.
00:29:13: aber ja vielen Dank für diese Vision Herr Rösler.
00:29:15: jetzt haben wir viel über sozusagen die globale Perspektive von KI gesprochen.
00:29:20: Vielleicht zum Schluss nochmal eine bisschen nähere ein bisschen persönlichere Frage wie nutzen sie selber denn KI bereits jetzt im privaten oder auch in beruflichen Alltag?
00:29:28: Haben Sie irgendwie so einen Lieblingstool dass sie unseren Hörer empfehlen würden so viele bei einem Modülfung-Abbieter, also bei Apple und habe dann irgendwann ... Ich fand dieses Fold so toll.
00:29:41: Da hab ich das über angefangen.
00:29:42: Aber wenn Sie dann ein System haben was zu all den anderen Devices oder Tools die wir haben und Gadgets nicht mehr so kompatibel ist, schon gar in Ihrer Verbandschaft, also Frauen und Kinder, dann stehen sie oft alleine da weil ihnen keine Hilfe, wenn sie Probleme haben.
00:29:55: Und ich frage dann immer ganz normal Jimmy Nye oder andere, wenn es darum geht zum Beispiel meine Kopfhörer anzuschließen?
00:30:01: Ich hab's bis heute nicht geschafft.
00:30:03: bitte Aufrufe an alle hören!
00:30:04: und Hörer.
00:30:05: Ich habe Kopfhörer an meinem iPhone, die das Auto sagt mir wenn ich auf lautlos gestellt habe trotzdem mit einem kleinen Ping dass sie eine WhatsApp Nachricht gekriegt haben.
00:30:14: Wenn ich die Kopfhörer trage dann ist es auch lautlos.
00:30:17: Dann krieg' ich keine Nachricht da sich eine WhatsApp-Nachricht gehört.
00:30:20: aber wenn ich das Handy in der Tasche habe spazieren gehen im Hund dann kriege ich hunderte von Nachrichten natürlich nicht Aber ihr kriegt's nicht mit wenn ich nicht aufs Handy gucke.
00:30:27: So!
00:30:27: Ich hab jetzt alle AI Agents gefragt.
00:30:31: Sonst sind die super, wenn ihr irgendwas wissen will.
00:30:33: Wie kann man das wo einstellen?
00:30:34: Dann frage ich die Agents und ich weiß nicht ob die Welt sowas wirklich gebraucht hat aber dafür sind sie auf jeden Fall gut.
00:30:41: Sehr gut!
00:30:42: Vielen Dank, Philipp Rösler.
00:30:44: Ja digitale Souveränität in der EU muss kein schöner Traum bleiben, aber wir brauchen eine stärkere Verzahnung von Wirtschaft und politischen Organisationen.
00:30:53: Und wir müssen uns vielleicht auch mehr auf unsere Stärken konzentrieren, und in Nischen
00:30:58: investieren.".
00:30:59: Ein Stichwort von Herrn Rösler war hier zum Beispiel Edgeknoten, digitale Ökosysteme vor Ort schaffen die Infrastruktur sozusagen zum Ort der Anwendung bringen – und zweitens auch in Zukunftstechnologien wie z.B.
00:31:13: Spanntencomputing setzen und Geschäftsmodelle eben verstärkt dann auch in Europa umsetzen.
00:31:19: Und nicht einfach die Forschung hier machen, und die Geschäfts-Modelle dann den anderen überlassen.
00:31:23: Vielen vielen Dank, Philipp Rößler für diese Einschätzung!
00:31:26: Und Einordnungen.
00:31:27: Ja, und die Kopfhörerproblematik geben wir gerne mal an unsere Hörer-Hörerin weiter.
00:31:31: Vielleicht finden wir daher eine Lösung für Sie?
00:31:35: Also es ist auch ein Kaffee drin!
00:31:36: Wenn ich so einen AI hinterfrage, dann kriege ich ne Antwort... ...und wenn sie funktioniert, kann ich nicht mal Danke sagen weil ich wieder durchvorkomme.
00:31:41: Aber wenn echter Mensch hilft, dann freue ich mich auf den Kaffees oder Gemeinschaftspier, was auch immer.
00:31:45: Das ist doch ein schöner Anreiz.
00:31:47: Wir gehen das weiter.
00:31:48: Danke Ihnen!
00:31:48: Super!
00:31:49: Vielen Dank!
00:31:51: Ja, wir haben es gerade gehört.
00:31:52: Also laut Philipp Rösler gibt's eine zu starke Abhängigkeit von US-Infrastruktur und Auch Defizite bei Cloud- und Rechenkapazitäten, auch darüber haben wir ja das ein oder andere Mal schon in diesem Podcast gesprochen.
00:32:04: Insofern ist also die Skalierung ein echter Schwachpunkt wenn es um KI-Souveränität hier bei uns geht.
00:32:09: Ja aber er sagt eben auch dass wir uns bisschen vielleicht mehr auf unsere Stärken konzentrieren sollen.
00:32:14: Das ist zum Beispiel das Thema Forschung.
00:32:16: da sind wir ja hier gerade in Deutschland aber auch in Europa sehr stark und es gelingt uns nur leider häufig nicht das Ganze dann auch in die Umsetzung zu bringen und eben hochzuskalieren, wie du auch schon gesagt hast.
00:32:27: Also da müssen wir auf jeden Fall besser werden.
00:32:29: Also forschen, dann am besten mal ein Start-up gründen und das dann skalieren und gerne zum Einhorn machen?
00:32:35: Die Perspektive eines jungen Unternehmens nämlich aus Start up Perspektiven, die hören wir uns jetzt mal an!
00:32:43: Malte Kursup ist Mitbegründer und CEO des Berliner KI-Unternehmens Parloa, das sich auf Conversational AI für den Kundenservice spezialisiert hat.
00:32:51: Das Unternehmen gehört zu den sichtbarsten deutschen KI-Startups und hat zuletzt mit einer Bewertung in Milliardenhöhe international für Aufmerksamkeit gesorgt.
