Software für die Zeitenwende – Wie KI, Drohnen und Start-ups die Verteidigung verändern
Shownotes
Die Zeitenwende ist auch eine digitale Zeitenwende. Künstliche Intelligenz, Drohnen, autonome Systeme und neue Software verändern, wie Streitkräfte aufklären, entscheiden und handeln – und stellen zugleich klassische Entwicklungs- und Beschaffungsprozesse auf die Probe.
In dieser Folge von „Das Ohr am Netz“ sprechen Sidonie Krug und Sven Oswald mit drei Gästen darüber, wie technologische Innovationen schneller in die Bundeswehr gelangen können, was Deutschland von der Ukraine lernen kann und welche Voraussetzungen Europa für mehr technologische Souveränität schaffen muss.
Matthias Lehna, Vice President bei Quantum Systems und Geschäftsführer von Quantum Frontline Industries, erklärt, wie sich die Defence-Tech-Branche seit Beginn des russischen Angriffskriegs verändert hat, wie Erfahrungen aus dem Einsatz in der Ukraine direkt in die Weiterentwicklung von Drohnensystemen einfließen und welche Rolle KI bei moderner Luftaufklärung spielt.
Sven Weizenegger, Leiter des Cyber Innovation Hub der Bundeswehr, spricht darüber, wie Bundeswehr, Start-ups und Technologieunternehmen zusammenarbeiten, warum erfolgreiche Pilotprojekte noch zu selten den Sprung in die breite Nutzung schaffen und was sich bei Beschaffung und Skalierung ändern muss.
PD Dr. Frank Sauer von der Universität der Bundeswehr München ordnet die Entwicklung aus wissenschaftlicher Perspektive ein: Welche Technologien verändern die Kriegsführung besonders stark? Wo beginnt Autonomie bei militärischen Systemen? Und bei welchen Entscheidungen muss der Mensch auch künftig zwingend die Kontrolle behalten?
Die Folge zeigt: Moderne Verteidigungsfähigkeit entscheidet sich längst nicht mehr allein an Waffensystemen und Verteidigungsbudgets. Entscheidend ist auch, wie schnell neue Technologien entwickelt, erprobt, skaliert und verantwortungsvoll eingesetzt werden können.
Redaktion: **Christin Patricia Müller, Irmeline Uhlmann, Anja Wittenburg, Erik Jödicke **Schnitt: David Grassinger Moderation: Sidonie Krug, Sven Oswald Produktion: eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Das Ohr am Netz, zu einer ganz besonderen Folge Sidonie.
00:00:22: Wir haben im Schnitt ja alle zwei Wochen eine Folge.
00:00:23: Wenn man jetzt mal so ein bisschen über den Daumen rechnet, sind das ungefähr vier Jahre und es kommt auch ziemlich genau hin.
00:00:28: die erste Folge mit uns beiden muss man sagen an der Stelle wurde am dreizehnten September Zweiundzwanzig veröffentlicht Und da war das ganz große Thema ransomware Angriffe Aber da mit dem damaligen Chef des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik ein Interview gehabt.
00:00:43: Und eigentlich hat uns dieses Thema in den letzten vier Jahren ja auch immer wieder mal eingeholt, das Thema Ransomware.
00:00:51: Auch mit dieser Folge leider nicht aufgehört.
00:00:53: Aber also ein bisschen Pipi in den Augen habe ich jetzt schon, muss ich sagen.
00:00:56: Hundert Folgen ist schon krass!
00:00:58: Ja und unsere Redaktion hat uns ja so ein bisschen auch so ein paar Zahlen aufgeschrieben.
00:01:02: das ist schon beeindruckend ne?
00:01:03: Wir haben seitdem mehr als fünftausend einhundert Minuten... Das sind über achtzig Stunden Podcasts zusammen aufgenommen.
00:01:13: Das ist schon einiges.
00:01:14: wir haben ein schönes Rebranding hingelegt uns nochmal einen kleinen Relange auch optisch verpasst Ja, und auch inhaltlich ist natürlich in den vier Jahren im Kontext Digitalisierung einiges passiert.
00:01:26: Wir haben den KI-Boom von Anfang an mitverfolgt – das ist ja seitdem auch ein dauerbrenner Thema bei uns -, wir haben endlich ein eigenes digitalen Ministerium.
00:01:35: was wir hier ja immer wieder thematisiert haben dass wir das gerne hätten hatten auch schon Gespräche zum Beispiel mit jetzt unserem Digitalminister Dr.
00:01:42: Karsten Wildberger Claudia Plattner hatten wir da also wirklich hochkarätige Speaker Christina Sine aber auch außerhalb der Politik.
00:01:51: Also
00:01:51: die Korrifären, der Digitalthematik?
00:01:54: Hast du wenn du mal so zurückdenkst irgendwie so ein Highlight-Interview oder auch Highlightfolge, die dir noch so ja irgendwie im Gedächtnis geblieben ist?
00:02:02: Es gibt immer die eine oder andere Folge wo ich dann... Ich bin ja so ein Weichei, so ein emotionaler Mensch und ich weiß wir hatten mal ne Folge zu digitalem Hobbing mit der Frau Chebelier und das hat mich bis heute nicht losgelassen!
00:02:12: Aber als das was ich sage war, dass wir
00:02:15: von Anfang
00:02:16: an begleiten mehr oder weniger begleitet ist, wirklich dieser KI-Boom beziehungsweise ich sage mal ChatGPT, drei Punkt fünf oder was das war ganz am Anfang und was seitdem alles so passiert ist.
00:02:28: Und auch wie sehr auch KI im Endeffekt ja angefangen hat, Teil der Arbeit für diesen Podcast zu sein.
00:02:35: Sei es als Recherchehilfe oder auch beim Formulieren des einen oder anderen Textes und eben halt inhaltlich so viel geboten hat.
00:02:42: Und da bin ich echt gespannt auf die nächsten einhundert Folgen in vier Jahren.
00:02:46: Da möchte ich wirklich mal sehen wo die Kaida angekommen ist?
00:02:50: Ja absolut also das geht mir auch so.
00:02:52: ja und ich finde auch dieses Defense Thema ist ja auch irgendwie das begleitet uns ja auch immer wieder.
00:02:57: ne so dieses dass man einfach Ja, das Thema hat, dass digitale Technologien natürlich nicht nur für gute Dinge eingesetzt werden sondern auch für sowas wie ransomware Angriffe und man sich dann digital verteidigen muss.
00:03:10: Und da kann man fast sagen schließen wir heute so ein bisschen den Kreis weil wir nämlich über Digitalisierung beim Thema Defense sozusagen sprechen wollen.
00:03:19: Genau!
00:03:19: Das ist natürlich auch in Zeiten von KI und gerade voranschreitender Drohntechnologie und am besten noch KI gesteuert.
00:03:26: darun.
00:03:27: ich mache sagen wir so aktuell in einer Welt, in der Russland die Ukraine angegriffen hat.
00:03:32: In der geopolitisch nicht so richtig klar ist, in welche Richtung es wo weitergeht und wer jetzt ja eigentlich noch Freund und Feind ist?
00:03:37: Nein wir haben's auch mitgekriegt.
00:03:38: während der hundert Folgen Podcasts, die wir gemacht haben, hat sich ja auch unheimlich viel gedreht.
00:03:43: sehr sehr viel Budget wurde auf einmal für die Verteidigung lockergemacht und natürlich macht die Digitalisierung im Verteiligungssektor alles andere als Halt.
00:03:51: also da ist man natürlich sehr weit vorne um eben die Vorteile Technologie zu nutzen, vor allem um sich und seine Länder oder auch Europa zu verteidigen.
00:04:01: Ja, vielleicht da auch einfach nochmal ein paar Zahlen um da mal die Dimensionen zu zeigen.
00:04:05: Deutschland gibt aktuell rund zwei Komma vier Prozent des Bruttoinland Produkts für Verteidigung aus.
00:04:11: bis zwanzigneunundzwanzig sollen es drei Komma fünf Prozent sein und der Verteiligungs Etat plus Sondervermögen Für Die Bundeswehr Zwanzig Sechsen Zwanzig macht Rund Hundert Acht Komma Zwei Milliarden Euro Aus.
00:04:25: Und Zugleich fließt natürlich auch immer mehr privates Kapital in die Fans Tech also Deutsche Start-ups haben, zwanzig sechsundzwanzig bislang rund drei Komma fünf Milliarden US Dollar Venture Capital eingesammelt.
00:04:38: Das ist auf jeden Fall mehr schon als im gesamten Jahr zwanzichfünfundzwanzigt.
00:04:42: und daran sieht man natürlich auch das Thema liegt sozusagen im Trend ja
00:04:47: absolut und es ist gelter das ist ja schon mal schön.
00:04:49: Problem ist nur dass nur weil Gelder ist das alleine jetzt nicht unbedingt die Innovationsgeschwindigkeit erhöht.
00:04:54: da muss ganz ganz viel zusammenkommen.
00:04:56: und Ja wir stellen also die zentralen Fragen in In dieser Folge, wie schnell werden neue Technologien entwickelt?
00:05:02: Getestet und skaliert.
00:05:03: Wie souverän ist europatechnologisch gerade im Defense-Sektor?
00:05:08: Und wo muss bei autonomem System der Mensch am Ende dann doch die Kontrolle behalten?
00:05:12: in der sogenannten, habe ich bei den Vorbereitungen dieser Folge gelernt, Killchain.
00:05:17: Fieses Wort wird nachher noch ein bisschen besser
00:05:19: erklärt.".
00:05:19: Ja genau!
00:05:20: Wir immer nähern wir uns dem Thema ja hier von verschiedenen Perspektiven.
00:05:29: Dann natürlich haben wir jemanden von der Bundeswehr da und dann auch noch mal jemanden, der das Ganze ein bisschen aus wissenschaftlicher Perspektive einordnet.
00:05:36: Aber jetzt kommen erstmal die News!
00:05:45: Ja, Wettbewerbsfähigkeit, technologische Souveränität und Bürokratieabbau stehen im Mittelpunkt der anstehenden Kabinettsklausur der Bundesregierung.
00:05:53: Der ECO fordert das hier raus dann aber jetzt auch endlich mal konkrete Verbesserungen für den Digitalstandort folgen müssen.
00:06:01: ECO-Vorstandsvorsitzende Oliver Süme fordert vor allem bessere Bedingungen für Investitionen in digitale Infrastruktur.
00:06:08: Genehmigungen müssten schneller Netzanschlüsse planbarer und bürokratischer Hürden abgebaut werden Deutschland brauche zusätzliche Rechenzentrumskapazitäten, leistungsfähige Netze und ausreichend Cloud-Kapazitäten.
00:06:21: Auch beim Thema künstliche Intelligenz sieht ECO großen Handlungsbedarf.
00:06:25: laut einer aktuellen Studie liegt das Wertschöpfungspotenzial durch KI und Automatisierung allein in der deutschen Industrie bei neunzig Milliarden Euro – damit dieses Potential genutzt werden kann fordert er ekoklare Zuständigkeiten.
00:06:43: So, in der zweiten News heiße ich euch alle willkommen im Flickenteppich Europa.
00:06:47: Wir haben es ja alle mitbekommen.
00:06:48: Frankreich hat ein Gesetz sozusagen verabschiedet, indem ein Social-Media-Verbot für Minderjährige durchgesetzt werden sollte.
00:06:55: Jetzt hat aber der Verfassungsrat das geplantes Social Media Verbot für minderjährige überraschend gestoppt.
00:07:00: In der Entscheidung vom XIV.
00:07:02: August erklärte das Gericht dass das Vorhaben gegen die Verfassung und insbesondere gegen die Meinungsfreiheit verstößt.
00:07:07: Präsident Emmanuel Macron will das Projekt allerdings nicht aufgeben.
00:07:10: seine Regierung soll das Gesetz überarbeiten.
00:07:12: Neuer Anlauf könnte dann im Frühjahr.
00:07:15: Auch in Deutschland wird über strengere Regeln für Minderjährige in sozialen Netzwerken diskutiert.
00:07:20: Bundesbildungsministerin Karin Prien will noch im Sommer Eckpunkte für eine nationale Regelung vorlegen, ausdrücklich als Übergangslösung bis zu einer europäischen Lösung.
00:07:30: Der ECO warnt vor nationalen Alleingängen.
00:07:32: unterschiedliche Altersgrenzen und Vorgaben könnten den Flickenteppich in Europa weiter vergrößern.
00:07:37: Stattdessen fordert der ECO, den bestehenden europäischen Digital Services Act konsequent anzuwenden und den Schutz von Kindern und Jugendlichen gemeinsam auf EU-Ebene weiter zu entwickeln.
