Nicht nur Berlin: Warum Deutschlands Digitalisierung vor Ort entschieden wird
Shownotes
Digitalpolitik wird oft auf Bundesebene diskutiert. Ob digitale Verwaltung, Datenpolitik, Künstliche Intelligenz oder digitale Souveränität im Alltag tatsächlich funktionieren, entscheidet sich aber häufig in Ländern und Kommunen. In dieser Folge von „Das Ohr am Netz“ sprechen Sidonie und Sven mit Jan Pörksen, Chef der Hamburger Senatskanzlei und Vorsitzender der Digitalministerkonferenz 2026. Thema ist die Frage, welche Rolle die Länder in der Digitalpolitik spielen und wie die Zusammenarbeit mit dem Bundesdigitalministerium konkret besser werden kann. Im Gespräch geht es um Hamburgs Vorsitzjahr in der Digitalministerkonferenz, gemeinsame Standards, klare Zuständigkeiten, Finanzierung, Fachkräfte und das Tempo bei der Umsetzung digitalpolitischer Vorhaben. Außerdem erklärt Dr. Pörksen, warum digitale Souveränität auch aus Sicht der Länder eine zentrale Rolle spielt. Die Folge zeigt: Erfolgreiche Digitalisierung braucht mehr als Strategien. Sie braucht verbindliche Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen und Strukturen, die Umsetzung vor Ort einfacher, schneller und verlässlicher machen. — Redaktion: Christin Patricia Müller, Irmeline Uhlmann, Anja Wittenburg, Erik Jödicke Schnitt: David Grassinger Moderation: Sidonie Krug, Sven Oswald Produktion: eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.
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00:00:04:
00:00:09: Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Das Ohr am Netz.
00:00:13: Hallo Sven!
00:00:23: Also ich hatte in letzter Zeit so ein paar so Befälle, also eins war zum Beispiel abgelaufener Führerschein.
00:00:28: Da musste ich sehr weit in die Wallachai fahren um dann auf dem richtigen Amt irgendwie meinen alten Führerschrein abzugeben.
00:00:35: Dann wurde ein neuer Beantrag, dann konnte ich mein Alten wieder mitnehmen.
00:00:38: Den musste sich dann aber per Post wieder hin.
00:00:39: also es war furchtbar kompliziert und immer wenn man seine Daten immer wieder noch mal neu eingeben muss und man sich nochmal verifizieren und akkreditieren muss um klar zu machen Man selbst ist auch wirklich man selbst... Also ich bin ganz ich selbst.
00:00:51: wobei wer kann das schon von sich behaupten?
00:00:52: Da brauche ich mir regelmäßig die Haare
00:00:55: Geht mir ganz genauso, hatte ich jetzt auch letztens erst wieder Änderung des Bewohnerpark Ausweises.
00:01:00: Geht tatsächlich nicht digital?
00:01:02: Muss man zum Amt.
00:01:04: und ja das ist natürlich immer nervig!
00:01:06: Und viele schauen ja bei solchen Themen dann immer zuerst nach Berlin und sagen ach da müsste die Bundesregierung doch mal irgendwie was machen.
00:01:14: aber ob digitale Angebote wirklich funktionieren, entscheidet sich tatsächlich oft woanders.
00:01:21: Nämlich in den Ländern, in den Kommunen und in den Verwaltungen vor Ort.
00:01:25: Tja und deswegen geht es heute um Digitalpolitik im Föderalismus also um die Fragen wer entscheidet eigentlich was?
00:01:31: Wer setzt um und warum dauert Digitalisierung manchmal länger als Bürgerinnen und Bürger das Erwarten?
00:01:36: Ja, und wir haben einen Gast tatsächlich heute sozusagen einen Headliner.
00:01:40: Das ist Jan Perksen.
00:01:41: Er ist Chef der Hamburger Senatskanzlei und gleichzeitig in diesem Jahr Vorsitzender der Digitalministerkonferenz.
00:01:48: Hamburg hat seit dem ersten Januar diesen Jahres den Vorsitz der DMK übernommen und es ist ein relativ spannender Zeitpunkt mal einen Blick darauf zu werfen was diese Digitalminister Konferenz eigentlich tut.
00:01:59: also die Bundesregierung haben ja gerade kürzlich gehabt ist ungefähr seit einem Jahr im Amt.