00:33:00: Parloaa steht exemplarisch für eine neue Generation europäischer KI-Unternem, die nicht nur technologisch innovativ sind sondern auch den Anspruch haben global zu skalieren und das aus Europa heraus, also wunderschöne Leuchttürme.
00:33:13: Meite herzlich willkommen im Ohr am Netz.
00:33:14: schön dass du beim Podcast dabei bist.
00:33:16: wir freuen uns sehr.
00:33:17: Danke für die Einladungsfan.
00:33:18: ich freue mich auch sehr So, jetzt gibt es ja dieses sogenannte deutsche KI-Paradoxon.
00:33:23: Also geile Ideen, gute Forschung, gute Produkte und am Ende dann aber ganz schwierig das Ganze zu skalieren und dann doch erfolgreich zu werden bzw vielleicht sogar zum Einhorn.
00:33:34: aus deiner Sicht was sind aktuell die größten Hürden ein KI Unternehmen aus Deutschland beziehungsweise aus Europa heraus global erfolgreich zu machen?
00:33:41: Initial ist die größte Herausforderung, sicherlich das Kapital zu organisieren und dann schnellstmöglich in die USA zu skalieren.
00:33:49: Weil es immer noch so ist wenn man einen Weltmarktführer im Software bauen möchte... ...es ist sehr wichtig auch in den USA Fuß zu fassen.
00:33:58: Und initial ist das Kapital in den USA auf jeden Fall einfacher einzusammeln und es gibt natürlich deutlich mehr Wackeneskapital, weil man aber große Ambition hat und hart arbeitet dann funktioniert das auch aus Europa.
00:34:11: also die deutschen Tugenden harte Arbeit früh aufstehen richtig ackern das sind also besondere Stärken von uns sage ich jetzt mal.
00:34:17: oder welche stärken siehst du noch?
00:34:18: Ich sag mal so als europäischer KI Player Ich glaube, dass wir am Ende keine Nachteile gegenüber den Amerikanern haben wenn wir es richtig machen.
00:34:26: Was brauchst du um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen?
00:34:29: Du brauchst die Ambitionen, die wir teilweise nicht haben aber uns nichts davon abhält.
00:34:34: ich sage immer zu unseren Leuten intern Wenn andere nicht sagen das ihr crazy seid wenn ihr über unsere Ambition redet dann denkt ihr dich groß genug.
00:34:44: Das heißt wir müssen in Deutschland und Europa ambitionierter werden.
00:34:48: Aber grundsätzlich hält uns davon ja strukturell nichts ab ambitioniert zu sein, wenn wir die richtigen Ambitionen haben.
00:34:53: Hart arbeiten und mit hart arbeiten meine ich dass man...wenn man an die Weltspitze möchte dann heißt es das man überdurchschnittlich hart arbeiten muss.
00:35:02: Das ist das Gleiche im Sport, ja?
00:35:04: Ich sag auch immer wenn du zu Olympia möchtest und Gold gewinnen möchtes dann heißt es vier Jahre acht jahre zwölf Jahre extrem extrem harte Arbeit an deine Grenzen gehen Und das ist in der Arbeit nichts anderes als wenn du ein erfolgreiches Tech-Unternehmen aufbauen möchtests so.
00:35:21: Wenn wir also Ambitionen haben hart arbeiten und den Zugriff zur Kapital haben Und das hast du auch.
00:35:29: Dann hast du eigentlich das Fundament, um dann ein Unternehmen zu bauen mit den besten Leuten in einer Industrie und wir haben ja in Europa sehr talentierte Leute und die musst du dann zusammen sammeln.
00:35:39: Das heißt strukturell sind.
00:35:41: In Summe haben wir alles um erfolgreich zu sein.
00:35:43: Also, wir sind nicht schlechter aufgestellt als alle anderen Regionen in der Welt aber sind wir besser aufgestellt vielleicht durch solche Sachen wie eben die Regulierung auf den Europajahrs stark gesetzt wird also AI-Act zum Beispiel.
00:35:53: ist es diese Rahmenbedingungen im operativen Geschäft jetzt ein Vorteil oder doch eher nachteil?
00:35:58: Weder noch.
00:35:59: ich glaube diese Regulierung kann zum Vorteil werden Und zwar ist eine Regulierung immer dann ein Vorteil, wenn Ambiguität aus dem System genommen wird.
00:36:11: Also wenn ein Unternehmen weiß ich kann AI einsetzen für diese Use-Cases und das ist von der Regulierung abgesegnet und ein bestimmter Anbieter erfüllt alle Anforderungen.
00:36:22: Dann schafft das Sicherheit und kann Geschwindigkeit schaffen weil du im Grunde nicht darüber nachdenken musst ob es sinnvoll ist etwas zu implementieren.
00:36:30: die große Herausforderung Die Idee da war ist aber in der Umsetzung noch nicht so klar, dass diese Ambiguität aus dem System genommen wird.
00:36:39: Daher ist es im Moment kein Vorteil – ich würde auch nie sagen, dass er ein Nachteil ist – sein erster Schritt, der sicherlich noch ausgebaut werden kann und dann zu einem Vorteil werden kann wenn Klarheit geschaffen wird insbesondere für die Anbieter, die sich darauf sehr klar fokussiert haben und genau diese Anforderung umsetzen.
00:36:59: Im Moment ist es weder Vorteil noch nachteil.
00:37:02: Okay, also auch hier alles offen.
00:37:03: erstmal schön das so zu hören.
00:37:05: jetzt ist es ja so dass viele europäische KI Unternehmen gar keine eigene ich sage mal Cloud oder Modellinfrastruktur haben sondern eben auf nicht-europäisches Services aufbauen.
00:37:13: wie geht ihr bei Paloa damit um und ist es echte Souveränität zu schaffen vielleicht für ein Startup?