00:07:47: Das ist eine tolle Idee!
00:07:55: Europa will jetzt bei Cloud und KI unabhängiger werden.
00:08:02: Dafür plant die EU neue Regeln- und Milliardeninvestitionen in digitale Infrastruktur.
00:08:07: Rund zehn Milliarden Euro fließen in den Aufbau von sieben KI-Fabriken, zudem sollen Rechenzentrumskapazitäten und die europäische Hypeleiterproduktion deutlich ausgebaut werden.
00:08:18: Auch in der Praxis setzen immer mehr öffentliche Einrichtungen und Unternehmen auf europäischer Alternativen – das Europäische Parlament nutzt künftig Erbus verlagert zahlreiche Anwendungen von AWS zum französischen Anbieter Scaleway und in Deutschland gewinnt mit Open Desk zudem eine Open Source-Lösung für die Verwaltung an Bedeutung.
00:08:40: Der ECO begrüßt grundsätzlich den Fokus auf die digitale Souveränität Europas, aus Sicht des Verbands sollte Europa dabei allerdings vor allem auf Wahlfreiheit offene Standards und einen wettbewerbsfähigen Markt setzen.
00:08:53: Ziel ist es Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig den Zugang zu leistungsfähigen digitalen Technologien zu sichern.
00:09:00: Und entscheidend ist dabei eben auch die neuen Kapazitäten flexibel und bedarfsgerecht auszubauen, damit Investitionen langfristig Wirkung entfalten
00:09:08: können.".
00:09:10: Und damit zum heutigen Thema der Digitalisierung in der Defense.
00:09:14: Klingt jetzt ein bisschen nach Football, aber wir meinen natürlich im Verteidigungssektor und kaum eine Technologie steht so sehr für den Wandel moderner Kriegsführung wie die Drohne.
00:09:23: Der Krieg in der Ukraine zeigt, wie schnell unbemannte Systeme weiterentwickelt werden und welche Rolle dabei Software, künstliche Intelligenz und eben auch die enge Rückkopplung mit den Soldatinnen und Soldaten im aktuellen Einsatz eigentlich spielen.
00:09:35: Quantum Systems steht dabei beispielhaft für den Aufstieg einer neuen europäischen Defense-Tech-Industrie.
00:09:42: Zwanzig Fünfzehn als Startup gegründet hat sich das Unternehmen innerhalb weniger Jahre zu einem der bedeutenden europäischen Anbieter, für unbemannte Systeme und KI gestützte Luftaufklärung entwickelt.
00:09:53: Zuletzt sammelte Quantumsystems ein bis zwei Milliarden US-Dollar frisches Kapital ein und wurde mit rund acht Milliarden US Dollar bewertet.
00:10:03: Matthias Lehner ist Vice-President bei Quantum Systems und Geschäftsführer von Quantum Frontline Industries.
00:10:08: In diesem deutsch-ukrainischen Deunt Venture werden in der Ukraine entwickelte, im Einsatz erprobt Drohnen in Deutschland industriell produziert.
00:10:16: Wir sind froh, dass da Zeit für uns hat hierfür's Ohr am Netz.
00:10:19: Herzlich willkommen beim Podcast.
00:10:20: Hallo Matthias!
00:10:22: Matthias, Quantum Systems ist innerhalb weniger Jahre vom Start-up zu einem wichtigen europäischen Defense-Tech-Unternehmen gewachsen.
00:10:28: Was hat diesen Aufstieg überhaupt möglich gemacht?
00:10:30: War es wirklich der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine?
00:10:33: Also ich würde sagen das hat auf jeden Fall Einfluss genommen und das ist jetzt eine Untertreibung.
00:10:37: natürlich hatte es einen riesen Impact gehabt aber Quantum Systems gibt's schon seit über zehn Jahren.
00:10:42: also die Firma wurde im Jahr zwei tausend fünfzehn gegründet von dem jemaligen Heeresfliegerpiloten Florian Seibel Und die Firma hat auch davor schon Dronen produziert, entwickelt und auch verkauft.
00:10:53: Zwar mit dem anderen Business Case, da ging es eher um Agriculture Optimization... ...und der Russische Angriffskrieg bzw.
00:11:00: die Full-Scane Invasion hat dann schon noch mal... Insgesamt das ganze Thema Drohne vorangetrieben und Quantum Systems hatte auch ein Produkt mit der Vektor, der marktverfügbar war.
00:11:09: Und wir haben schnell Indie-Ukraine geliefert und dann auch uns entschieden dass wir Indie Ukraine weiter investieren und haben eine sehr stringente Lokalisierungsstrategie gefahren, sodass wir jetzt mittlerweile in der Kräine über sechsein Mitarbeiter haben und vor Ort auch Drohnen produzieren.
00:11:24: Also der Klassiker, gute Vorbereitung trifft auf Gelegenheit und so wird dann aus einem kleinen Start-up ganz schnell auch ein richtig großes und wie ich ja vorhin schon erwähnt habe im Moment mit acht Milliarden US Dollar bewertet das Unternehmen.
00:11:37: Wie hat denn der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Defense Tech Branche in Deutschland überhaupt verändert?
00:11:42: Also wart ihr vorher so gefühlt allein auf weiter Flur gerade was so Dronentechnologie und Startups und Innovationen angehen.
00:11:50: Also der Russiankereskrieg und auch die Thronindustrie haben ja eine Zeitenwende mit sich gebracht.
00:11:56: Und diese Industrie ist auch voll davon erfasst worden, aber ehrlich gesagt ist die Entwicklung ja schon vorher absehbar gewesen.
00:12:02: Der Impact von Drohntechnologie im Kontext von Konflikten war ja vorab schon zum Beispiel im Konflikt Armenien, Azerbaijan und Berkara Bach beobachtbar.
00:12:10: Und ich glaube Deutschland hat sich Ende der zehner Jahren keinen Gefallen getan mit einer Drohndebatte.
00:12:16: da ging es damals um die Bewaffnung von Drohn.
00:12:19: Die haben nicht geholfen um diese Technologie einen Vortrieb zu geben.
00:12:22: das hat sich dann massiv geändert durch den Krieg in der Ukraine.
00:12:25: Und wir sind halt mit der Technologie schon lange und da reden wir ja nicht nur von einfachen Entwicklungen, von kommerziellen Drohnen sondern von Eigenentwicklungen die auch in dieser Drogenbranche führend war.
00:12:36: Und dann waren wir halt trotz aller Umstände in Deutschland bereit für diese zweiten Wende, die uns auch mit erfasst hat.
00:12:43: Matthias jetzt kommt ja neben dem Angriffskrieg auf die Ukraine noch ein anderer ganz wichtiger Faktor dazu nämlich die ich sage mal relativ plötzliche Oder nennen wir es mal durch den KI Boom, das lief ja alles ungefähr parallel.
00:12:56: Wie groß war denn der Impact von voranschreitender künstlicher Intelligenz auf euch als Start-up, als Firma und auch die Defense Tech Branche im Allgemeinen?
00:13:05: Auch das hat natürlich einen Rieseneinfluss gehabt.
00:13:07: Auf die Frage, wie kann man das sinnvolle anwenden auch in einem Kontext wo man vielleicht KI-Lösung anfangs gar nicht mit gedacht hat oder wo sich auch KI-Belösungen erst noch bewerben müssen?
00:13:15: Weil Fakt ist auch Nicht jede KI Anwendung, die wir im privaten Gebrauch beobachten können oder die sich aktuell immer mehr im konventionellen Bereich durchsetzen sind sofort auch anwendbar auf einem Gefächtsfeld zum Beispiel und Wir sind bei diesen Entwicklungen natürlich mit dran haben auch eine eigene Software Die Mosaic UXS entwickelt und setzen ja auch ein zum Beispiel bei den Mission Planning so zu unterstützen, dass am Ende immer weniger Operator für die Drohnen gebraucht werden.
00:13:41: Damit wir das Verhältnis von Rohnen und Verhältnissen zu den Operatoren, die die drohen Steuern immer weiter reduzieren.
00:13:47: Am Ende muss es zivil sein, dass wir mit wenigen Operatorn viele Drohne Schwärme steuern Und da sind wir natürlich mit dabei in der Entwicklung.
00:13:54: Jetzt hast du gerade schon gesagt ihr wart im richtigen Moment auch bereit irgendwie für die Zeitenwende?
00:13:59: Ihr habt jetzt ja mit sozusagen dem deutsch-ukrainischen Produktionsmodell von Quantum Frontline-Industries, auch was völlig Neues geschaffen wird.
00:14:07: Erklär noch mal ein bisschen wie funktioniert das alles?
00:14:09: Ja genau also wir sind nicht nur auf der technologischen Seite mit neuen Entwicklungen vorne mit dabei, sondern wir haben auch im Bereich der Industriekooperation einen neuen Weg einschlagen können und sind mit unserem ukrainischen Partner Frontline Robotics in einem GenVenture dabei jetzt ukrainische Drohnen in Deutschland zu produzieren.
00:14:26: dass es da entgegen besonders weil A die Bundesregierung gesagt hat Anfangs mit der Unterstützung für die Ukraine mit Lieferung aus Deutschland Indiukreine weiter zu gehen, und zwar die Industrie zu vernetzen.
00:14:37: Und wir sind das erste Leuchtturmprojekt in diesem Kontext und haben auch eine Lizenz erhalten, die die Produktion von ukrainischen Drohnen in Deutschland erlaubt.
00:14:45: Das ist in der Ukraine deswegen so besonders weil in der Ukraine aktuell noch ein Exportverbot von ukranischer Drohntechnologie vorherrscht, weil sich die Ukraine selbst erstmal sagt Wir müssen für unseren eigenen Bedarf die Produzion sicherstellen aber wie sind hier halt?
00:14:57: Und dass es auch die Idee von diesen Joint Venture dabei eine Produktion in Deutschland hochzufahren dann im ersten Schritt für die Ukraine, aber dann eventuell auch für den nächsten Schritt für andere Kunden hier gegebenenfalls die Bundeswehr mit Einsatzerprob der Technologie zu versorgen.
00:15:13: Einsatzerprob das ist ein sehr wichtiges Stichwort weil ich mein theoretisch und auch aus Science-Fiction Filmen kennen wir ja alle wie Drohnen irgendwie in Gefechtsfeldern funktionieren und man denkt sich auch schön sowas aus.
00:15:23: jetzt ist es bei euch ja so.
00:15:24: ihr kriegt direkt des Feedback von euren ukrainischen Soldatinnen und Soldaten aus dem Einsatz.
00:15:29: Ich sag mal, wie oft war es so dass ihr euch vor die Stirn geschlagen habt und gesagt hast ach so ist das.
00:15:33: Ach dahin müssen wir.
00:15:34: also gab's da ganz oft Erkenntnisse an die ihr sonst nicht ran gekommen wird wenn es nicht direkt aus ich sage mal aus den Gefechten gekommen wäre?
00:15:40: Ja ich glaube der Erkenntnisgewinn der ist zum Teil auch beidseitig.
00:15:43: aber ja klar es hilft natürlich wenn wir merken dass ein Problem jetzt so violent auf dem Gefächsheld ist dass wir gar nicht drum herum kommen dort Lösungen zu finden.
00:15:50: und das haben wir bei Quantum Systems auch direkt erfahren.
00:15:52: als wir.
00:15:53: Anfang der Jahrzehnte haben wir die Ukraine geliefert.
00:15:57: Die Vektor Drohne hat sich auch im Mai bei der Schlacht von Siversky Donetsch gewährt und hat dort das Atelierfeuer der ukrainischen Streitkräfte auf Pontum brücken, die russische Streitkreste über den Fluss, sie wärst die Donnes legen wollten.
00:16:11: So gelenkt das man halt Zielgerichte diese Brücken zerstören konnte.
00:16:15: und da hatten wir quasi die Feuertaufe.
00:16:17: aber die D-Selektion der russischen Treckkräfte war massiv auf elektronische Kampfführung zu setzen Die Wirk bei drohendalen gehen dass sie die Funkverbindung Und auch den Tarteilängen zwischen Drohne und dem Operator stört, sodass die Drohnen nicht einsetzt werden können.
00:16:30: Und diese Probleme haben wir sehr früh mitbekommen dass es eines ist was jetzt mittlerweile um die Präsente ist.
00:16:35: Ich meine klar das ist ja auch das einfachste dann einfach die Kommunikation kappen und schon weiß die Drohnin nicht mehr was sie tun soll es sei denn Sie hat ihre Missionsziele on the edge also quasi auf dem Gerät oder?
00:16:44: Das ist es, genau.
00:16:45: Und dieses Problem ist jetzt keines was glaube ich komplett unbekannt war vorab in der Branche.