00:02:02: Es gibt das neue Bundesdigitalministerium Den digital Minister also alles Sachen, auf die wir sehr lange gewartet haben.
00:02:08: Und trotzdem geht es natürlich darum wie kriegen wir jetzt die Digitalisierung in die Fläche oder zu uns Bürgerinnen und Bürger?
00:02:13: Das ist eben oft die Umsetzung der Aufgabe von Ländern und Kommunen!
00:02:17: Ja, nämlich tatsächlich.
00:02:18: Also ob digitale Verwaltung, Datenpolitik, KI, Infrastruktur oder auch digitale Souveränität – das sind alles zentrale Fragen die nicht alleine in Berlin entschieden werden sondern wo die Länder eben auch ein Wörtchen mitzureden haben.
00:02:31: So
00:02:31: und da wollen wir mal verstehen wie funktioniert der Föderalismus in Sachen Digitalpolitik?
00:02:36: also welche Rolle spielen die Länder?
00:02:38: Wie arbeitet die Digitalministerkonferenz eigentlich und was muss passieren damit die Digitalisierung einfacher schneller und am Ende verbindlicher wird?
00:02:45: Genau.
00:02:45: aber bevor Vielleicht mit gern Perksens sprechen, schauen wir zuerst einmal auf die News.
00:02:56: Ja, wir starten mit dem großen digitalpolitischen Thema der vergangenen Woche – dem europäischen Tech-Severalty Package!
00:03:03: Das soll ja Europa bei Cloud, KI und digitaler Infrastruktur unabhängiger und handlungsfähiger machen….
00:03:12: Und wir haben uns hier mal zwei Aspekte rausgepickt, nämlich einmal das Thema digitale Souveränität bei Cloud und KI-Diensten.
00:03:20: Ein wichtiger Teil ist der geplante Cloud & AI Development Act – die EU-Kommission will damit unter anderem regeln welche Cloud undKI-Dinste in besonders sensiblen Bereichen eingesetzt werden können!
00:03:33: Dafür sind verschiedene Souveranitätsstufen und ein Scoring-Modell im Gespräch.
00:03:38: Anbieter könnten also danach eingeordnet werden, wie sicher vertrauenswürdig oder souveräen ihre Dienste für bestimmte Einsatzbereiche sind.
00:03:46: Der Ego warnt allerdings davor, digitale Souveränität mit Abschottung zu verwechseln.
00:03:51: Entscheidend sollte nicht pauschal die Herkunft eines Anbieters sein sondern konkrete Kriterien wie Sicherheit, Datenschutz, Rechtsklarheit, Interoperabilität und Leistungsfähigkeit.
00:04:02: Für Unternehmen und öffentliche Stellen geht es vor allem um Wahlfreiheit, Transparenz und echte Wechselmöglichkeiten Die Kernbotschaft.
00:04:10: Digitale Souveränität heißt nicht Protektionismus, sie heisst Kontrolle, Resilienz und die Fähigkeit frei und informiert zwischen sicheren Angeboten wählen zu
00:04:19: können.".
00:04:19: Und wir bleiben beim Tech-Soverenty Package – ich würde es jetzt klar ab heute einfach nur noch TSP nennen weil's sich doch das ausspricht –
00:04:26: mit Blick
00:04:27: auf digitale Infrastrukturen.
00:04:29: Also da kommt man schon ins Stolpern.
00:04:30: bei Soverenty aber gut!
00:04:31: Denn wer bei Cloud und KI Souveräner werden will, der braucht nicht nur Regeln.
00:04:36: Europa braucht auch mehr Rechenzentren, Stromnetzen Anschlüsseflächen und ganz wichtig, schnellere Genehmigungen gerade bei uns hier in Deutschland.
00:04:44: Auch das greift der Cloud and AI Development Act auf.
00:04:48: die EU-Kommission will die Rechenzentrumskapazitäten in Europa bis zwanzig zweiunddreißig verdreifachende Halleluja.
00:04:55: dafür sind sogenannte Data Center Acceleration Zones geplant manometer.
00:05:00: heute habe ich es aber mit den Anglizistenen dort so ein Planung.
00:05:02: letztes Schlüssel Flächen und Genehmigung gebündelt werden.
00:05:05: genehmigungsverfahren sollen auf zwölf Monate begrenzt werden.
00:05:09: Aus Sicht der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen, was für ein schönes Wort ist das?