00:37:19: Gar kein realistisches Ziel weil ich meine natürlich einfacher was zu nehmen was da ist und dann eben wenn man skaliert Stück für Stück aufzusetzen anstatt komplett irgendwas eigenes oder Neues zu bauen.
00:37:29: Realistisch als junges Startup ist es sicherlich im ersten Schritt nur, wenn man das als klaren Fokus setzt.
00:37:36: Wenn man initial schnell ein erstes Produkt bauen möchte dann muss man ehrlich sein haben wir in Europa kein vergleichbares Cloud-Angebot zu den amerikanischen Hyper Scalern und das ist meiner Meinung nach auch ein großes Problem.
00:37:51: Das machen wir beispielsweise.
00:37:53: Dann kann man seine Infrastruktur schon so aufbauen, dass sie im Grunde cloud agnostisch funktioniert und das Sie im Grund auch in Clouds oder sogar on-premise datacentern deploy werden können die nicht von Hyperscaler betrieben werden.
00:38:07: Das ist aber natürlich ein Aufwand, den du betreiben musst.
00:38:10: Der zu einem Vorteil werden kann, weil man sich dadurch natürlich einen Marktsegment eröffnet das so vielleicht schwierig wäre wenn man nur auf amerikanischen Hyperscaler unterwegs ist Aber dass es eine sehr aktive Entscheidung in die man Zeit investieren muss am Anfang eines Unternehmens, wenn man schnell sein muss meist nicht getroffen wird.
00:38:28: Bleiben wir jetzt mal in der EU.
00:38:30: also eure aktuelle Bewertung zeigt ja es geht auf jeden Fall.
00:38:33: du hast auch schon gesagt was ihr gemacht habt damit das eben funktioniert.
00:38:36: aber aus deiner Sicht sieht um ich sage mal überhaupt in Sachen KI in Deutschland in Europa stärker zu werden reicht da das aktuelle Ökosystem aus?
00:38:45: Also du hast schon gesagt also Kohle holt ihr euch relativ schnell aus den USA.
00:38:49: Was würdest Du sagen was würde helfen um hier besser voranzukommen mit Deiner Erfahrung?
00:38:53: Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass die finanziellen Mittel auch von europäischen Unternehmen aus den USA organisiert werden können.
00:39:00: Was viele Unternehmen zeigen das es möglich ist?
00:39:04: Dann sind sicherlich die Rahmenbedingungen schnell die besten Leute einzustellen Die relevantesten Grundvoraussetzungen um erfolgreich globale Unternehmen aufzubauen.
00:39:16: und da geht's darum wie schafft man schnellen Talentfluss von Talenten zwischen Unternehmen?
00:39:21: aber auch kann man Hubs bauen, wo viel Talent zusammenkommt.
00:39:26: Und da gibt es in Europa Städte wie Berlin, wie Paris, wie Zürich, wo man viel auch technisches Talent hat und das natürlich dem Ökosystem hilft weitere erfolgreiche Tech-Unternehmen zu
00:39:39: bauen.".
00:39:39: Okay jetzt mit deiner Erfahrung, mit Parloa und deinen Erlebnissen wenn du heute nochmal neu gründen würdest?
00:39:46: Würdest Du's wieder in Europa, in Deutschland tun?
00:39:49: oder würdest Du sagen ne... war doch deutlich komplizierter, ich mach's lieber gleich in den USA.
00:39:54: Es kommt sicherlich sehr stark auf das Thema an und davon würde ich es abhängig machen und daher kann ich da keine klare Aussage zu treffen.
00:40:03: wenn es ein globales Thema ist und ich die richtigen Leute in Deutschland finde mit denen ich das gründen würde würde ich sofort wieder in Deutschland gründen wie gesagt weil ich glaube wenn man die richtige Grundvoraussetzung schafft als Unternehmer oder als Gründungsteam dann kann man auch aus Deutschland oder Europa zeigen, dass man weltweit erfolgreich sein kann.
00:40:20: Wie gesagt wenn es ein Thema ist das global funktioniert und man sich natürlich auf Themen spezialisiert die sehr US-fokussiert sind, dann würde ich das anders entscheiden.
00:40:28: aber wenn's ein globales Thema ist, dann ja würde ich auch wieder an Deutschland gründen.
00:40:31: Was würdest du dir wünschen für die Szene was es vereinfachen würde zu gründen vielleicht vor allem aber auch zu skalieren und am Ende weltweit erfolgsreich zu werden?
00:40:39: Was fehlt uns hier noch?
00:40:40: wo du sagst denn das jetzt noch wäre?
00:40:42: das hätte uns sehr geholfen oder das würde anderen sehr helfen?
00:40:44: Zum einen ist es die Geschwindigkeit, Talent einzustellen.
00:40:49: Also in den USA wenn du Leute einstellen möchtest dann dauert das zwei bis vier Wochen und du hast die Leute im Team – in Deutschland dauert es eher drei bis sechs Monate!
00:40:57: Und das verlangsamt natürlich die Geschwindigkeit deine Teams aufzubauen.
00:41:01: Das ist die eine Herausforderung.
00:41:03: Die zweite Herausforderung auch wenn es da Fortschritt gab Mitarbeiterbeteiligung ist immer noch eine Herausforderungen die nicht einfach gelöst ist und es immer noch sehr komplex ist, wie man es umsetzt.
00:41:15: wie man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt.
00:41:17: Und ich glaube, auch da kann viel vereinfacht
00:41:20: werden.".
00:41:22: B. Den Willen wirklich was zu rocken, wenn man bei der Weltspitze mitmachen will und natürlich immer auch die richtigen Gesprächspartnern oder die richtige Netzwerke.
00:41:51: Malte vielen Dank weiterhin viel Erfolg und ja auf bald mal!
00:41:56: Vertrauen als Vorteil also finde ich auch ganz wichtig.