00:16:49: aber das war halt so dringendlich dass wir auch mit unserer Möglichkeit da vor Ort schnell zu agieren auch gehandelt haben.
00:16:55: und dann waren wir halt in der nächsten Interaktion der Entwicklung wieder dabei und haben Redundanzsysteme eingesetzt die dazu führen dass man halt die Drohne weiterhin setzen kann.
00:17:03: und jetzt geht ja immer weiter servieren kannst du rausrennen.
00:17:07: Und dort haben wir jetzt aktuell eher die Gefahr, dass andere Drohnen unsere Drohne rammen oder runterholen.
00:17:13: Sodass wir da auch wieder gegenarbeiten müssen mit anderen Mechanismen, die zum Beispiel diese Drohnde meistens sich von oben auf unsere Drohn raufstürzt erkennt automatische und Ausreichmanöver einheitet.
00:17:24: Und da ist auch kail mein Beispiel, wo man es nutzen kann im Bereich Objekt Identification Tracking und dann halt entsprechende Maßnahmen einzuleiten automatisch dieses dann autonom tun weil wenn da erst noch einen Operator reagieren muss ist das dann natürlich logischerweise wahrscheinlich zu spät.
00:17:37: also die Entwicklung geht immer weiter.
00:17:39: jetzt seid ihr die Profis was drohen angeht.
00:17:41: jetzt hören wir immer wieder von Vorfällen an deutschen flughäfen.
00:17:44: Was braucht's denn in Deutschland?
00:17:45: oder was braucht Deutschland um der wachsenden Gefahr durch feindliche oder nicht so richtig identifizierte Drohnenangriffe, oder drohnen Vorfälle gewappnet zu sein.
00:17:55: Also was glaubst du, was hier passieren muss vor Ort damit wir nicht irgendwann von feindlichen Drohne überrannt werden?
00:18:01: Zum einen muss man erst mal feststellen, das ist ein vielschichtiges Problem.
00:18:03: Das trifft zum einem den Bereich der Kompetenzverteilung.
00:18:07: Wer ist zuständig?
00:18:08: Wer kann wann wie agieren?
00:18:09: Das ist eine Frage.
00:18:10: Das muss die Bundesregierung mit den Ländern und entsprechenden Behörden abschließend klären aber da gibt es schon viele Bewegungen.
00:18:16: Das andere ist das Thema der technischen Möglichkeiten und auch der Anwendbarkeit.
00:18:21: Es ist glaube ich relativ einleuchtend dass man mit drohen Abwehrlösungen, die man an der Front einsetzen kann nicht unbedingt einen Flughafen schützen kann.
00:18:29: Und hier gilt es glaube noch herauszufinden, was ist das effektivste
00:18:32: Mittel
00:18:33: und was ist der Mittel, was am ehesten in diesem Kontext auf eingesetzt werden kann.
00:18:37: Und das ist übrigens auch mal eine Herausforderung die sich der Ukraine immer wieder gegenüber sieht und auch sie haben da noch massive Herausforderungen.
00:18:44: also es gibt nicht nur eine einfache gute Lösung sondern man muss glaube ich jetzt schauen wie man mit den richtigen Partnern dort gemeinsam zu einer Möglichkeit kommt um dieser Gefahr herzuerden Aber auch im Bereich, in dem wir dann von den Erfahrungen der Ukraine durchaus profitieren.
00:18:58: Gerade irgendwie durch euer Joint Venture weil ihr die Information aus erster Hand bekommt.
00:19:02: Jetzt haben wir in diesem Podcast immer wieder über technologische Souveränität für Europa geredet also unabhängig zu sein von weltweiten anderen Playern.
00:19:11: Wie wichtig ist es beim Thema Unbemannte Systeme als eurer Sicht?
00:19:14: Wir glauben schon dass Unbremattesysteme Erst mal generell immer mehr Akzeptanz und auch Relevanz gewinnen.
00:19:21: Und diese Entwicklung ist, glaube ich jetzt mittlerweile eine Winsel.
00:19:24: Mittlerweile redet ja jeder von Drohnen.
00:19:26: Ich habe damals angefangen hier in Berlin auch mit unseren Slogan The Futures Amand überhaupt erst einmal Education zu betreiben.
00:19:33: was haben Drohne überhaupt für einen Impact?
00:19:35: Was kommt auf uns zu?
00:19:36: Und das war natürlich auch getrieben durch meine Erfahrung aus der Ukraine.
00:19:39: Ich bin da mittlerweile über zwanzig Mal vor Ort gewesen und jedesmal wenn ich da war war es für mich wie so ein kleines Fenster in die Zukunft, weil die Entwicklung, die Sie gerade erleben ist auch eine Entwicklung, der auf uns zukommt.
00:19:50: Und das sehen wir jetzt aktuell sehr präsent durch den Vorfall in Leipzig und ich bin auch überzeugend, dass wir nicht da aufhören.
00:19:56: Also diese ganze Technologie, die sich jetzt immer weiter im Einsatz verbreitet wird uns vor neuen Herausforderungen stellen und ich glaube, es ist hier besonders wichtig mit Joint Ventures oder anderen artigen Kooperationen mit denen zu sprechen, die vor Ort auch Kenntnisse sammeln und da gibt es da ja nicht sehr viele.
00:20:13: Also das ist eigentlich unser Appell, redet mit den Unternehmen, die diese Erkenntnisse sammelen und vor allem mit den Unternehmern, die wirklich vor Ort sind.
00:20:20: und hier Quantumsistis mit sechshundert Mitarbeitern vor Ort hat da glaube ich schon einen Vorteil.
00:20:24: Okay und dann ist es halt wichtig für die technologische Souveränität diese Sachen eben dann auch ich sage mal lokal oder zumindest innerhalb Europas zu produzieren und nicht abhängig von USA oder Asien etc.
00:20:35: Und das ist ein sehr wichtiger Punkt, und da können John Fincher natürlich weitergleisten.
00:20:39: Wir haben jetzt die Möglichkeit in Deutschland auch bei der Projektion von Drohnen weniger abhängig von China zu werden, weil wir auch andere Zulieferer aktivieren können.
00:20:48: Zuliefere, die in Deutschland schon Ewigkeiten spezialisiert waren auf bestimmte Komponenten, die aber selbst nicht auf die Idee kamen mit der ukrainischen Drohnindustrie in Kooperation zu treten, haben jetzt durch diesen John Finchern durch uns den Möglichkeiten dort Anschluss zu finden.
00:21:01: Und hier hat auch Quantum Systems wie gesagt seit über zehn Jahren produzieren wir Drohne auch ein Netzwerk an Supplieren, die wir aktivieren konnten für das Thema.
00:21:08: Auch das hat uns geholfen um jetzt und mittlerweile ich produziere über siebzig Drohnen bei den Joint Venture pro Tag Und wie sind auf volle im Ziel um unsere Lieferverpflichtung für dieses Jahr für die Ukraine zu erfüllen?
00:21:18: Wir reden hier von zehntausenden Drohne und das geht nur weil wir halt die Erfahrungen mitbringen.
00:21:22: und Deutschland hat auch die Möglichkeiten und ich glaube hier muss man auch genau hingucken.
00:21:26: Deutschland hat viele Möglichkeiten im Bereich der Produktion von Komponenten, die für die Drohnenindustrie relevant ist.
00:21:33: Ja wir haben eine Herausforderung weil wir im Bereich der Consumer Intellectronics wo viele Bestandteile der Drohn-Technologie herkommen nach China ausgelagert wurden.
00:21:41: aber man kann dagegen steuern und so ein Joint Venture kann da helfen.
00:21:44: Super Matthias jetzt hast du gerade gesagt The Future is Unmanned.
00:21:47: damit bist Du früher los gelaufen und hast sozusagen für das Thema Drohne erstmal für Aufmerksamkeit gesucht.
00:21:51: wenn wir jetzt mal in the future schauen so fünf Jahre nach vorne Was muss denn heute passieren, damit Europa bei Drohnen und KI und autonomem System technologisch nicht den Anschluss verliert beziehungsweise sich selber gut aufstellen kann?
00:22:01: Was braucht ihr?
00:22:02: Also erstmal glaube ich – das ist jetzt eher ein Bereich der immer präsenter ist im Bereich der Verteiligung.
00:22:07: Ist es dringend notwendig dass wir unsere Doktrinen anpassen also die Idee wie wir unsere Streitkräfte einsetzen wollen Und zwar da entgehen, dass man die Erkenntnisse aus der Krine mit einfließen lässt.
00:22:18: Ja und das kriege ich immer wieder entgegen gehalten.
00:22:21: Die Bundeswehr oder NATO-Streitkräfte wollen nicht so kämpfen wie die Ukraine-Streitkräftekräfte gerade gezwungen sind zu kämpfen Das heißt gebunden in einen Stellungskampf.
00:22:29: Sie wollen in einem beweglichen Kampf übergehen.
00:22:31: Aber auch hier ist es dringend notwendig die Doktrinen so anzupassen, dass unbemalte Systeme... Da rede ich jetzt nicht nur von Unbemantelsystemen der Luft sondern auch auf den Boden oder im Wasser Dass man die einbindet und entsprechend auch schaut der Beschaffung, dem mehr Stadt gibt und das berücksichtigt.
00:22:46: Es hilft uns nichts wenn wir weitere Panzerverbände aufstellen die A erstmal nicht bemannt werden können weil uns die Soldaten fehlen und B wahrscheinlich nur hochwertsieber sind für andere Drohnen die sich darauf stürzen können und dass ist deswegen notwendig.
00:22:58: Da kommt wahrscheinlich auch für uns in Zukunft dann die Nachfrage außer der Ukraine, die entsprechend die Industrie, die dahinter steht, weiterentwickelt.
00:23:06: Und das hilft am Ende um nicht abhängig zu sein von China oder den USA also diese Entwicklung, die wir aktuell in der Ukraine beobachten, zu transferieren in die Doktreten der Streitkräfte in Europa und entsprechend daraus generierend einen Bedarf zu kriegen, der dann diese Industrie auch weiter auftrieb verhilft.
00:23:22: Matthias Lena ist Vice-Präsident bei Quantum Systems und Geschäftsführer von Quantum Frontline Industries.
00:23:27: mit ihm habe ich gesprochen über Drohnen made in Germany, in Co-Produktionen mit der Ukraine und der Zukunft die unbemannt sein wird.
00:23:36: Vielen vielen Dank Matthias!
00:23:37: Und Toi toi toi weiter suchen!
00:23:38: Danke dir, danke
00:23:39: viel Zeit!
00:23:42: Ja, das eine ist ja sozusagen die Entwicklung von Technologie.
00:23:46: Die ja durchaus auch mal schnell gehen kann.
00:23:48: entscheidend ist aber natürlich ob diese Technologien dann auch in der Truppe ankommen.
00:23:52: genau dort treffen kurze Software und Start-up Zyklen eben auf Anforderungen in der Praxis Aufgegebenheit in der Beschaffung und auch auf Sicherheit und Skalierung.
00:24:03: allein zwanzig fünfundzwanzig haben nach Angaben des Cyber Innovationen hat mehr als zweihundert Startups Kontakt zum habe aufgenommen und das Prinzip ist die Innovation.
00:24:15: aus der Truppe, mit der Trupe und für die Truppe zu entwickeln.
00:24:20: Auch Die Nato will mit ihrem Rapid Adoption Action Plan neue Technologien schneller in militärische Fähigkeiten
00:24:26: überführen.".
00:24:27: Und es macht natürlich totalen Sinn!
00:24:29: Da sind natürlich die Erkenntnisse der Soldatinnen und Soldaten im Feld extrem wertvoll.
00:24:34: aber warum bleiben erfolgreiche Pilotprojekte trotzdem manchmal einfach Pilot-Projekte?
00:24:40: Was muss sich ändern damit Innovation A schneller skaliert und B dann auch schneller
00:24:44: ankommt?!
00:24:44: Und darüber sprechen wir jetzt mit Sven Weitzenecker.
00:24:48: Die Zeitenwende ist nicht nur eine Frage neuer Waffen und höherer Verteidigungsausgaben, es geht auch darum wie schnell neue Technologien ihren Weg in die Truppe finden!
00:24:59: Denn gerade bei Software, künstlicher Intelligenz oder Drohnen entwickeln sich Innovationen oft deutlich schneller als klassische Beschaffungsprozesse.
00:25:07: An dieser Schnittstelle arbeitet der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr.
00:25:11: Er bringt die Bundeswehr mit Start-ups und Technologieunternehmen zusammen – er probt neue digitale Lösungen und soll dabei helfen, Innovationen schneller für die Truppe nutzbar zu machen!