00:05:13: Ein wichtiger Ansatz denn in Deutschland dauern Planung und Genehmigung neuer Rechenzentrum oft mehrere Jahre und da sind wir einfach zu langsam.
00:05:21: gleichzeitig waren die Allians vor praxisfernen Nachhaltigkeitsvorhaben.
00:05:24: dass geplante europäische Rechencentrums Label wurde vorerst nicht wie geplant vorgelegt sondern soll weiter überarbeitet werden.
00:05:31: Das bewertet die Bronze als sehr positiv.
00:05:34: mehr Transparenz bei energieeffizienzwasserverbrauch erneuerbaren Energien Und Abwärmenutzung ist richtig, aber Vorgaben müssen.
00:05:40: Standortrealitäten berücksichtigen etwa Klimanetzkapazitäten, Wasserverfügbarkeit und lokale Infrastruktur.
00:05:47: Die Kernbotschaft – wenn Europa mehr digitale Souveränität will muss es digitale Infrastrukturen auch ermöglichen.
00:05:53: Sonst entstehen die Cloud- und KI Kapazitäten die Europa braucht am Ende doch wieder woanders!
00:05:59: Ja, und ich finde in den News sieht man mal wieder ganz schön.
00:06:01: Das sind so große Themen die hier auf Berliner Ebene oder sogar auf europäischer Ebene diskutiert und am Ende geregelt werden.
00:06:08: aber umgesetzt wird das Ganze dann eben oft in den Ländern und Kommunen.
00:06:12: Und da kommt jetzt die Digitalministerkonferenz ins Spiel.
00:06:15: Seit zwanzig, vierundzwanzig ständige Fachkonferenzen der Länder sind sechzehn Länder mit unterschiedlichen Zuständigkeiten.
00:06:21: Eigene Digitalministerien gibt es im engeren Sinne eigentlich nur in Bayern und Hessen.
00:06:25: Ja,
00:06:26: und zwanzzig, sechsundzwanzig also.
00:06:27: dieses Jahr liegt der Vorsitz eben bei Hamburg unter der Leitung von Jan Pörksen, Chef der Hamburger Sehennarztkanzlei.
00:06:35: Mit ihm geht das jetzt um Digitalkolitik im Föderalismus, um Hamburgs Vorsitzjahr um die Zusammenarbeit mit dem Bundes-Digitalministerium, also die Ebene drüber und natürlich um die Frage wie Digitalisierung schneller bei den Menschen ankommen
00:06:48: kann.
00:07:10: Seit dem ersten Januar, hat Hamburg den Vorsitz der Digitalministerkonferenz übernommen.
00:07:16: Unter der Leitung von Jan Perksen steht Hamburg damit an der Spitze eines Gremiums das für die Abstimmung digitalpolitischer Vorhaben zwischen Bund und Ländern eine zentrale Rolle spielt.
00:07:26: Der Zeitpunkt ist spannend.
00:07:27: Die Bundesregierung ist seit rund einem Jahr im Amt, mit dem Bundesdigitalministerium gibt es neue Strukturen auf Bundesebene und zugleich bleibt die Umsetzung vieler digitalpolitischer Vorhaben auf die Länder und Kommunen angewiesen.
00:07:40: Ob digitale Verwaltung, Infrastruktur, Datenpolitik, KI oder digitale Souveränität –
00:07:46: viele
00:07:47: zentrale Fragen entscheiden sich nicht alleine in Berlin sondern im Zusammenspiel der föderalen Ebenen.
00:07:53: Vor diesem Hintergrund wollen wir heute darüber sprechen, welche Rolle die Länder in der Digitalpolitik spielen wie die Digitalministerkonferenz arbeitet und wo Deutschland bei der Umsetzung digitalpolitischer Vorhaben schneller und verbindlicher werden muss.
00:08:06: Ja, Herr Perksen.
00:08:07: Für viele Hörerinnen und Hörern ist die Digitalministerkonferenz wahrscheinlich weniger präsent als andere politische Gremien?
00:08:13: Können Sie einfach zu Beginn mal kurz erklären was macht die DMK welche Aufgaben hat sie konkret und welchen Einfluss können Sie auf Digitalpolitik in Deutschland tatsächlich nehmen?
00:08:22: Die Digitalminister Konferenz ist in der Tat neu und das zeigt auch dass das Digitale in unserer Gesellschaft und auch in der Verwaltung einfach eine große Rolle spielt.