00:41:59: es ist eben immer noch so dass wir gerne auch Lösungen made in Germany mehr trauen als Made In Asia oder in den USA Und das kann natürlich ein Wettbewerbsvorteil sein Wenn man diese Lösung dann eben auch schnell genug skaliert bevor irgendwelche anderen einem da den Rang ablaufen.
00:42:13: Was beide ja gesagt haben und auch immer wieder betont haben, das ist natürlich auch entsprechende politische Rahmenbedingungen braucht wenn Deutschland bzw.
00:42:22: Europa als KI-Standort wettbewerbsfähig bleiben wird.
00:42:28: Dr.
00:42:28: Fabio Mehring ist seit November, im Jahr und zwei Jahren politisch aktiv als Mitglied des Bayerischen Landtags und zuvor als parlamentarischer Geschäftsführer der Freien Wähler-Landtagsfraktion.
00:42:43: Als Digitalminister verantwortet er heute zentrale Zukunftsthemen wie die Digitalisierung der Verwaltung, digitale Innovationen wie zum Beispiel künstliche Intelligenz im bayerischen Staatsministerium für Digitales.
00:42:58: Der Freistaat positioniert sich dabei zunehmend offensiv am europäischen KI-Wettbewerb, internationale Unternehmen wie OpenAI oder auch TikTok haben zuletzt Standorte in München aufgebaut.
00:43:08: Zugleich wurde Bayern von der Financial Times als einer der führenden europäischen Startup und Innovationsstandorte bezeichnet.
00:43:15: Insofern bin ich doppelt froh dass er heute Zeit für uns hat und dabei ist im Ohr am Netz.
00:43:19: Herzlich willkommen, Herr Dr.
00:43:20: Mehring!
00:43:21: Schön, dass Sie dabei sind.
00:43:21: Danke für die Einladung!
00:43:22: Servus aus Bayern!
00:43:24: So, OpenAI hat inzwischen einen Standort in München.
00:43:27: Sie waren kürzlich bei einer Veranstaltung auch da.
00:43:30: Da ging es vor allem um den Einsatz von KI im Mittelstand.
00:43:33: Sollte Deutschland bei KI stärker auf Partnerschaften mit so Unternehmen wie OpenAI also Globalplayern setzen oder brauchen wir langfristig vor einem eigene europäische Modell?
00:43:42: Was denken Sie?
00:43:43: Ehrlicherweise und ausweit brauchen wir eine mannerfesten Überzeugung Beides.
00:43:47: Das zielt ja so ein bisschen auf die Frage nach digitaler Souveränität und ich halte insbesondere unser Definitionsverständnis von digitalerSoveränität hierzulande in Deutschland, was das anbelangt immer für einigermaßen unterkomplexes.
00:43:59: Die Wahrheit ist dass digitale Souveräenität im KI-Zeitalter ja schwerlich bedeuten kann, dass wir jede Hardware, jede Software, die wir im digitalen Zeitalter benötigen, in Bayern oder in Europa Vorräte haben.
00:44:10: Es ist weder technisch möglich noch werde es in irgendeiner Art und Weise ökonomisch sinnvoll.
00:44:15: Deshalb ist es sinnvoll und gut, dass wir eine Situation haben in der wir große internationale Champions bei uns München insgesamt in Deutschland erfolgreich ansiedeln können.
00:44:25: Es ist super das Apple Microsoft AWS Google hier in München Milliarden investieren.
00:44:33: den bayerischen Mittelstand fit zu machen fürs KI Zeitalter.
00:44:36: Es ist genauso wichtig, dass wir es schaffen auch eigene Weltmarktführerschaften auf den Märkten der Zukunft zu entwickeln.
00:44:42: wenn ich mach mal zugespitzt vielleicht die großen Sprachmodelle jetzt ein abgegraster Markt sind Gibt es vielleicht einen Markt für kleine Industriedatemodelle?
00:44:49: Wenn bei einem die USA und Asien stark waren, können wir vielleicht also Europa reusieren wenn's um das andere geht.
00:44:55: Also die Dinge miteinander zu kombinieren ist der richtige Weg und deshalb keine Entferter oder sondern ein sowohl als auch.
00:45:01: Bayern hat davon ja im übrigen auch in der Vergangenheit immer gelebt.
00:45:03: Wir waren die Heimat der großen internationalen Champions Der Siemens, der Audis, der BMWs.
00:45:08: Wir hatten aber auch immer den Mittelstand und regionale Hidden Champions.
00:45:12: Wenn jetzt die Digitalwirtschaft um siebenundzwanzig Prozent wächst, während nahezu alle anderen Wirtschaftssektoren gerade spürbare Probleme haben, dann will ich das auf dem Merken der Zukunft, dass wieder so ist, dass wir die Heimat der großen globalen Champions sind ,dass wir aber auch eigene USPs und eigene Player aus dem Herzen Europas haben.
00:45:29: Und da gibt es ja einige schöne Beispiele.
00:45:30: eins zum Beispiel gerade kürzlich KI Rechenzentrumseröffnung von Telekom und Nvidia.
00:45:34: Wie wichtig sind denn solche Projekte jetzt aus ihrer Sicht für die Region Bayern, aber natürlich auch für Deutschland und für ganz Europa wenn wir eben auf das Thema Subredinität gucken.
00:45:43: Also dass wir nicht jede einzelne Schraube jeden einzelnen Chip selber herstellen können und sollten ist klar.
00:45:49: Aber wie wichtig ist es solche Rechenzentren ich sage mal auch geopolitisch bei uns vor der Haustür zu haben?
00:45:54: Ich halte das für absolut entscheidend.
00:45:55: Und was uns da in München an der ISA gelungen ist mit dieser Kooperation aus Telekom und Nvidia, es schon Beispiel geben, was das anbelangt?
00:46:03: Wir haben ja da über Nacht mal schnell die KI-Rechenkapazität Deutschlands um fünfzig Prozent gesteigert – ich finde dass das schon eine Ansage ist neben der Investitionen und eben der Wirtschaftung, die dadurch nach München gekommen ist!