00:25:20: Seit Jahrzehnte wird der Cyber Innovation Hub von Sven Weizenegger geleitet.
00:25:25: Herzlich willkommen, Herr Weizeneger hier beim ORM-Netz!
00:25:27: Vielen Dank für die Einladung und das war ein perfekter Pitch.
00:25:30: eigentlich können wir es jetzt beenden.
00:25:32: Kann ich die erste Frage fast schon weglassen?
00:25:34: Ich stelle sie trotzdem so ein bisschen habe ich ja schon gesagt was der Cyber innovation hub ist aber Sie können das bestimmt noch mal besser erklären was sie genau mit der Bundeswehr zu tun haben und ja was sie da genau eigentlich machen.
00:25:45: Das mache ich sehr gerne und tatsächlich nochmal mit eigenen Worten.
00:25:48: Wenn ich einen Satz nehmen müsste, um zu erklären was wir sind dann sind wir das Bundeswehr Start-up.
00:25:54: Das ist unser Claim und es erklärt glaube ich sehr viel denn das erklärt einerseits die Zugehörigkeit zu den Streitkräften nämlich der Begriff Bundeswehr impliziert das direkt und andererseits auch ein Stück weit Was ist unser Zugang, was ist unser Markt mit dem wir uns beschäftigen?
00:26:11: Wer sind unsere entanflugsteichen Lieferanten.
00:26:13: Wir sind unsere Partner mit denen wir sehr gerne zusammenarbeiten.
00:26:17: und vor allem nicht aus Selbstzweck sondern mit wem müssen die Streitkräfte zusammen arbeiten damit man auf der Höhe der Zeit ist.
00:26:23: Damit man die besten und innovativsten Lösungen bekommt damit unsere Soldaten und Soldaten letztendlich ihren wichtigen Auftrag erfüllen können.
00:26:29: und das sind Start-ups.
00:26:31: Und so wurden wir auch gegründet, als Bindiptit oder als Brücke könnte man sagen in die Startupwelt weil die Streitkräfte eigentlich so gesehen keinen wirklichen Kontaktpunkt hatten um sich mit Start-Ups auszutauschen, mit ihren Projekten zu machen.
00:26:45: und daher kam es an, liegen sie tatsächlich durch die daumalige Leitung dass man so ein Instrument schafft zwischen diesen beiden Welten zu vermitteln.
00:26:53: Vielleicht können Sie nochmal ein bisschen erklären, wie das konkret aussieht.
00:26:56: Wenn ich es richtig verstehe entstehen Innovationen bei Ihnen ja jetzt nicht am Reisbrett sondern eher so aus konkreten Problemen der Soldatinnen und Soldaten heraus.
00:27:04: Können Sie mal ein bisschen erklären, wie dieser Prozess funktioniert in der Praxis?
00:27:07: Ich würde gerne sagen Es gibt immer eine Problemstellung die wir lösen wollen und müssen.
00:27:11: daher kommt es also das heißt eine Soldatin kann sich jederzeit sehr niedrig spellig an den Habwänden über die verschiedensten Kanäle.
00:27:19: Das ist natürlich eine E-Mail Man ruft bei uns an, oder es sind persönliche Netzwerke die entstehen.
00:27:26: Da haben wir natürlich in den letzten Jahren ein Netzwerk sondern gleichen geschaffen und man wendet sich an uns mit einer Problemstellung und wir gehen dann ins Gespräch versuchen zu ermitteln was ist wirklich der Kern des Problems?
00:27:37: Ist es vielleicht gar kein Problem?
00:27:38: das kann auch manchmal sein weil man feststellt oh das ist vielleicht eher ein Thema der regulären Beschaffung da gibt's vielleicht auch keinen innovativen Kern ist auch gar nicht schlimm denn Innovation bedeutet ja auch Empathie zu entwickeln weil irgendjemand hat ja wirklich ein Problem für sich, aber aus der Perspektive als Innovator ist es vielleicht gar nicht so groß.
00:27:56: Das heißt man wendet sich an uns und das Besondere ist wenn man sie an uns gewendet hat und wir gemeinsam entscheiden was wir im Projekt machen – das ist schon mal das Erste – wir entscheiden ans Hub ob wir das Projekt umsetzen oder nicht.
00:28:06: Das heisst man kann uns nicht beauftragen.
00:28:08: Das ist gut!
00:28:10: Wie jetzt Innovationseinheit entscheiden selber ob wir den Projekt umsetzen wollen oder nicht?
00:28:15: Die Happlerinnen und Happlern sitzen jeden Freitag morgens zusammen Und so ein bisschen wie bei Höhle der Löwen, dass man über die ersten Projekteideen spricht und auch entscheidet ob man ein Projekt umsetzt oder nicht.
00:28:27: Da gibt es quantitative und qualitative Maßstäbe, die wir an solchen Projekten umsetzen.
00:28:31: Für mich war immer sehr wichtig am Anfang als ich gekommen bin, ich möchte eine Vergleichbarkeit haben.
00:28:35: Ich möchte nichts aus dem Bauch entscheiden, machen wir das jetzt oder machen wir es nicht?
00:28:39: Sondern da gibt's Dinge wie inwieweit skaliert das, wie viel Nutzer adressiert ist
00:28:44: Also ein Kriterienkatalog.
00:28:46: Ja,
00:28:46: es gibt einen Kriterie-Katalog tatsächlich und dann gibt's auch eine Punktzahl am Ende des Tages für das jeweilige Projekt.
00:28:51: Und ich glaube ist ganz wichtig dass wir die Vergleichbarkeit haben.
00:28:54: Haben Sie mal so'n Beispiel für so Probleme mit den Soldatensoldaten bei Ihnen ankommen?
00:28:59: Gerne!
00:29:00: Wir hatten ne Problemstellung mit dem Erkunden von Minen in der Fläche.
00:29:05: Zuerst muss man verstehen wie arbeitet denn die Truppe aktuell um dieses Problem zu lösen nämlich Minenfelde zu erkunden und zu detektieren und zwar Das klingt jetzt sehr hart, was ich sage.
00:29:15: Aber das ist auch die Realität unseres Alltages.
00:29:17: letztendlich zwischen dem Soldaten der Soldaten, die auf dem Mienfeld sind und der Mine selbst liegen neunzig Zentimeter.
00:29:25: Was zwischen Leben und Tod entscheidet ein neunzig Zentimeter ist den Minentugnadel.
00:29:29: Die stechen wirklich rein und gucken ob man da auf Metall stößt.
00:29:33: Und dann wird es halt aufgegraben.
00:29:34: Es kann man vielleicht aus dem Film und Dokumentationen.
00:29:37: Ist eine sehr gefährliche Arbeit tatsächlich.
00:29:40: Da riskieren wirklich Soldatinnen und Soldaten ihr Leben Und da muss man auch wissen, und das war auch ein Hörlingern von uns auf so einer Fläche.
00:29:46: Die sieht er so aus als ist nichts.
00:29:48: Ist die Faktion nicht so?
00:29:48: Denn man ist höchstwahrscheinlich unter Feindbeobachtung.
00:29:52: Man ist ja sehr exponiert.
00:29:53: in dem Fall tatsächlich.
00:29:55: Man hat ja wenig Bewegungsmöglichkeiten an Soldaten dann, weil man sich ja konzentrieren muss, nämlich oft was gerade vor mir liegt, nämlich neun Zentimeter unter mir.
00:30:03: Das war die Problemstellung, die wir lösen wollten und mussten, vor allem auch mussten um den Arbeitsalltag der Soldatensoldaten zu vereinfachen.
00:30:11: Da war der Lösungsansatz Wieso nehmen wir dann nicht eine Drohne, die fliegt über das Minenfeld?
00:30:17: Und wieso nehmen mir nicht ein Stück Hardware und Software, die das erkennt was unter dem Boden ist, in dem Fall ein Mankentometer.
00:30:23: Und können wir nicht eine Software gestalten und entwickeln lassen?
00:30:26: Entwickeln lassen?
00:30:26: ganz wichtig!
00:30:27: Das war jetzt keine Software die man so kaufen kann beim Medienmarkt sondern es waren für uns angepasste Software und entwickelte Software, Die die einzelnen Minen kategoriert.
00:30:37: Wieso ist das so wichtig?
00:30:38: Weil wir ja eigentlich etwas erreichen wollen nämlich anders.
00:30:42: Der Feind möchte eigentlich, dass wir nicht nach vorne rücken können.
00:30:45: Mit unseren Panzern und Soldaten.
00:30:47: Damit gewinnt der Zeit.
00:30:49: Kategorien ist deswegen so wichtig, weil wir in eine Trasse suchen wo wir durchgehen mit unseren Fahrzeugen.
00:30:54: Das heißt das Entsperren der Minensperre selbst ist der zweite Schritt also im Anzeichen zur Explosion bringen.
00:31:00: Sondern man will erstmal durch um seine Operation fortzusetzen, weil die in dem Fall gestoppt wird.
00:31:04: In diesem Beispiel, wo wir ganz nah mit dem Nutzer Charmearbeiten.
00:31:09: Und der Nutzer ist in dem Fall der Soldat, die Soldatin und es ist ein Stück weit das größte Kriterium bei uns.
00:31:15: Wir haben mal gemessen welchen Projekten funktionieren gut und welche funktionieren nicht gut?
00:31:19: Die sehr gut funktionieren sind die Projekte wo der Nutzert immer eng mit eingebunden ist.
00:31:23: Und jedes Projekt dass wir haben ist immer mit dem Nutzern.
00:31:27: Der ist Teil der Lösung.
00:31:29: also ich sage immer ganz gerne so einen Satz man muss das Problem so sehr hassen, dass man es liebt das Problem zu lösen.
00:31:36: Das fasst sich auch nicht ganz ganz gut zusammen.
00:31:38: So als Gegenblick wäre das klassische KVP, was man so kennt, kontinuierlich Verbesserungsprogramm.
00:31:43: Man verwechselt das gerne mit uns und hat überhaupt nichts zu tun.
00:31:46: Denn bei KVPs kommt jemand mit einer Problemstellung.
00:31:48: Gibt es dem der das Problem in Anführzeichen verursacht hat?
00:31:52: Und der soll es dann auch noch lösen!
00:31:54: Also man kann vorstellen dass die Motivation bei dem der dies aufgedrückt bekommt, nicht so groß ist es zu lösen, erkennt sich das Problem gar nicht für sich selbst.
00:32:05: Das ist so etwas, was wir kulturell forcieren in den Streitkräften.
00:32:10: Nicht nur über einzelne Projekte sondern tatsächlich muss ein großer Schwerpunkt Kulturwandel.
00:32:15: Ich bin der festen Überzeugung, Kulturwandel erzeugt man nur dann wenn man die Menschen, die wir in den Steilkräften haben mitmachen lassen weil man muss das hautnah erleben was es bedeutet innovativ zu sein und letztendlich auch zu agieren weil was nicht funktioniert ist auf einer Powerpoint sozusagen jetzt Ihr seid jetzt bei Innovativ und Schakker.
00:32:37: Sondern man muss wirklich das erlebbar machen, das fühlbar machen und das hilft glaube ich den gesamten Streitkräfte eigentlich Innovative zu denken und zur Handeln.
00:32:45: Spannend!
00:32:46: Jetzt hat ja der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine auch so ein bisschen... wie soll ich sagen?
00:32:52: Dadurch ist es ja auch so eine Bühne geworden sozusagen für neue Technologien in der Kriegsführung.
00:33:00: Hat sich dadurch Die Zusammenarbeit der Bundeswehr mit Technologiestartups und der Industrie irgendwie verändert?
00:33:09: Sie hat sich massiv verändert.
00:33:10: Also ich merke das vor allem seit zwei Jahren nochmal wie hier Mentor, bis zum Beispiel seit dem Wegfall in die Schuldenbremse, wenn es auch noch immenser was für ein Hype war.
00:33:19: nicht so positiv im Sinne des soll gar nicht negativ konnetiert sein von mir, dass dafür Unternehmen kommen weil viele spüren wir müssen etwas machen.
00:33:28: Wir asenweise wie wir leben wollen wir verteidigen.
00:33:32: Wir müssen einen Beitrag dazu leisten, die es zu tun.
00:33:34: Und Technologie ist ein wichtiger Hebel dies zu ermöglichen.
00:33:39: und als Militär möchte man eine militärische Wirkung erzielen.
00:33:43: Das ist in so einer Kette von Entscheidungen und Tätigkeiten immer die Wirkung.
00:33:49: Die Wirkung ist höchstwahrscheinlich ein Stück weit tödlich für den Feind und Software kann und wird und tut es ja schon massiv dabei helfen einerseits Informationen zusammen zu bewerten, zu klassifizieren und zu priorisieren.