00:08:31: wir haben ja auf Bundesebene seit einem Jahr ein Digitalministerium Und es gab schon in der Vergangenheit, in unterschiedlichen Ländern auch Digitalminister die entweder nur oder eben auch für digitales zuständig sind.
00:08:46: Da die Verwaltung ja in unserem Land vielfach durch die Länder mitgeprägt ist, ist es wichtig dass es in den einzelnen Ländern auch Zustände gibt für Digitales und die treffen sich in der Digitalministerkonferenz zweimal im Jahr und arbeiten dort zusammen, genauso wie das in der Arbeits- und Sozialministerkonferenz oder der Wirtschaftsministerkonference der Fall ist.
00:09:10: Jetzt hat Hamburg ja in diesem Jahr den Vorsitz der Digitalen Ministerkonferent übernommen.
00:09:14: Welche Schwerpunkte setzen Sie denn für dieses Jahr?
00:09:17: Wir haben uns bundesweit mit der Ministerpräsident Konferenz am vierten Dezember gemeinsam mit dem Bund, mit dem Bundeskanzler auf eine föderale Modernisierungsagenda.
00:09:29: Verständigt.
00:09:30: Dabei geht es darum, wie können wir den Staat und unsere Verwaltungsverfahren einfacher, schneller und vor allem eben auch digitaler machen?
00:09:37: Dabei sind rund zweihundert konkrete Punkte festgelegt worden und auch ein ganzes Strauß von Vorhaben im Bereich der Digitalisierung.
00:09:47: Unser Ziel ist es, dass wir das als Digitalministerkonferenz begleiten.
00:09:52: Dabei gibt's insbesondere darum, dass die wesentlichen Grundlagen alle gleich sind.
00:09:58: Man kann das beschreiben so ähnlich wie die Autobahn oder das Schienensystem, was in der ganzen Republik sozusagen gleich sein muss als Grundlage dafür dass wir darauf unterschiedliche Leistungen anbieten.
00:10:10: Das sind die wesentlichen Punkte, die uns beschäftigen und wo wir gemeinsame Grundlagen machen.
00:10:16: zum Beispiel Wie melde ich mich an?
00:10:18: Wie identifiziere ich mich?
00:10:19: Wie kann Ich sozusagen den Staat anmählen?
00:10:21: Wie können der Staat mich anmälen sodass es auch im geschützten Raum bezieht?
00:10:27: Dazu haben wir eine Reihe von grundsätzlichen Verabredungen getauscht.
00:10:30: Jetzt
00:10:30: ist ja Verwaltungsmodernisierung durchaus ein dickes Brett, woran würden Sie denn nach diesem einen Jahr messen das es für sie ein erfolgreiches Jahr war?
00:10:39: Also für uns kommt es die Punkte, die ich eben genannt habe, kommt es darauf an dass wir diese Kundlagen umgesetzt kriegen.
00:10:46: Das können wir auch nicht alleine.
00:10:48: also zum Beispiel das nennt sich Eudie Wallet,
00:10:51: d.h.,
00:10:51: das ist im Grunde genommen das Anmeldesystem was auf Bundesebene der Basis von europäischen Standards in diesem Jahr entwickelt wird und das so wie Herr Wildberger angekündigt hat zu Beginn des neuen Jahres stehen soll.
00:11:05: Das wird dann so sein, dass man sich damit einfach anmelden kann und in der Oini Wallet auch seinen Perso, seinen Führerschein und dergleichen immer dabei hat.
00:11:14: Das ist einer der wesentlichen Punkte.
00:11:16: Da kommt es für uns als Länder darauf an, dass unsere Verfahren sozusagen mit der Oani Wallet gut funktionieren.
00:11:22: Es gibt dazu Einige Modellvorhaben, zum Beispiel die Stadt Dresden ist bei den Pilotprojekten dabei.
00:11:28: Das ist ein wesentliches Beispiel.
00:11:30: Das zweite ist die Frage wie sozusagen wer Inial-Austausch funktionieren kann?
00:11:35: Ist ein einheitliches Bezahlsystem vorhanden?
00:11:38: das sind die wesentlichen Komponenten und an diesen arbeiten wir und für uns wird der Erfolg daran bestehen ob wir unseren Beitrag dazu leisten konnten dass diese Dinge dann auch funktionieren.