00:46:14: Und natürlich ist es ein Race in Richtung digitaler Zukunft.
00:46:18: Natürlich werden digitale Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz, wie Cloud Computing, alles was mit Quantum Computing und Code zu tun hat in den nächsten Jahren Nicht nur unsere Art zu leben, unsere Art arbeiten einfach alles unweigerlich verändern.
00:46:32: Das wird auch den Wohlstand auf der Welt neu verteilen und deshalb ist mir schon ein Herzensanliegen mit dieser klaren Mission Bayern soll dann Top Standort sein im Herzen von Europa dass wir bei aller dem nicht alleine mit staunenden großen Augen an der Seitenlinie stehen um mal passiv dabei zuschauen wie Playhouse Asien und USA gerade den Wollstand unter Zukunft untereinander verteilen.
00:46:52: Wir wollen uns da schon auch unser Stück vom Kuchen abholen und selber nach der Decke strecken und es ist wichtig das solche Projekte bei uns gibt.
00:46:58: rechten Zentren sind die KI-Fabriken der Zukunft und wenn sie in unserer Heimat nicht stehen, dann ist unser Wohlstand nicht in die Zukunft zu tragen.
00:47:06: Und deshalb ist es wichtig dass so was stattfindet.
00:47:08: Jetzt setzen Sie in Bayern bei KI stark auf den Transfer in dem Mittelstand und auf so praxisnahe Anwendung.
00:47:14: das heißt also wie Sie gesagt haben hidden Champions und auch die kleinen Player wenn wir jetzt ich sage mein Anführungszeichen das Rennen um die large language Models vielleicht verloren haben, vielleicht auch Small Language Models oder eben andere KI-Anwendungen zu machen.
00:47:27: Das ist hier erst mal schön da den Mittelstand zu empowern.
00:47:29: aber brauchen wir am Ende Ihrer Meinung nach große KI Konzerne und Plattformen in Europa?
00:47:34: Also müssen wie die Kleinen wieder irgendwo zusammenführen damit wir vielleicht mit dem ganz großen aus Asien und Übersee mithalten können?
00:47:40: Meine feste Überzeugung ist dass wir am ende des Tages beides brauchen werden.
00:47:45: Wir werden auf dem Feld der großen Sprachmodelle beispielsweise auch bei den Industriedatemodellen internationale Champions mit einer globalen Struktur sehen, da geht es dafür zu arbeiten dass es auch solche globalen Champions des KI-Zeitalters aus dem Herzen Europas gibt nicht alleine aus Asien und USA.
00:48:02: uns ist das bei der Luftfahrt immer mein Lehrbeispiel dazu ja mal gelungen als wäre Auffassung waren es ist nicht das allerglückste wenn dieser Markt allein monopolistisch vom Boeing bestritten wird sondern es wäre gut in europäischer native zu haben, haben wir Airbus auf den Weg gebracht und das ist mit Verlaub eines diagrosen industriellen Erfolgsgeschichten des letzten Jahrhunderts gewesen.
00:48:20: Meine Auffassung ist, wir brauchen sowas jetzt auch für die digitalen Märkte der Zukunft so eine Art Cyber-Airbus eigene europäische Champions, die in ihrer DNA halt sowas haben wie unser Verständnis von freier Marktwirtschaft, von Datenschutz, vom Friedenfreiheit und Wohlstand sicher heil der Errungenschaften westlich liberaler Demokratien seit dem Zweiten Weltkrieg.
00:48:38: Also ja die Großen brauchen wir?
00:48:40: Wir brauchen aber auch... Und das muss wie Räder ineinandergreifen!
00:48:43: Wir brauchen den Mittelstand, wir brauchen auch diejenigen, die die PS- und die Chancen, die in digitalen Zukunftstechnologien stecken auf die sprichwörtliche Straße bringen.
00:48:52: Die die Chansen, die da drin stecken zu den Menschen in den Regionen bringen.
00:48:55: Das werden am Ende des Tages natürlich auch mittelständische Betriebe sein.
00:49:00: Das werden Start-ups sein, die wir beim Wachsen unterstützen müssen.
00:49:03: Und deshalb ist es aus meiner Sicht am Ende des Tages kein Entweder oder zwischen einer Leitentscheidung bauen wir jetzt den großen Tech-Konzern oder unterstützen wir das Empowerment des Mittelstands und machen den fit fürs KI-Zeitalter.
00:49:15: Wir müssen das eine tun ohne das andere zu lassen.
00:49:18: Denn auch digitale Souveränität bedeutet am Ende ja Wahlfreiheit zwischen verschiedenen Angeboten aus verschiedenen Regionen der Welt und skaliert über verschiedene Größenstrukturen von Unternehmen hinweg.
00:49:29: Und wenn wir das in Zukunft zu sehen wollen, wie wir es aus dem Industriezeitalter kennen auch im KI-Zeitalter und nicht eine Struktur wollen, die sie gerade in den USA zu beobachten ist dass es eine starke Markkonsolidierung gibt und am Ende des Tages seine Situation in dessen politisches System gibt, um das herum sich so ein paar Tech-Oligarchen zusammenfinden.
00:49:47: Und dann gilt das Credo diejenigen, die gewählt wurden sind haben nichts zu sagen und diejenigen die das Sagen haben sind nie gewählt worden und die Demokratie hatten Probleme.
00:49:53: wenn wir das nicht wollen Dann brauchen wir doch diese diverse, breit aufgestellte Struktur auch fürs KI-Zeitalter vom Einmannbetrieb bis hinauf zum großen Weltkonzern.
00:50:02: Und jetzt haben aber trotzdem ich sage mal einen Wettbewerbsnachteil der vielleicht am Ende sogar ein Wett Bewerbsvorteil wird.
00:50:07: Ich will jetzt einmal aufs Thema Regulierung kommen beziehungsweise Innovationsdruck.