00:34:05: Denn wir haben ja kein Mangel mehr an Informationen sondern wir haben inzwischen so viele Informationen auf dem Gefechtsfeld und außerhalb des Gefechtsfeldes im Informationsraum dass es der Mensch kognitiv alleine gar nicht tun kann.
00:34:17: das ist de facto einfach so.
00:34:19: Wir müssen ihn also Möglichkeiten geben die Entscheidungen die er trifft besser treffen zu können.
00:34:25: Das ist das erste.
00:34:26: man sagt dazu auch Informationsüberlegenheit Ja.
00:34:29: Denn eine verbesserte Lage der Information führt zu einer verbesserten Führungsüberlegenheit, weil wir wollen Entscheidungen treffen.
00:34:36: Entscheidungen treffen ehemaligerweise assistiert vielleicht auch.
00:34:40: Wir haben ganz viele Projekte Smartleads zum Beispiel wo wir verschiedenste Informationen zu haben führen und den Soldaten und Soldaten die auf dem Gefecht stand sind Optionen geben eine verbessere Entscheidung zu treffen.
00:34:52: Jetzt gar nicht so im Telefon.
00:34:53: die KI macht jetzt alles für dich Und die KI entscheidet?
00:34:56: Nein!
00:34:56: Gar nicht.
00:34:57: Aber die KI kann die Menge an Daten viel besser verarbeiten, als der Mensch das kognitiv könnte.
00:35:02: Man darf auch nicht vergessen, dass auch eine große Lehre aus der Ukraine – auch das klingt wieder hart!
00:35:07: Wir sehen es in der Ukraine, da sterben auch Menschen und diese Menschen können gewisse Entscheidungen nicht mehr treffen.
00:35:12: Es muss jemand anderes tun, der vielleicht nicht so erfahren oder nicht so gut ausgebildet ist oder war wie die andere Kraft, die vor Ort war.
00:35:20: Und da kann KI helfen mit dem Qualitätsstandard gleich zu halten und mit assettierten Systemen dabei zu helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.
00:35:28: Das heißt Transparenz über Entscheidungen oder die Herleitung wie so welche Entscheidung empfohlen wird ist ganz wichtig.
00:35:35: Dann komme ich zum dritten Punkt es letztendlich eine Wirkungsüberliegenheit zu erzielen gegen über den Feind.
00:35:40: Und dann spielen noch so Aspekte mit hinein wie im Bereich der Logistik.
00:35:44: auch das ist nochmal sehr wichtig für die Unterstützung denn ohne Logistika wird's auch schwierig.
00:35:48: ja also ich muss nachschubssichern sei es jetzt im Bereich der Sanität, im Bereich von Waffensystemen oder Munition in dem Fall.
00:35:56: All das ist sehr komplex und was uns glaube ich sehr unterscheidet – und das ist ein Appell auch, was ich mitgeben kann – man darf nicht glauben, dass man sich viele Innovationen eins zu eins übersetzen kann in das Militär.
00:36:11: Wir agieren in einer sehr unterschiedlichen Umgebung.
00:36:13: In den Umgebungen, in denen wir agieren, ist der Feind auch sehr nahe.
00:36:18: Das bedeutet er wird immer versuchen uns zu stören, der wird immer versuchen unsere Videoverbindung zu kappen.
00:36:24: Deswegen müssen wir in vielen Bereichen Teilautonom oder sogar Autonom agieren.
00:36:29: Wir versuchen natürlich so lange wie möglich den Menschen im Loop zu halten.
00:36:33: aber es wird Bereiche geben und darum ist total wichtig dass man KI im Kontext betrachtet.
00:36:39: In welchem Kontext setzte ich das jetzt gerade ein?
00:36:41: Weil wenn ich jetzt über einer Siedlung bin die dicht besiedelt ist werde ich KI anders einsetzen müssen.
00:36:47: weniger Automomen sondern mehr Mensch in der Loop, der die Entscheidung trifft.
00:36:52: Zum Beispiel über den Beschuss oder Nicht-Beschuss.
00:36:55: als wenn ich jetzt im Gebiet bin was... ...fünfzig mal fünfzig Kilometer und da ist niemand.
00:37:00: dann kann ich ganz anders angieren.
00:37:02: Da hat General Vetter ja auch sehr deutlich gesagt in dem Pressegespräch Und wir haben auch diese KI-Strategie für die Medikation Nutzung verabschiedet Das kann man ja öffentlich lesen, dass man KI kontextual betrachten muss.
00:37:12: Also Frank Sauer von UNDW und meine Wenigkeit drehen hier seit Jahren auf den Bühnen immer darüber, wenn dieser Terminator-Szenario kommt.
00:37:19: Wir sagen immer das ist total Unsinn!
00:37:21: Bitte denkt nicht in diesen Null-Eins-Scenarien sondern man muss KI wirklich im richtigen Kontext betrachten und es soll ja uns helfen dass wir eben idealerweise keine Menschenleben gefährden sei es jetzt andere oder unsere eigenen Streitkräfte.
00:37:35: Das möchte man ja nicht.
00:37:36: Wenn das eine Maschine besser kann dann sollte auch eine Maschine tun.
00:37:41: Jetzt steht ja die Ukraine auch unter einem gewissen Druck, neue Technologien möglichst schnell an den Start zu bringen.
00:37:47: Weil der Krieg läuft normal und der Konflikt läuft.
00:37:51: Kann die Bundeswehr da beim Innovationstempo konkret irgendwas von der Ukraine lernen?
00:37:58: Neben dem technischen Aspekt gibt es einen Aspekt, das ist sehr wichtig.
00:38:00: Es hat viel mit Kulturwandel zu
00:38:02: tun.
00:38:03: die Agilität und die Adapzionsfähigkeit von den ukrainischen Streitkräften eben auf eine Situation, die neu ist sofort reagieren zu können.
00:38:11: Und das große aber ja wir können es mental kriegen wir das hin und zeigen auch hier und da sei es dass habe ich in der Stadt Bundeswehr, sei es das Innovationzentrum in Erling, sage ich sie Sarberg-Agentur, die vielen WTD'en die wir haben also die wertehechtlichen Dienststellen können.
00:38:26: Ja!
00:38:26: Die Frage ist in welchen politischem und juristischem Rahmen bewegen wir uns als Streitkräfte in Deutschland?
00:38:33: Die Fakto, auch das klingt wieder hart.
00:38:35: Aber die Realität, die Ukraine befindet sich im Krieg.
00:38:37: Formal juristisch und auch tagtäglich tun sie das leider Gottes.
00:38:41: Sie müssen eh wehren!
00:38:43: Das tun sie auch gut.
00:38:44: Deutschland befindet dich zum Glück, formal juristische nicht in den Krieg sondern im Frieden.
00:38:49: Und dann kommt ja etwas hinzu, dreißig Jahre Friedensdividende.
00:38:52: Das heißt Streitkräfte wurden konzentriert und auch all die nachgeordneten Bereiche formal juristsisch sauber zu agieren Und das ist so etwas, was man aufbrechen muss.
00:39:01: Darum ist Kulturwerte so wichtig.
00:39:04: Darom pläde ich auch dafür, dass wir gewisse Regelungen verändern müssen.
00:39:07: Wir tun das hier und da.
00:39:08: Wir haben es geschaffen und bestätigt.
00:39:11: Was uns viele Freiheiten eignen.
00:39:12: Aber nichtsdestotrotz kann man immer schneller sein.
00:39:16: Wir sind ja in der Lage mit dem Hub innerhalb von sechs Monaten die erste Version eines Projektes auf den Hof zu stellen, sodass man Feedback geben kann.
00:39:24: Wir habe vergaberechtliche Aspekte, das ist in der Ukraine anders.
00:39:27: Wir müssen uns ja daran halten.
00:39:29: Ich sage nicht, dass man sich jetzt komplett abschaffen soll.
00:39:31: Nichtsdestotrotz muss man die Rahmenbedingungen in dieser... ich nutze den bückere Fiberit jetzt mal, obwohl ich ihn nicht mag.
00:39:39: Weil Hybrid konnetiert auch immer ein bisschen was Positives.
00:39:41: Hybrides Arbeiten, hybrides Büro, nichtsdestotrott müssen glaube ich in so einer hybrigen Situation Rahmenbedingerung für innovative Akteure der Streitkräfte verändern.
00:39:51: denn wir können im Beweise sehr tagtäglich Es gibt auch sehr viele innovative Akteure aus Deutschland in der Ukraine, die eine gute Wirkung und ein wichtiger Wirkumfall.
00:40:01: Jetzt haben Sie ja vorhin anhand dieses Beispiels der Minenaufklärung richtigerweise gesagt also bei Ihnen geht es ja nun nicht selten auch tatsächlich einfach um Leben und Tod.
00:40:10: das heißt wenn man jetzt neue Technologien einführt sollte möglichst wenig geschief gehen.
00:40:14: wie schaffen sich es denn eben solche neuen Technologin oder Innovationen möglichst früh tatsächlich auch unter realistischen Bedingungen dann mit Soldatinnen und Soldaten zu erproben?
00:40:24: Das ist die Kernessenz und die DNA des Hubs.
00:40:27: Und viele andere Streitkräften, immer mit den Streitkäften zusammen natürlich dann am besten auf Truppelungsübungsplätzen im Ausland.
00:40:33: vielleicht auch Übungen.
00:40:34: das tun wir auch um direkt Feedback einzusammeln.
00:40:38: Manchmal reicht einen Satz der von dem Soldaten die Roadmap eines Herstels vielleicht auch komplett verändert was gut ist.
00:40:44: Sonst läuft er vielleicht auch in die falsche Richtung.
00:40:45: Wir haben jetzt ein Projekt ganz frisch kommuniziert Seethaube mit Unternehmen Stark das ist ja Neo Prime relativ groß sehr erfolgreich, hat mit unserem Projekt gemacht ja im Bereich E-Loka.
00:40:57: Mit der Marine und den Muzir.
00:40:59: Sehr erfolgreiches Projekt.
00:41:00: aktuell tatsächlich frühzeitig erproben.
00:41:03: Im Rahmen eines Tests ist es okay dass etwas nicht funktioniert.
00:41:06: dafür testen wir immer.
00:41:08: wäre es ja wenn wir allen Herstellern glauben das dann kaufen versuchen einzuführen und währenddessen stellen wir fest funktioniert alles nicht oder vieles nichts wollen wir nicht sehr früher proben sehr schnell testen.
00:41:19: Wir haben auch KPIs, die wir zu erfüllen haben als hab.
00:41:22: Auch das ist relativ selten im öffentlichen Sektor.
00:41:25: Innerhalb von sechs Monaten habe ich gesagt sogenanntes Minimal Viable Product hinstellen und innerhalb von zwölf Monaten ein Projekt beenden.
00:41:31: Ein Abschlussbericht schreiben.
00:41:33: Da hört auch unsere Aufgabe auf.
00:41:35: oder hört er auf?
00:41:37: Das haben wir neues Mandat durch das Parlament bekommen.
00:41:38: dafür bin ich sehr dankbar.
00:41:40: alle kennen vielleicht tales Todes nämlich was passiert nach diesen Prototypen?
00:41:45: der Soldat Soldate möchte es Aber es dauert x Jahre, bis es eingeführt wird.
00:41:50: Da schlagen jetzt die Brücke mit der sogenannten Initialen Skalierung zur Weiterqualifizierung anderes Feedback, weil sie vielleicht noch mal andere Aspekte betrachten können, die ein anderer Verband nicht betrachten kann.
00:42:02: und in der Tiefe, dass ich gewisse Integrationsleistungen leiste, indem mich zum Beispiel Mainz-Vieber mit der Mean-Direktion das sich in einem Better Meldenschwärtssystem integrieren.
00:42:12: Und z.B.
00:42:12: im Cedar Westall einer Grundfallraussetzung bei uns.
00:42:15: Aber ich muss nicht alles von Anfang an machen, auch das ist eine wichtige Botschaft.
00:42:18: Ich muss im Rahmen eines Tests nicht die Golderanlösung bauen.
00:42:22: Denn wir gucken ja immer auf den operativen Mehrwerten.
00:42:25: was der operative Mehrwert und viele Faktoren, die eher Hygienefaktoren sind, die kann ich nachziehen weil wenn ich jetzt hundert Prozent der Hygienefaktoren umgesetzt habe aber es hat keinen operativ mehr Wert, was hab' ich denn davon?
00:42:36: Also mein liebstes Beispiel ist Transkription von Sprache.
00:42:40: Ich kann jetzt im Rahmen des Tests die Transkription in der Cloud machen oder ich mache so On-Premise.