00:11:51: Das wird teilweise noch schrittweise erfolgen.
00:11:53: Aber das sind die großen Zielsetzungen für dieses Jahr?
00:11:56: Ja, okay!
00:11:57: Jetzt ist ja die Bundesregierung seit rund einem Jahr im Amt und hat mit dem Bundesdigitalministerium auch neue Strukturen geschaffen – für Digitalpolitik.
00:12:05: Was hat sich denn aus Sicht der Länder bereits verbessert?
00:12:08: oder wo würden Sie sagen, wo bleibt die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern noch so ein bisschen hinter den Erwartungen zurück?
00:12:14: Also ich muss sagen dass wir sehr gut zusammenarbeiten, der Digitalminister war sehr kurz nach seinem Amtsantritt auch auf der ersten Digitalministerkonferenz, die wir im letzten Jahr noch in Rheinland-Pfalz hatten.
00:12:28: Wir sind im sehr engen Austausch mit dem Ministerium aber auch mit dem Minister.
00:12:32: Er war Anfang Mai auch hier in Hamburg als wir die Digitalminister Konferenz hatten.
00:12:37: für uns ist das schon sehr hilfreich dass wir mit dem ministerium einen einheitlichen Ansprechpartner haben.
00:12:44: Wir haben ja auch vorher im Bieter Planungsrat Das ist ein weiteres Klinien muss er wie Wirklich technischen Punkte geht gut zusammengearbeitet und wir sind in enger Zusammenarbeit.
00:12:54: Ich habe da gar nicht so viel Wünsche offen, es ist insgesamt ... Der Tat habt ihr ja gesagt dicke Bretter und wichtig ist dass wir uns auch nicht zu viel gleichzeitig vornehmen und in den Punkten wo wir voneinander lernen können beziehungsweise auf die Zusammenarbeit angewiesen sind auch gut miteinander arbeiten.
00:13:11: Jetzt wird ja Digitalpolitik sehr häufig Tatsächlich bundespolitisch diskutiert, die praktische Umsetzung findet ja dann aber in den Ländern und Kommunen statt.
00:13:20: Welche Rolle sollten denn die Länder aus ihrer Sicht künftig noch stärker übernehmen?
00:13:25: Also wir haben bis hier ja im verschiedenen Bereich auch arbeitsteilig gearbeitet.
00:13:30: das heißt zum Beispiel die Hamburger haben das Verfahren für die elektronische Wohnsitzumwelt entwickelt andere in Baden-Württemberg wurden Kfz Verfahren entwickelt in Mecklenburg-Vorpommern Baugenehmigungsverfahren.
00:13:44: Und das ist eigentlich ein Vorteil des Föderalismus gewesen, dass wir arbeitsteilig vorgegangen konnten und das müssen wir auch weiter fortsetzen.
00:13:52: Wichtig ist, dass Wir uns auf Standards verabreden und da müssen wir Länder auch mithelfen.
00:13:58: ,dass wir diese Standards dann auch einhalten damit wir eine gemeinsame Basis haben.
00:14:02: für die Flächenländer ist entscheidend.
00:14:05: Das ist für den Stadtstaat Hubrock ein bisschen weniger so.
00:14:07: Für die Flichenländer es entscheidet, dass sie auch ihre Kommunen einbitten und den Kommunen auch die Lösung sozusagen so gut vorbereitet geben können, dass diese sie auch unmittelbar anwenden.
00:14:20: Also das ist gerade zum Beispiel in Niedersachsen geht man da sehr voran im Schleswig-Holstein auch.
00:14:25: wie kriege ich die Kommunen eingebunden damit... die Leistung eben auch unmittelbar vor Ort bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt.
00:14:32: Jetzt ist ja die Zuständigkeit für Digitalpolitik in den Ländern sehr unterschiedlich organisiert.
00:14:37: Bayern und Hessen haben zum Beispiel eigene Digitalministerien.
00:14:41: In Hamburg liegt das Thema bei ihnen als Chef der Senatskanzlei, in Berlin beim Staatssekretär, in der Senatskanzlei.
00:14:48: erschweren diese unterschiedlichen Zuschnitte irgendwie?
00:14:51: Die Arbeit der Digitalministerkonferenz oder ist gerade diese Vielfalt vielleicht eine Stärke?
00:14:57: Wir haben das in anderen Bereichen teilweise ja auch, wo es Bauen angesiedelt.