00:50:11: also wir haben ja gerade schon gehört in den USA da machen sie alle was sie wollen grade die großen Tech Leute oder was der eine will und haben da wenig mit Regulierungen zu tun, bei uns hört man immer wieder ja wir sind überreguliert.
00:50:23: Wir haben so viele verschiedene Regularien die teilweise sich überschneiden.
00:50:27: das bremst doch in unsere Innovationskraft.
00:50:30: Wie schätzen Sie die Lage ein und was wieder vielleicht ein sinnvoller Weg daraus?
00:50:33: Meine Überzeugung ist das vor dem Hintergrund dessen, was wir gerade in den USA, was wie gerade in China sehen.
00:50:38: Was wir ja in gestaltes Ukrainekrieg und in Russland erleben dass eine kluge Regulierung sogar an USP sein kann.
00:50:46: Dass es uns gelingen kann aus diesem früheren Braindrain Richtung Silicon Valley in der Art Brain Gain zu machen indem wir die Botschaft aussenden bei uns gibt's Genauso kluge Universitäten und Forschungseinrichtungen.
00:50:56: Bei uns gibt es genauso coole Startups, bei uns gibt's eine genauso klassische belastbare Industrie aber bei uns gibts noch eine so umdrauf.
00:51:04: Bei uns gibt es Friedenfreiheit, Wohlstandssicherheit und zwar eine westlich-liberale verlässliche Demokratie die bei KI nicht einfach auf Durchzug schaltet sondern die Dinge sinnvoll reguliert und strukturiert so dass man sich egal wer gerade Präsident ist darauf auch verlassen kann.
00:51:18: Wenn wir das so machen dann kannst du einen Standort Vorteil für Europa sein und dann können wir sogar Magnete und Anziehungspunkt im Webbewerb um die glücksten Köpfe der Welt sein um den es nur einmal geht bei digitalen Zukunftstechnologien.
00:51:30: wenn wir aber das sage ich auch in aller Deutlichkeit so weiter tun wie bisher nämlich in Gestalt von klassischer Überregulierung die Innovation abwirkt, bevor sie überhaupt entstehen kann.
00:51:39: Dann ist die Regulierung, die wir gerade auf den Weg bringen ein eklatanter Wettbewerbsnachteil der uns quasi bei diesem Rennen Richtung digitale Zukunft auf Bayerisch gesagt schon die Schubbendel zusammen bindet, bevor überhaupt das Startschuss fehlt.
00:51:52: Das ist was wir grade tun und es Hauptproblem dabei ist nicht Die Regulierung und die Zahl an einhundert Gesetzen und Verordnungen zur Regulierung des digitalen Raums, die wir auf europäischer Ebene schon haben ist auch ein Problem.
00:52:03: Das Hauptproblem ist aus meiner Sicht aber... dass wir es nicht schaffen, uns als einen europäischen Wirtschafts- und Regulierungsraum zu verstehen.
00:52:10: Dass wir jedes Mal wenn sein neues EU-Rahmengesetz gibt die Neigung haben in siebenundzwanzige Unationale Staaten verschiedene Interpretationen davonzumachen und den Deutschland am besten in sechszehn Bundesländern nochmal sechzehn verschiedene Interpertationen dessen was die US-Rahmen vorgegeben hat Und das ist dann nationalstaatliche Selbstverzwergung at its best.
00:52:28: Das führt dazu, dass Herr Trump Frau von der Leyen auf einem Golfplatz seiner Wahl einbestellen kann um ihr die nächsten Zölle mitzuteilen weil wir eben nicht mit der Kraft von vierhundertfünfzig Millionen Europäerinnen und Europäern kommen, weil wir nicht als ein Wirtschaftsraum- und Regulationsraum unterwegs sind.
00:52:43: Und das finde ich muss sich ganz dringend ändern.
00:52:45: Unsere Mitbewerber sitzen halt nicht in Paris oder London wenn es um digitale Zukunftstechnologien geht sondern in Chancenon im Silicon Valley und am anderen Ende der Welt.
00:52:54: Wenn wir mit denen auf Augenhöhe agieren wollen brauchen mir den gesamten Punch und die ganze Leistungskraft Aller-Tech-Ökosysteme in Europa.
00:53:02: Deshalb bin ich ja auch so viel unterwegs, um die zusammenzubringen.
00:53:04: aber die Grundlage dafür ist eine einheitliche Regulatorik.
00:53:07: Mein Vorschlag im Brüssel ist deshalb immer macht nur noch einen neuen Digitalgesetz und den Demonstren stehen solange keine neuen Digitalgesetze mehr bis alle Digitalgesätze, die es schon gibt miteinander europawald homogenisiert sind.
00:53:19: das ist was wir dringend bräuchten nach meinem Dafürhalt.
00:53:21: Das klingt für mich auch nach einer absolut logischen und sinnvollen Maßnahme.
00:53:26: Eine andere Voraussetzung, die in Europa als der eine Player aufzutreten ist natürlich das unsere gesamte.
00:53:33: und damit komme ich zu einem, ich sage mal etwas schwierigen Thema.
00:53:36: Unsere gesamte öffentliche Verwaltung auch digitalisiert ist und zwar die in Bayern, die in Deutschland und die in Europa und die Verwaltungen zumindest in Deutschland.
00:53:44: Die gilt ja schon immer so ein bisschen als Nachzykler in der Digitalisierung.
00:53:48: Welche konkreten Einsatzfälle für künstliche Intelligenz sehen Sie denn im Behörden- und Landesverwaltung um vielleicht, ich sag mal da ein bisschen Fahrt aufzunehmen?
00:53:57: Mit Assistenten und anderen KI-System kann man ja viele Dinge beschleunigen.
00:54:01: Also zunächst aus, wenn haben Sie dann total einen Punkt?
00:54:03: Ich bin jemand der außerordentlich enttäuscht ist über das Ambitionsniveau mit dem wir da unterwegs sind weil meine feste Überzeugung gerade besteht dass wir gar keine andere Chance haben als moderner Digitalstab mit einer innovativen Verwaltung zu sein als Wettbewerbsvorteil für die Wirtschaft meines Lebensqualitäts verbessert dafür den Menschen.