00:42:47: Dann kaufe ich mir einen gehärteten Server,
00:42:49: etc.,
00:42:50: etc.
00:42:50: Habe ich für jeden Fakt noch neun Prozent?
00:42:52: Stell dir ein Fest, dass die Transskription uns total ermisst!
00:42:54: Weil das Large-Venge-Modell oder das Modell was sich dahinter befindet überhaupt nicht leistungsfähig ist.
00:42:59: Kann passieren.
00:43:00: Auch so eine Dinge haben wir schon erlebt.
00:43:01: Da mach' ich doch lieber Folgendes Ich teste erstmal in der cloud Gucke ist die Kernfunktionalität gegeben und dann werde ich tatsächlich ... in die reguläre Beschaffung geht, in die Skalierung, in den Große.
00:43:11: Dann kann ich eine Markenmacht ausnutzen... ...die haben wir als Streitkräfte weil wir würden dann ja viele Lizenzen kaufen und dann kann sich jeder darauf bewerben ganz normal.
00:43:21: Das ist mir ganz wichtig dass man am Anfang nicht übertreibt mit der Anforderung denn viel unserer Projekte funktionieren das für dich nicht was auch total okay ist.
00:43:28: Das sind aber alles für uns Erkenntnisgewinne.
00:43:30: Auch das so ein Kulturbeitrag.
00:43:31: zu sagen, die Bestreitkräftel nicht funktionieren heißt Erkenntnissgewinn.
00:43:35: Das heißt nicht, dass es nicht funktioniert.
00:43:37: Wir können daraus Lehre für uns ziehen und für andere Projekte.
00:43:40: Jetzt haben Sie ja gesagt, sie haben eine sehr differenzierte Projektauswahl mit einem Kriterienkatalog.
00:43:46: Sie testen sehr ausführlich, nehmen den Nutzer relativ früh mit.
00:43:50: Warum schaffen es denn dann erfolgreiche Pilotprojekte trotzdem nicht immer in die breite Nutzung der Bundeswehr?
00:43:57: Einerseits hatte ich das Tal des Todes angesprochen, das heißt ... Ich kann jetzt nur von Start-up sprechen.
00:44:01: Es fehlt manchmal der Atem, das Geld letztendlich diese X-Jahres überleben.
00:44:06: Deswegen haben wir eben die Initialeskalierung jetzt geschaffen, das war mir ein wichtiges Anliegen, dass wir in bestimmten anderen Bereichen auch so machen.
00:44:13: Manchmal überholt ihr eigentlich auch die Technologie?
00:44:16: Auch das erleben wir manchmal.
00:44:17: Manchmal ist das Problem gar kein Problem mehr weil wir es andersweit nicht geschafft haben.
00:44:22: und manche erleben ja auch und das hat was mit Erwartungshaltung zu tun.
00:44:25: Nicht jedes Data löst vielleicht ein Problem, muss man auch ganz klar sagen.
00:44:29: Relativ viele Anfragen auf LinkedIn wo meine erste Reaktion ist welches Problem löste denn?
00:44:34: Also bei uns ist so Problem sucht Lösung, nicht die Lösungsprobleme.
00:44:38: Wir haben selten den Fall dass wir eine Lösung haben und das Problem suchen wo wir dann sagen baum irgendwie hat es was?
00:44:45: Das klingt total wild oder interessant könnte ein Game changer sein, wir haben ein Projekt autobux, das kennt man vielleicht auch aus dem Medien, das sind Kaka-Laken mit Mikroimpulsten gesteuert werden, da haben sie das angesehen nach James Bond oder Mr Qer Da dachten wir vor, ob das was finden würde überhaupt jemanden.
00:45:07: Hat sich immer nach fünf Minuten gefunden.
00:45:09: Also die haben telefoniert und der erste zweite Nutzer gesagt, dass finde ich es total spannend.
00:45:14: Wir haben Use Case.
00:45:16: Use Case war in dem Fall im Bereich der Aufklärung.
00:45:18: Tod der Winkel, bis wir also hinter das Gebäude gucken war eines Feindes dann ohne Hinschicken, die fliegt ist zu offensichtlich weil sie kann man relativ gut delektieren, weil sie halt strahlt.
00:45:28: Man erkennt das bildlich oder auch im Rahmen von Akustik-Sensor Eine Kaka-Laka, die imitiert jetzt schwierig.
00:45:37: Und da kann man ein Palo draufpacken auf den Rücken eine Kamera zum Beispiel oder andere Sensorik.
00:45:42: das haben wir jetzt erprobt ganz erfolgreich viele Erkenntnisse für uns gezogen.
00:45:46: es machen wir jetzt noch weiter um weiter zu lernen.
00:45:48: für uns Das ist so einen Top Down Ansatz machen.
00:45:51: aber tatsächlich muss dann schon sehr beeindruckend sagen dass kann was sein.
00:45:54: Es hatte auf der Münchersingertskonferenz vorgestellt und habe ich ganz viele WhatsApp in der Rechten bekommen ob ich das jetzt ernst meine damit.
00:46:03: Aber wichtig ist auch hier immer ein Nutzer mit drin, der wirklich Feedback geben kann.
00:46:06: Weil ich kann nicht entscheiden an meinen Freibtisch, ist das jetzt für die Streitkräfte so überheblich?
00:46:12: Will ich?
00:46:12: Ich kann nicht sagen.
00:46:14: Die sehr engagierten Soldaten können es wesentlich besser, weil das ihr Alltag.
00:46:19: Sie müssen damit umgehen können, nicht ich!
00:46:22: Sie haben schon das Stichwort Kulturwandel angesprochen, haben auch schon mal kurz ein bisschen so politische Rahmenbedingungen angesprochen.
00:46:28: Was müsste sich denn konkret ändern damit neue digitale Technologien künftig einfach schneller in der Truppe ankommen?
00:46:35: Die Forderung Nummer Einserie für mich tatsächlich dass wir so eine Art Fast Track Mechanismus implementieren dass wenn etwas erfolgreich erprobt wurde durch uns und erfolgreich erprobt heißt ja nicht nur wir entscheiden ob es erfolgreich war, sondern der Nutzer.
00:46:48: Der sogenannte Bedarfträger in dem Fall das Zentrum Ticklesierung der Bundeswehr sich verantwortlich zeichnet.
00:46:54: aber auch der Bedarf steckert zum Beispiel das Bein gewesen.
00:46:56: Wir haben im Rahmen der Initial Skalierung haben wir das, wir haben also unser Governance Board wo jedes erfolgreiche Projekt von uns einfließt und wir sagen Das finden wir gut.
00:47:04: Seht ihr einen Anlass das irgendwann zu beschaffen?
00:47:08: Und wenn es heißt ja, wir sehen das aber wir können's grad nicht weil wir gerade andere Prioritäten haben dann kommen wir als Hub und überburten das.
00:47:14: Dieser Fast Track Mechanismus muss wenig besser schneller mit mehr Mitteln hinterlegt werden.
00:47:18: Weil dass ist die Brücke letztendlich damit wir eine Anfangsbefehlung der Streitkräfte hinbekommen.
00:47:22: Denn bis neunundzwanzig so ist ja so die Zielmarke, die man im Kopf hat oft aufgrund der politischen Diskussion die es so gibt müssen wir diesen Mechanismus jetzt schaffen.
00:47:31: Wir können jetzt nicht warten sieben Jahre lang bis der Software da ist.
00:47:33: Das kann man nicht sagen das war nicht erklären.
00:47:35: Das kann ich auch aus der Startup Perspektive verstehen.
00:47:38: Wir haben eine Lösung.
00:47:40: Manchmal haben sie sich auch nicht, auch okay.
00:47:41: Auch das kann passieren wenn nichts alles funktioniert was man uns verspricht.
00:47:44: Technologie alleine ist es ja nicht ausletzendlich mediatische Fähigkeiten ableiten und aus mediatischen Fähigkeiten machen.
00:47:50: In der Technologie haben wir ganz viel in Europa auf dem Markt.
00:47:53: Einfach Talent.
00:47:54: aber daraus Fähigkeit zu machen ist ja neben den Technologieaspekten.
00:47:58: natürlich muss er gucken.
00:47:59: wie sagen wir zur Capability-Gaps?
00:48:01: würde man sagen Wie trainiere ich die Leute?
00:48:05: Was für Aspekte ergeben sich in den Doktrinen und Techniken, und Taktiken die Streitkräfte haben.
00:48:11: Die Technologie verändert ja auch die Art und Weise für die Kämpfen.
00:48:14: Denn wir können aus einer Welt – es muss mal selbstkritisch sein – wo wir als Streit-Kräfte definiert haben wie Technologie sein müssen?
00:48:22: Die Zeiten sind ja vorbei!
00:48:24: Inzwischen helfen uns Technologien der Kämpfe vielleicht auch anders zu führen.
00:48:27: Stichpunkt wäre hier Robotik.
00:48:29: Stichpunkt wäre, was wir in der Ukraine sehen.
00:48:31: Die Killzone diese zwanzig dreißig Kilometer wo in Zukunft höchstwahrscheinlich Maschinen miteinander kämpfen werden, ja.
00:48:38: Und solche Aspekte fließen dann mit rein.
00:48:40: Letzte Frage Herr Weitzenegger wenn Sie mal so fünf bis zehn Jahre in die Zukunft gucken gibt es so Trends im Verteidigungssektor wo sie sagen das ist die Hot Topics sozusagen wenn es um digitale Ausrüstung oder generell Digitalisierung im Defensebereich geht?
00:48:57: Ich tue mich mit Trends immer schwer weil ich jetzt gelernt habe durch Large-Vengage Modelle.
00:49:02: Also wenn sie mich vor fünf oder zehn Jahren gefragt hätten... Es geht
00:49:05: alles viel schneller, ne?
00:49:06: Es geht wesentlich schneller und da wird es Dinge geben die wir so gar nicht auf dem Radar haben.
00:49:11: Ich glaube aber nichtsdestotrotz dass wir definitiv einen höheren Grad an KI-basierten Anwendungen sehen werden.
00:49:18: Nicht weil wir KI toll sind sondern weil KI hilft Ressourcen zu sparen insbesondere menschliche Ressorzen die andere Dinge tun können.
00:49:25: Wir werden definitiv wesentlich mehr autonome Systeme sehen.
00:49:27: Und dann muss man sich natürlich die Frage stellen Fühlen wie irgendeine Materiarschlacht?
00:49:32: sieht er so aus hier und da.
00:49:33: Ich bin ein großer Freund der Aufstandsfähigkeit zu wahren, ich glaube wir werden hoffentlich keine Kriege führen wie in der Ukraine wo man sich an der Frontlinie trifft salopp gesagt sondern wir werden und müssen anders präziser kämpfen werden und das sind so Trends.
00:49:47: ich glaub wenn man das mal auf Technologien sich anschaut dann alles im Bereich Quantum Sensing wird definitiv oder kann ein Thema werden.
00:49:55: aber da jetzt eine Prognose zutreffen wäre überheblich.
00:49:59: letztendlich Was sie viel wichtiger finde als Technik ist der kulturelle Aspekt.
00:50:03: Egal was da kommen mag an Technologien, dass eine Organisation bereit und fähig ist das positive Sinne zu absorbieren und in die Abläufe und Prozesse zu integrieren.
00:50:15: Ja, vielen Dank.
00:50:16: Der Cyber Innovation Hub arbeitet an der Schnittstelle von Startups und Tech-Unternehmen und der Bundeswehr und sucht ganz problemorientiert und vor allem nutzerorientiert technologische Lösungen für ganz konkrete Probleme von Soldatinnen und Soldaten.
00:50:33: Herzlichen Dank Sven Weitzenegger für diese Einblicke wie Sie arbeiten!
00:50:38: Jetzt haben wir über Technologie gesprochen, über Innovationen und um die Umsetzung.
00:50:43: jetzt geht es um Grenzen.
00:50:45: Und um die geht das immer wenn man über autonome Systeme spricht.
00:50:48: denn nicht alles was technisch möglich ist automatisch militärisch sinnvoll oder am Ende verantwortbar?
00:50:55: Die Zeitenwende ist nicht nur eine Frage von Verteidigungsausgaben und neuer Ausrüstung.
00:50:59: Sie ist auch eine digitale Zeitenwendekünstliche Intelligenz, kann große Datenmengen auswerten, Drohnen liefern nahezu Echtzeitinformationen von zum Beispiel Gefechtsfeldern und automatisierte Systeme übernehmen immer mehr Aufgaben.
00:51:12: Um diese Entwicklung aus wissenschaftlicher Perspektive mal einzuordnen, darf ich an dieser Stelle mit Dr.