00:15:02: In welchem Ressort ist Familie und Jugend angesiedet?
00:15:06: Also damit kommt mir schon klar entscheidend ist ja dass die jeweilig zuständig zusammenkommen.
00:15:10: aus meiner Sicht ist vor allem wichtig Dass die Digitalministerien auch reale Einfluss und Macht haben.
00:15:17: also deswegen haben wir uns in Hamburg in Schleswig-Holstein lieb Berliner sich entschieden, dass jeweils in der Regierungszentrale in der Senats- oder Staatskanzlei anzusiedeln.
00:15:27: Andere haben ganz eigene Ministerien beandacht und es ist im Finanzressort angesiedelt.
00:15:31: Aus meiner Sicht besonders wichtig ist das die Digitalministerien oder die Digitalzuständigen ein gemeinsames Budget im Hintergrund haben was dann auch dazu führt kann, dass die Vorhaben gut aufeinander abgestimmt sind.
00:15:47: Ressortsübergreifend Zusammenarbeit.
00:15:49: Das ist eigentlich der entscheidende Punkt, betrifft aber eher die Zusammenarbeit innerhalb der Länder.
00:15:54: Zwischen den Ländern kommen wir mit diesen Unterschieblichkeiten sehr gut klar.
00:15:57: Ein ganz zentrales Thema das gerade in der Politik auch in den Medien diskutiert wird, ist ja digitale Souveränität.
00:16:05: Was bedeutet denn dieser Begriff aus Sicht der Länder konkret?
00:16:09: Also der Begriff der digitalen Souveranität heißt und zwar in der ganzen Breite dass wir nicht zu abhängig sind von anderen und das betrifft ganz unterschiedliche Themen.
00:16:20: Das betriffe das Thema Hardware, dazu gehören auch Chips.
00:16:23: da sind wir aber alle nicht nur der Staat auf.
00:16:25: die Wirtschaft ist abhängige von Chip Herstellern zum Beispiel in Taiwan.
00:16:30: Wir sind insgesamt abhängiger davon.
00:16:33: wo wird hardware entwickelt also Computer Server und so weiter und sofort Wo wird Software entwickelt?
00:16:40: ein Wicht erteilte Souveränität?
00:16:42: Ist auch des thema Cyber Sicherheit was natürlich angesichts der internationalen Lage enorm an Bedeutung gewonnen hat.
00:16:49: Hier ist es wichtig, dass wir eng zusammenarbeiten auch mit dem WSI, den Bundesabfall für die Sicherheit in der Informationstechnologie.
00:16:56: Ein weiteres Thema der Souveränität ist die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern.
00:17:01: das können entweder ganz große sein darüber wird ja viel diskutiert oder aber auch ganz kleine.
00:17:06: also wir haben zum Beispiel bei staatlichen Leistungen das Thema, dass wir manchmal ein bestimmtes Fachverfahren von einer kleinen Softwarefirma entwickelt worden ist und das sozusagen marktbeherrschend ist.
00:17:18: Dann kann auch eine kleine Firma sozusagen für die Serborinitätsfrage stellen, weil wir dann von denen abhängig sind.
00:17:25: Das sind die verschiedenen Dimensionen die jeweils ihre unterschiedlichen Antworten auch brauchen.
00:17:30: Jetzt hat ja die Bundesregierung in Sachen Digitalpolitik durchaus eine sehr lange Agenda, es gibt viele Themen.
00:17:37: Digitale Verwaltung haben sie schon genannt aber auch Datenpolitik, KI, digitale Infrastruktur, viele Strategien, viele Programme.
00:17:45: wo sehen Sie denn derzeit so das größte Umsetzungsproblem in Deutschland?
00:17:50: Also ich will gar nicht nur von den Problemen bilden sondern das was ich schon gesagt habe.
00:17:55: Die größte Herausforderung und das unser wichtigstes Ziel ist, dass wir jetzt bei der Digitalisierung der Verwaltung dafür sorgen.
00:18:03: Dass wir diese Grundsatzfragen und Grundsatzelemente wie die Anmeldungen wie das Postfach, wie das Bezahlsystem, wie die sogenannte Register Modernisierung.
00:18:13: Das heißt es die Daten automatisiert abgerufen werden können und nicht sozusagen der Bürger sich um seine Daten kümmern muss, die eigentlich beim Staat vorhatten sind.