00:54:19: Wenn wir auf die Demografie in diesem Land schauen, wenn wir auch auf die Bürokratie in dem Land schauen und auf die gesellschaftliche Spaltung schauen, die damit zu tun hat, dass die Leute starteben rückständig verstaubt und langweilige empfinden.
00:54:29: Und nicht coole, moderne und innovativ.
00:54:31: Da müssen wir da hin.
00:54:32: Wir müssen aber auch deshalb hin, weil uns nicht nur die Bitcoin sagt, wir könnten einhundert Milliarden im Jahr volkswirtschaftlich sparen, wären wir da so gut wie denen mal!
00:54:39: um mal ehrlich zu sein, wir sind die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und Dänemark ist unser kleiner Nachbar im Norden.
00:54:45: Ich fände es jetzt nicht überambitionierend als drittgroße Volkswirtschaft zur Welt zu sagen bei solchen Themen wären wir gerne so gut wie der kleine Nachbarn im Nordern weil wenn wir hundert Milliarden im Jahr hätten müssten wir gar nichts Sondervermögen zulasten unserer Kinder- und deren Kinder-und Urenkel bilden, wenn wir einfach nur die Hausaufgaben in der Gegenwart machen würden.
00:55:01: Deshalb gebe ich da in Bayern sogar's!
00:55:02: Ich geb zu Wir sind auch in Bayern noch nie soweit wie ich sein möchte.
00:55:07: Aber wir sind schon inzwischen in einer Situation, ich darf das jetzt seit knapp drei Jahren machen.
00:55:11: In der unter den ersten hundert Plätzen bei der digitalen Verwaltung in ganz Deutschland, achtzig Plätze von Bayern belegt werden.
00:55:16: also es geht schon was wenn man da Gas gibt und KI ist dabei ein Riesenthema.
00:55:21: Ich habe im Moment vier Projekte am Start ohne jetzt zu sehen die Details einzusteigen.
00:55:24: Da geht zum Jugendhilfe in Augsburg, da geht zum Wohngeld in Nürnberg Und eine KI-Strategie für Landratsämter in Grauenstein.
00:55:31: Also da ist im Moment einiges was wir versuchen gemeinsam zu bewegen.
00:55:35: die ersten Rückmeldungen, die ich kriege wenn man mal nicht nur über die Chancen von KI schön duziert sondern wenn man sie wirklich mehr einsetzt im Herzen der Verwaltung.
00:55:43: ist, dass man wirklich krasse digitale Dividenden hebt.
00:55:46: Dass Bearbeitungszeiten von vielen Stunden auf wenige Minuten untergehen und dass man statt zwanzig Leuten nur noch zwei drei Leute braucht.
00:55:52: Und wenn man das wieder zusammenbringt mit Demografie, mit Bürokratie, Mit dem Empfinden der Menschen des Staates zu langsam, zu ineffizient die Staatsquote ist so hoch dann ist es doch die große Jahrhundert Chance da besser zu werden.
00:56:04: also ich rate zu Vollgas bei der Digitalisierung von Staaten Verwaltung und Ich glaube, dass KI-Stadtbürokratien erheblich mithelfen könnte als Motto wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird und die Dinge wieder funktionieren, weil noch ein Gedanke dazu ja auch so ein Grundgefühl bei den Menschen unterwegs ist.
00:56:20: Wissen Sie?
00:56:20: Die Leute in dem Land haben gerade das Gefühl wenn sie an dem Bahnhof gehen sind sich schon verwundert, wenn ein Zug pünktlich kommt.
00:56:25: Wenn sie an den Flughafen gehen müssen sie im Flieger auf dem Rollfeld übernachten, weil kein Bus mehr kommt hatten wir erst in München
00:56:30: usw.,
00:56:31: also es gibt so ein allgemeines Gefühl von Dysfunktionalität des Staates.
00:56:35: Und das, glaube ich, müssen wir wieder ändern und es wird maximal bestätigt wenn's dort nicht klappt wo Politik und Staat auf die Lebenswürgigkeit der Menschen trifft in den Rathäusern, in den Landratsämtern.
00:56:44: Wenn dort aber das Staat modern cool innovativ digital ist, wenn moderne Verwaltung von überall aus mit dem Handy als Rad aus in der Hosentasche geht.
00:56:51: dann steht am stammtischen Bayern auch wieder jemand auf wenn Extremisten über den Staat herziehen und sagt hey eigentlich machen die das ganz gut?
00:56:58: Ich glaube auch dass ist eine Chance die in digitaler Transformation vom Verwaltung steckt.
00:57:02: Jetzt gucken wir doch mal mit diesem, ich sag mal, Dampf auf die Strecke fünf Jahre in die Zukunft und schauen mal in fünf Jahren in Bayern, in Deutschland.
00:57:09: Woran würden Sie denn konkret erkennen?
00:57:11: oder sagen wir mal festmachen dass wir in Sachen KI wirklich souveräner geworden sind?
00:57:15: Dass wir eigene Dinge haben geht es da um eigene Infrastruktur, um erfolgreiche Unternehmen oder eben um eine funktionierende digitale Verwaltung, wenn wir in fünf Jahren hier widersprechen.
00:57:25: Woran machen wir fest?
00:57:26: Der Mehring hat geklappt!
00:57:27: Wir sind gut vorangekommen.
00:57:28: Zum einen natürlich daran dass wir dann hoffentlich ein moderner Digitalstab mit einer innovativen Verwaltung sind so das es auch mal wirklich bei den Menschen und bei der Wirtschaft ankommt, dass die Leute das Gefühl haben da hat sich jetzt was getan.