00:51:17: Frank Sauer sprechen.
00:51:18: Er forscht an der Universität der Bundeswehr München zum Verhältnis von Technologie und Sicherheit insbesondere zur militärischen Nutzung von künstlicher Intelligenz, Robotik und autonomen Funktionen.
00:51:28: als Forschungsleiter des Metis-Instituts für Strategie und Vorausschau arbeitet er an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und politischer Praxis und hat ein bisschen Zeit für unser Ohr am Netz und ich freue mich sehr dass Sie dabei sind.
00:51:39: Schönen guten Tag Herr Sauer!
00:51:41: Ja hi danke für die Einladung.
00:51:42: Voll gerne das Metis-Institut, erzählen Sie mal ein bisschen.
00:51:44: Das verbindet jetzt wissenschaftliche Forschung mit der Beratung des Verteidigungsministeriums zum Beispiel.
00:51:49: Womit beschäftigen sie sich denn dort ganz konkret?
00:51:51: Wenn es jetzt um Digitalisierung und was mal moderne Kriegsführungen geht...
00:51:56: Also wir sind mal gegründet worden.
00:51:58: Es ist tatsächlich schon eine Weile her als es noch gar keine nationale Sicherheitsstrategie gab.
00:52:03: so etwas schreiben ja seit kurzem erst in der Bundesrepublik Deutschland sondern da gab es sogenannte Weißbüche.
00:52:08: Diese Dokumente haben auch so ein bisschen den Rahmen abgesteckt der deutschen Sicherheitspolitik.
00:52:12: Und zwanzigsechzehn stand da schon drin, wir sind nicht so gut in der strategischen Vorausschau.
00:52:16: und dann haben wir an der Uni gesagt okay wir machen bestimmte Themen auch mit einem dezidierten Zukunftsblick.
00:52:21: Winkel ja vorausschaue heißt man guckt so ungefähr bis zu fünf Jahre in die zukunft und man versucht nichts vorherzusagen sondern Möglichkeiten Räume aufzuspannen zu sagen, was könnte passieren?
00:52:31: Was ist eine denkbare Zukunft vielleicht.
00:52:33: Was ist auch in der Zukunft die wir vermeiden wollen und was ist ne gute Zukunft in die wir wollen?
00:52:37: Und wenn wir dann zurückschauen, was müssen wir machen dass wir in der guten Zukunft landen?
00:52:40: Wenn wir mal bei dieser Zukunfts- und Möglichkeitenfrage bleiben wie sehr machen ihnen denn die potenziell aktuell mögliche zukünfte Angst und wie sehr geben sie Ihnen ein gutes Gefühl?
00:52:48: jetzt mal so ganz persönliches.
00:52:49: aber
00:52:51: Wir sind in einer Situation, in Europa insgesamt wo vieles von dem was wir für selbstverständlich und gesetzt gehalten haben in Fluss geraten ist.
00:53:00: Das heißt der Zukunftsraum ist größer geworden es sind mehr Dinge möglich und deswegen sind wir jetzt im besonderen Maße herausgefordert im Grunde Zukunft nicht abzuwarten und zu hoffen dass das schon gut weiterhin für uns geht sondern Zukunft zu gestalten.
00:53:15: Und deswegen sind wir tatsächlich, glaube ich da an einem ganz interessanten Arbeitsfeld unterwegs bei Metis.
00:53:22: Um die erste Frage zu beantworten eines dieser Themen was ich auch schwerpunktmäßig backere ist eben alles was mit neuen Technologien im militärischen Sektor zu tun hat.
00:53:31: vieles davon hat etwas zu tun mit Software.
00:53:33: Define Defense künstliche Intelligenz solchen Funktionen wie Sensordaten Fusion Objekterkennung und so weiter kommen vielleicht später noch drauf.
00:53:41: eine Sache die ich mir jetzt auch vermehrt angeguckt habe in letzter Zeit Sturde geschrieben ist, auch das Allermeiste was wir machen ist öffentlich.
00:53:47: Also einfach Metis-Unibw da findet man das alles?
00:53:50: Da habe ich eine Studie gemacht zu Humanoida Robotik.
00:53:52: Was ja auch quasi die Verkörperung von Künstler Intelligenz ist und natürlich möglicherweise ziemlich bald ziemlich interessante militärische Implikationen hat.
00:54:01: Und diese Sachen gucken wir uns an schauen so ein bisschen in die Zukunft.
00:54:05: Was ist möglich?
00:54:05: Was ist denkbar?
00:54:06: Was halten wir für plausibel?
00:54:07: Was sollten wir tun?
00:54:09: Wir machen dann eine Beratungsleistung für die Strategieentwicklung im Verteidigungsministerium.
00:54:13: Wie sehr geht dann oft dieses was ist möglich, was ist denkbar und was sollten wir tun auseinander?
00:54:17: Weil es gibt ja immer wieder die Gespräche sollte man autonome Systeme einsetzen wenn es zum Beispiel nachher um Menschenleben geht etc.
00:54:24: Ja also jetzt haben sie schon gleich sozusagen die Schlüsselfragen gestellt.
00:54:27: das ist eine Sache die ich mache jetzt fast zwanzig Jahre lang.
00:54:30: im Grunde habe ich mich damit beschäftigt bevor's cool war so dass ich wurde dann immer aus allen möglichen Räumen rausgelacht so nach dem Otto Frank auf Terminetta zu gucken.
00:54:38: Aber es war eben schon in den Nullerjahren eigentlich klar, dass nach diesen ferngesteuerten unbemannten Waffensystemen ist welche geben wird die bestimmte Aufgaben, die vorher Menschen in der Fernsteuerung übernommen haben.
00:54:49: Dass sie die selber machen werden und vielleicht auch nur so einfache Dinge.
00:54:52: man fliegt von einem GPS-Wegpunkt zum nächsten ja?
00:54:55: Und wenn man dann da ist meldet man sich und sagt hallo Bediener ich bin dann da.
00:54:58: soll ich jetzt hier was tun?
00:55:00: bis hin eben zu dem?
00:55:01: jetzt kommen wir an den springenden Punkt Menschen leben und möglicherweise Waffen einsatz militärische Gewalt wird ausgeübt dinge gehen kaputt Menschenleben stehen auf dem Spiel, Menschen kommen ums Leben unter Umständen.
00:55:11: Zivilisten werden vielleicht irgendwie auch in Mitleidenschaft gezogen oder nicht?
00:55:15: Bis hin eben zu dem man spricht vom Ende der Killchain also von Ziele auswählen und bekämpfen mit militärischer Gewalt.
00:55:25: Auch das kann man eben delegieren an die Maschinen.
00:55:27: Und das ist eine Sache, wie gesagt... Das war mein Habitationsthema und da habe ich sozusagen aus einer Rechtswissenschaftlichen, aus einer ethischen und aus einer Sicherheitspolitischen Perspektive draufgeguckt und es ist ein sehr schwieriges Thema.
00:55:41: Ich hoffe dass wir das sozusagen hier gut auseinander genommen kriegen sodass klar wird, dass es auch Lösungen gibt.
00:55:47: Was ich vorwegschicken kann, ist ... Ich hab viel Zeit bei den Vereinten Nationen verbracht in Genf.
00:55:51: Wo es ein Gremium gibt was dezidiert sich nur damit beschäftigt und das vielleicht so einen Zahn, dem man den ein oder anderen immer noch ziehen muss also drauf warten dass die Vereintene Nationen sich da auf irgendwas einigen und sagen so wie jetzt beim biologischen oder chemischen Waffen oder so wir regulieren das für alle verbindlich Und dann halten sich auch Die allermeisten die meiste zeit daran.
00:56:09: und so.
00:56:09: Wir wissen natürlich Rüstungskontrolle ist nie hundertprozentig Wasserdichte.
00:56:12: Das wird hier nicht kommen.
00:56:14: Also da habe ich sehr viel Zeit abgesessen in diesen Räumen, in den Vereinten Nationen und das so aus einer akademischen Perspektive begleitet.
00:56:20: Und auch versucht ein bisschen beizutragen dass wir da was geschafft bekommen als Staatengemeinschaft.
00:56:25: aber das ist in der aktuellen... Geopolitischen Situationen, wir wissen ja alle was los ist auf dem Planeten.
00:56:31: Zeichnet sich das überhaupt nicht ab?
00:56:33: Das heißt, wir müssen hier als Europäerin und als Europär uns dieser Technologie widmen!
00:56:37: Wir können es nicht aussitzen und hoffen dass das irgendwann uns vorbei zieht sondern wir müssen uns da voll reinlehnen und sagen okay wir müssen jetzt selber machen und wir müssen's gut machen.
00:56:44: Wir müssen es richtig machen so wie wir das für richtig halten sodass das völkerrechtskonform ist und ethisch einwandfrei und so.
00:56:50: Da kommen wir ja so ein bisschen in den ich sage mal Erklärungsbereich gerade für so Laien von automatisiert und autonom.
00:56:57: Also automatisiert würde jetzt zum Beispiel eine Drohne von GPS.Eins zu GPS.Zwei fliegen autonomen wäre es wenn ich der drohne sage verteidige mein land und tue dafür was nötig ist Und die drohnen dann alles das macht, was dafür nötigt ist.
00:57:10: Das ist jetzt natürlich so ein bisschen sehr plakativ aber ist Es ungefähr die richtige richtung?
00:57:15: und wie autonom sollten ihrer Meinung nach irgendwann Die systeme sein?
00:57:19: also is am ende der kill chain auch in zukunft immer noch der mensch auf?
00:57:22: wenn Natürlich Ich sag mal die maschine die ki daten viel schneller und besser verarbeiten kann, als es menschliche Augen und Gehirne je könnten.
00:57:29: Achtung!
00:57:29: Schlimmst möglichste Expertenantwort wie autonom sollten die Maschinen sein?
00:57:34: Es kommt drauf an.
00:57:35: ja also es kommt darauf an und ich erkläre gleich warum's drauf ankommt.
00:57:38: aber erstmal diese Unterscheidungen automatisch autonom.
00:57:40: man kann das so machen wie sie dies gemacht haben.
00:57:42: das ist plausibel.
00:57:43: man sollte sich damit nicht zu sehr aufhalten.
00:57:45: mir fast wurscht wie Sie es nennen.
00:57:47: Entscheidend ist, worum es geht.
00:57:48: Und worum's geht, ist eben ... Achtung, ich weiß das für deutsche Ohren so ein bisschen sperrig klingt.
00:57:54: Worum is geht?
00:57:54: Das ist dieses Komplettieren der sogenannten Killchain.
00:57:57: Die Killchain ist eine Abfolge von Entscheidungen oder Operationen die immer vollführt wird wenn sie irgendwie militärische Gewalt ausüben.
00:58:04: Das kann übrigens auch sein dass Sie ne Rakete abschießen wollen die aufs Zugeflogen kommt.
00:58:08: also das kann auch rein defensiv sein ja und der ablauf ist dann trotzdem immer dergleiche nämlich im englischen sagt man find fix track select engage assess.
00:58:16: Also ich muss Ziele finden, ich muss sie von Nicht-Zielen unterscheiden und vor allem muss ich legitime Ziele erkennen.
00:58:23: Da gibt es Dinge auf die ich nicht schießen darf zum Beispiel zivilen Einrichtungen, Zivilpersonen.
00:58:27: Wenn Sie sich bewegen, muss ich Sie verfolgen dann muss ich sie ausweilen für die Bekämpfung, danach muss ich gucken was passiert ist.
00:58:33: Das ist immer gleich Und Technologien aus diesem Feld der künstlichen Intelligenz beschleunigen diesen Ablauf.
00:58:39: Sensor-Daten werden fusioniert zu einem Lagebild zusammengebaut Dann werden wir Ziellisten präsentiert von der Maschine Und dann kann ich zum Beispiel sagen, ja dieses Ziel will ich bekämpfen.
00:58:48: Dann sagt die Maschine mit welchem Wirkmittel?
00:58:50: Ich habe drei zur Auswahl da nehme ich das und dann wird das alles in Gang gesetzt und Das geht halt viel viel schneller als noch vor wenigen Jahren muss man sagen also die Entwicklung ist rasant.
00:59:00: und ganz zum Schluss steht eben dieser punkt wo man sagt Wenn dann wirklich eine waffe irgendwo im ziel einschlägt wie soll sich der mensch dazu verhalten?
00:59:09: und Da hat man jetzt komme ich zu dem konstruktiven teil da hat man gute lösungen gefunden.
00:59:15: Die haben sich so auch lobenswerterweise beim Bundesverteilungsministerium in den Leitlinien niedergeschlagen.