00:18:22: Das sind die wichtigsten großen Themen und an denen müssen wir mit aller Kraft zusammenarbeiten.
00:18:27: Gut Herr Perksen.
00:18:28: letzte Frage kleiner Blick in die Zukunft.
00:18:31: denn wir jetzt so drei Jahre nach vorn blicken was müsste sich denn bis dahin im Zusammenspiel von Bund Ländern und Kommunen verändert haben damit Bürgerinnen und Bürger aber auch Unternehmen auch tatsächlich spüren, dass Digitalisierung in Deutschland einfacher wird, schneller wird und souveräner geworden ist.
00:18:47: Also ich stelle meinen Zukunftsbild ist das wir in drei Jahren alle die Audi Wallet in unserem Smartphone haben, dass wir uns mit der Audi Wallette sowohl bei der Verwaltung als auch bei der Bank, bei der Bahn was immer wir sozusagen bestellen und kaufen wollen, damit wir uns damit einheitlich anmelden können, unterschiedliche Dienstleistungen ein unterschiedliches Anmeldeverfahren haben.
00:19:12: Dass ich in meiner Audi Wallet meinen Führerschein habe, dass sich sozusagen ganz einfach auch Dienstleistung per App über mein Smartphone mich ummelten kann und bestimmte Leistungen abrufen kann.
00:19:25: Mein Anwohner Parkscheinen das kann ich schon jetzt ganz einfach verantragen kann und ihn dann auch direkt auf dem Smartphone habe.
00:19:32: Das ist die Zielvorstellung Und dann wird wie Bürgerinnen und Bürgern glaube ich seht wie sich ihr Alltag verändert hat und wie viel es einfacher geworden ist.
00:19:39: Ja, die Modernisierung der Verwaltung.
00:19:41: Die Digitalisierung derVerwaltungen und die Schaffung gemeinsamer Grundlagen ist eine ganz große Herausforderung und auch ein großes Ziel der Digitalministerkonferenz.
00:19:52: darüber habe ich mit Jan Perksen gesprochen erst Chef der Hamburger Senatskanzlei Und unter seiner Leitung leitet sozusagen Hamburg auch gerade die Digitalminister Konferenz und wir haben drüber gesprochen welche Rolle die Länder und auch Kommunen in der Digitalpolitik in Deutschland haben.
00:20:07: Herzlichen Dank für dieses Gespräch.
00:20:22: Ja, und für diese Umsetzung braucht es eben mehrere.
00:20:25: Das passiert nicht allein in Berlin sondern man braucht ein gutes Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen.
00:20:31: Man braucht klare Zuständigkeiten, gemeinsame Standards mehr Verbindlichkeit und Tata, wer hätte es gedacht am Ende mehr Tempo?
00:20:39: Ja, denn am Ende zählt ja für uns Bürgerinnen und auch die Unternehmen eigentlich nicht... welche Ebene jetzt eigentlich zuständig ist, sondern wir wollen ja einfach das die Dinge funktionieren.
00:20:48: Sei es digitale Angebote, dass Anträge einfacher werden, dass die Verwaltung schneller und verständlicher wird.
00:20:54: Es soll halt einfach klappen.
00:20:56: Ich meine am Ende klappt's ja immer irgendwie.
00:20:57: also ich habe jetzt meinen kleinen Führerschein auch und kann damit auch diverse Mobilitätsdienste jetzt beantragen weil mit dem rosernen abgelaufenen Lappen ging es nicht.
00:21:05: Spoiler Alarm hatte ich glaube ich auch in diesem Podcast schon mal berichtigt, dass sich am Flughafen gestrandet bin wegen veraltetem Ausweis.
00:21:10: aber es wäre halt schön wenn einfacher und schneller ginge.
00:21:14: Und vielleicht sogar zu Hause vom Computer aus, ich meine wir leben in einer digitalen Welt.
00:21:18: Wir bleiben auf jeden Fall dran am Thema und gucken mal wie schnell wir die Digitalisierung auch im Föderalismus in die Fläche bekommen?
00:21:24: Ja das war's mal wieder mit dem Ohr am Netz!
00:21:26: Wir danken fürs Zuhören und freuen uns aufs nächste Mal.
00:21:29: tschüss!
00:21:30: Bis zum nächsten Mal,
00:21:38: tschü!
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