00:57:39: Dass die Unternehmen sagen hey es ist nicht mehr eine Last in Deutschland zu sein weil mit der Verwaltung lämnt sondern es ist ein verdammter Standortvorteil die Dinge hier zu tun und nicht andersorts zu tun weil die Dinge da gut funktionieren.
00:57:51: Und des Zweiteres ich will dass wir bei diesem globalen Rennen in Richtung digitale Zukunft an der Spitze mitspielen.
00:57:57: Dass wir nicht nur zuschauen wie andere das tun sondern dass wir von dieser Rücksitzbank Position mal gucken wo Asien und USA im Lenkrad die Dinge hinsteuern in den Fahrersitz kommen Und da selbst in der Spitze mit dabei sind, ich will dass mindestens Bayern das idealerweise Deutschland und Europa einfach auch eine Heimat für Hightech ist.
00:58:14: Dass wir ein Top-Standort sind für Zukunftstechnologien Denn gerade mit Blick auf unsere Voraussetzungen Haben wir ja gar keine andere Chance.
00:58:22: Ich meine, schauen Sie auf unsere Arbeitslöhne, schauen sie auf unsere Energiepreise, schauen die auf unsere Demografie, schauen sich auf unser Mangel an natürlichen Ressourcen?
00:58:30: Wir haben kein Öl!
00:58:30: Wir haben keinen Gas!
00:58:31: Unsere einzige Chance ist Spitze zusammen bei Tech und bei Innovationen.
00:58:35: Und deshalb kann man da nur Vollgas geben wenn man ein bisschen verstanden hat was gerade auf der Welt passiert.
00:58:40: Und wenn sich das auszahlen würde und wir dann in fünf Jahren wieder reden, dann hätte ich mal einen Job gut gemacht.
00:58:45: Das wäre mein Anspruch.
00:58:46: Lieber Herr Meering, ich hoffe, wir hören uns vorher schon mal wieder gerne mit Zwischenständen bei gut funktionierenden Projekten weil eins hat man auf jeden Fall verstanden an diesem Interview Sie haben richtig Bock drauf!
00:58:55: Sie wissen worüber sie reden und sie gehen die Sachen an.
00:58:57: Das finde ich gut.
00:58:58: davon brauchen wir mehr.
00:58:59: Doktor Fabian Meering ist seit November dreiundzwanzig Bayerischer Staatsminister für Digitales.
00:59:03: Seitdem hat es sich schon viel getan.
00:59:05: Rücken wir mal die Daumen, wenn es so weitergeht wird sich auch noch viel tun und das kann ja durchaus eine Strahlkraft für den Rest der Bundesrepublik oder für ganz Europa haben.
00:59:12: Auf jeden Fall vielen, vielen Dank für Ihre Zeit und für das tolle Gespräch.
00:59:15: Sehr gerne!
00:59:15: Vielen Dank!
00:59:16: Ja, wenn man diese drei Perspektiven jetzt heute mal zusammenbringt finde ich ergibt sich ein sehr schönes Bild ne?
00:59:22: Ich find' es wird ja ziemlich klar... worum es bei KI-Souveränität eigentlich geht, nämlich nicht um vollständige Autarkieunabhängigkeit.
00:59:31: Da haben ja auch alle betont das ist am Ende gar nicht mehr wirklich realistisch dass wir völlig unabhängig werden von anderen Ländern sondern es geht vielmehr um die Fähigkeiten Technologien eben selbstbestimmt zu entwickeln und einzusetzen.
00:59:44: Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, wir haben hier viele Stärken.
00:59:47: Forschung ist sehr gut.
00:59:48: Regulierung ist natürlich auch was wo wir in Deutschland ganz weit vorne sind und wir sind gut im Bereich der spezialisierten Anwendungen.
00:59:55: das ist ein bisschen so wie in der gesamten digitalen Welt glaube.
00:59:57: ich habe den Eindruck ich durfte letztens Für die Chip Designer von Chip Design Germany ein Forum moderieren und da war genau eben das Thema geile Forschung.
01:00:05: Unsere Forscherinnen und Forscher sind aber so, wenn sie denn mit ihrer Forschung fertig sind machen Sie einen Häkchen dran packen es in eine Schublade und es gibt dann irgendwie niemanden der sich mal breitbeinig hinstellen sagt wir haben hier was richtig geilet.
01:00:14: Das muss jetzt mal weltweit funktionieren.
01:00:16: also da müssen wir Deutschen daran arbeiten auch in Sachen KI.
01:00:19: Ja, also ganz entscheidend wird daher sein wie schnell wir aus Strategien jetzt konkrete Umsetzung machen und ob es eben gelingt ja Abhängigkeiten zu reduzieren ohne Innovationen auszubremsen beziehungsweise wie ist eben auch gelingt in die Umsetzung zu kommen von der Forschung in die umsetzten?
01:00:35: Und wenn ihr eine schnellere Antwort wollt da draußen fragt doch mal die KI was sie sagt.
01:00:40: Ich bin eigentlich mal ganz spannend danach zu fragen Wir bleiben auf jeden Fall dran an diesem Thema weil es ist essentiell wichtig und ich meine mal ehrlich verändert sich und verbessert sich, entwickelt sich so rasant weiter.
01:00:51: Da muss man eben auch wirklich regelmäßig dran bleiben weil sonst verliert man da definitiv den Anschluss.
01:00:54: Und das sollte uns hier in Europa und in Deutschland eben nicht passieren.
01:00:58: Ja!
01:00:58: Das war's schon wieder mit dem Ohr am Netz.
01:01:01: Wir hoffen es hat euch gefallen.
01:01:02: Ihr habt ein bisschen was mitgenommen.
01:01:04: wir freuen uns über einen Abo oder eine kleine Bewertung unseres Podcasts.
01:01:08: Das hilft uns auf jeden Fall immer weiter und sagen schon mal vielen Dank fürs Zuhören.
01:01:11: Bis zum nächsten Mal Danke schön Tschüss.
01:01:18: der Podcast des ECO, Verband der Internetwirtschaft.
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