00:59:21: Und man spricht eben von im Fach von Meaningful Human Control, das heißt, man setzt diese Maschine Mensch-Interaktion so auf, dass die Maschinen die Dinge tun, die sie gut können.
00:59:31: Riesige Datenmengen verarbeiten und so.
00:59:33: Und die Menschen, Dinge tun die wir gut können, Urteilskraft recht auslegen und vor allem Verantwortung übernehmen.
00:59:40: Wenn man das richtig gemacht hat dann hat man ... Voraussehbarkeit, ab dem Punkt wo der Mensch der Maschine was übergibt und sagt das machst du jetzt alleine.
00:59:47: Und das kann auch das Bekämpfen eines Ziels sein?
00:59:49: Muss der genau wissen oder eine sehr stabile Erwartungshaltung haben, was passieren wird?
00:59:53: Das kann man nur durch technologische Reife, durch Training usw.
00:59:56: erreichen.
00:59:57: dann muss er administrieren können, er muss zum Beispiel bekämpfungsvorgänge abbrechen können und wenn ich das habe hab ich Zurechenbarkeit.
01:00:03: dann muss der Mensch die Verantwortung übernehmen.
01:00:05: Jetzt kommt letzter Punkt!
01:00:06: Der schreckliche Teil mit dem es kommt drauf an.
01:00:08: Das ist halt nicht überall gleich.
01:00:09: Also wenn sie eine Fregatte sind und Sie auf hoher See sind, fahren da ... Und drum herum ist nichts!
01:00:16: Da sind zwei Möwen, das war's?
01:00:18: Ja.
01:00:18: Dann kommt da
01:00:19: so ein Raketchen.
01:00:21: Genau, dann kommen acht Raketen mit Mach neun auf Sie zugeflogen.
01:00:24: Dann legen Sie den Schalter um und dieses Schiff verteidigt sich.
01:00:27: Da machen Sie gar nix mehr.
01:00:28: Den
01:00:29: Schalter lege ich noch um oder ist der automatisch umgelegt?
01:00:31: Theoretisch können Sie das auch so einstellen, dass es gibt es schon.
01:00:34: Übrigens gibt's das alles schon länger.
01:00:36: als wir drüber reden.
01:00:37: Aber sie können es auch einstellen, dass das Schiff da gar nicht mehr fragt und sagt oh ja okay das sind Sehzielflugkörper die mit neuen angeflogen kommen.
01:00:44: ich fang schon mal an und schieße dagegen.
01:00:46: Und ist auch ok.
01:00:46: also ich glaube da würde niemand was dagegen haben oder?
01:00:48: Also sagen jetzt nicht diese Menschen auf dem Schiff müssen aber alle sterben weil wir haben so'n bisschen moralisch... Weil
01:00:54: Kollateralschaden potenziell zwei Möwen ist klar!
01:00:56: Genau.
01:00:57: wenn Sie jetzt aber Infanterist sind im urbanen Gefecht mit Ihrem Zug und Sie wollen einen Gebäude stürmen und Sie haben so nen kleinen Quadkoptern den werfen Sie da rein Fliegt darum, dann können Sie den natürlich so einstellen dass der auf alles fliegt was sieben dreißig Grad warm ist grob Körpertemperatur und explodiert das aber blöd.
01:01:13: dann sprengen sie quasi mich in die luft.
01:01:15: ich komme mit dem charlie zug nämlich gerade von der anderen Seite ins gebäude rein also ab dem punkt wo es unübersichtlicher wird Wo vielleicht zivilpersonen geschädigt werden können wo eigene kräfte und soweit da ja wo.
01:01:25: da muss sich dann wieder Die zügel nenne ich mal Bei diesem autonomen Waffensystem viel näher annehmen und sagen Moment jetzt muss der Mensch wieder mehr entscheiden.
01:01:34: Und das ist das was man verstehen muss.
01:01:36: diese meaningful human control ist kontextabhängig, dass muss man raus Und das ist genau das, was ich vorhin meinte.
01:01:44: Wir können uns darum nicht drücken.
01:01:45: Wir müssen
01:01:46: es definieren bevor's gemacht wird ohne dass wir mitgedacht haben oder mit geredet haben.
01:01:49: okay?
01:01:50: Wir müssen Lösungen dafür finden.
01:01:51: total
01:01:52: nachvollziehbar.
01:01:53: aber jetzt bleiben wir noch mal bei ihrem schönen Beispiel Herr Sauer.
01:01:55: Sie haben ja gesagt früher haben die immer gesagt guck nicht so viel Terminator Frank.
01:02:00: Jetzt haben wir den einerseits den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine Und wir haben aber auch diese, ich sag mal, ChatGPT-KI-Welle Beschleunigung an was da alles tut.
01:02:11: Was glauben Sie denn?
01:02:12: Was von beiden hat dann vielleicht mehr dafür gesorgt dass dieses Thema gerade so wichtig geworden ist und sehr aufgekommen ist?
01:02:18: Ging es um die potenziell einfacher technische Entwicklung oder doch eher um die geopolitische Bedrohungslage?
01:02:23: Die Beschleumigung mit Blick auf das was ich beschrieben habe nämlich diese Nutzung von diesen neuen Technologien, um die Killchain zu beschleunigen und schneller Bekämpfungsvorgänge durchzuführen.
01:02:35: Unbemannte Systeme in Massen einzusetzen.
01:02:37: also wir reden ja jetzt hier gerade bei diesem Bereich kleine unbemannte Systeme quadcopter Drohnen auf dem Gefechtsfeld von zweistelligen Millionen Zahlen jedes Jahr aufm Gefechtsfeld in der Ukraine.
01:02:50: Also die werden im Grunde verballert wie Munition.
01:02:52: Die wesentliche Beschleunigung an dieser Stelle ist der Russische Angriffskrieg auf die Ukraine gewesen.
01:02:56: Und auch das Stichwort Vorausschau hatte sich abgezeichnet, also wenn Sie in die Zehnerjahre zurückgehen und in die Fachliteratur reingucken haben Leute wie ich geschrieben ab dem Punkt wo wir keine allgemeinen geltenden verbindlichen Regeln für die Staatengemeinschaft haben und wir kriegen irgendwo einen zwischenstaatlichen Krieg mit technologisch fegen staatlichen Akteuren wird dass durch die Decke gehen.
01:03:18: und genauso ist es gekommen ja?
01:03:19: Also ich erkläre nochmal vielleicht warum das so wichtig ist Die elektronische Kampfführung auf dem Gefechtsfeld in der Ukraine, sprich das Jammon.
01:03:26: Ja die Störsender sind so stark sie können da zum Teil nichts mehr fernsteuern und deswegen setzt man eben drauf dass diese Waffensysteme dann dieser ausgewählten Ziele am Ende selber anfliegen und eigenständig bekämpfen ohne dass sie noch ferngesteuert werden.
01:03:39: Und das hat einen wahnsinnigen katalytischen Effekt auf diese ganze Entwicklung gehabt und ich würde sagen Das wiederum als Prozess beschleunigt sich jetzt noch zunehmend dadurch dass wir gleichzeitig eben diese enorme Entwicklung haben beim Bereich der Frontiermodelle, die natürlich alle sofort auch militärisch umgenutzt werden.
01:04:00: Haben wir ja mitbekommen enthropic in den USA, das Streit mit Hexeth und dem Pentagon
01:04:05: etc.,
01:04:06: und all diese Dinge, wie ist es den Amerikanern möglich tausend dynamische Ziele pro Tag im Iran zu bekämpfen?
01:04:14: Weil sie halt auf diese Modelle setzen, die unfassbar mächtig sind solche Ziele sehr schnell zu identifizieren, Und zu verfolgen und dann im Grunde den Bediener zur Verfügung zu stellen sagen, willst du das bekämpfen?
01:04:26: Sowas hat früher also Stunden Tage Wochen gedauert.
01:04:30: Wie sieht Ihrer Meinung nach die Kriegsführung und auch die Verteidigungsführung oder Fähigkeit im Jahr zwanzigfünfzig aus?
01:04:36: Also ich meine wir sind ja jetzt wirklich an so einem Wendepunkt.
01:04:38: Jetzt ist da ein Turbo drin.
01:04:39: Sie haben gerade erklärt warum.
01:04:40: es ist Geld da, also es wird Budget frei gemacht und bis zwanzIGFünfzig sind ja schon noch mal irgendwie über Zwanzig Jahre.
01:04:46: Ja, also es ist tatsächlich nicht meine Expertise.
01:04:49: Weil das ist noch mal ein eigenes Feld.
01:04:51: Das ist die sogenannte Zukunftsanalyse.
01:04:54: Also ich hatte es ja gesagt Ich höre im Grunde so bei plus fünf Jahren höre ich auf
01:04:58: Okay dann gehen wir mal an den Rand ihrer Expertise.
01:05:02: Wir sind am Punkt wo die Hürden für das Nutzen von diesen neuen Technologien im Milizär endgültig keine technischen mehr sind.
01:05:11: Was meine ich damit?
01:05:12: Ich meine damit dass es bestimmte Organisationssoziologische Und ganz kuriosem manchmal Erklärung dafür gibt, warum diese neue Technologie gar nicht genutzt wird.
01:05:21: Obwohl sie zur Verfügung steht.
01:05:22: Ich gebe mal ein Beispiel was die wenigsten wissen.
01:05:24: Habe ja gerade gesagt, das stellen wir uns vor in dieser Grauzone auf dem Gefechtsfeld in der Ukraine steht eine russische Panzer.
01:05:30: Der ist komplett eingeiegelt um ihn zu schützen gegen diesen Drohnenbeschuss und die Ukraine will den bekämpfen.
01:05:36: Jetzt hatte ich gesagt diese Waffensysteme technologisch ist das inzwischen gereift könnten unter Umständen diesen Panzer erkennen Und auch wenn dann super viel Störungen usw.
01:05:45: ist und ich mit diesem Ding nicht mehr funken kann, könnten die da rein ballern und versuchen den zu zerstören.
01:05:50: Das wird deutlich seltener genutzt als man es nutzen könnte.
01:05:54: Warum?
01:05:54: Die Antwort ist erstaunlich Gamification.
01:05:57: Die Brigaden in der Ukraine konkurrieren nämlich in einem internen System um Punkte Und wer die meisten Punkte hat bekommt das beste Equipment.
01:06:06: Und Punkte bekomme ich wenn ich nachweise dass ich bestimmte Ziele erreicht habe, zum Beispiel Kampfpanzer zerstört auf dem Gefechtsfeld.
01:06:12: Und dazu brauche ich Videobeweis!
01:06:14: Das heißt die Ukraine geht große Längen... um nachweisen zu können, dass sie von der Hand Ziele bekämpft hat.
01:06:20: Was Sie mit Videobeweis belegen können bevor Sie Autonome-Systeme verwenden die das für Sie machen könnten wofür Sie aber keine Punkte kriegen sodass Sie schlechteres Equipment kriegen.
01:06:28: Also brauchten Sie eigentlich nur eine zweite Drohne die hinter der DrohNE herfliegt und die erste DrohNe filmt?
01:06:32: Und dann hätten wir's.
01:06:33: ja
01:06:33: Das wird sowieso so gemacht.
01:06:34: also diese Spotterdrohne gibt es sowieso Aber die ist oft auch nicht in der Lage sozusagen noch Bilder zu liefern.
01:06:39: Ja das heißt man versucht dann deswegen sozusagen entweder massivst gehärteten Drohnen die X-Antennensysteme haben, ständig Frequenzen wechseln und so weiter.
01:06:48: Und sofort gleichzeitig noch Relédrohnen oder man macht das eben mit diesem Glasfaserkabel, die man an die Drohne hängt, sodass man gar nicht mehr funken muss.
01:06:54: diese Zielbekämpfung durchzuführen, sodassen kann definitiv.
01:06:56: hier ist der Beweis Videobeweis.
01:06:58: Ziel wurde zerstört.
01:06:59: bitte die Punkte gut schreiben damit wir demnächst geiles Equipment ordern können.
01:07:02: und daran sieht man Der Fortschritt in der Technologie ist nicht der einzige bestimmte Faktor, wie Dinge verwendet werden.
01:07:08: Sondern es gibt ganz wüste drumherum noch gestrickte Dinge die sehr menschlich sind, sag ich mal oder auf anderen Anreizstrukturen beruhen.
01:07:16: Deswegen kann ich jetzt nicht sagen, in fünf Jahren wird das so sein.
01:07:19: Das Einzige was ich sagen kann ist, die Dinge werden in fünf jahren schneller ablaufen und potenziell noch tödlicher sein?
01:07:24: Das Gefechtsfeld ist extrem tödlich in der Ukraine.
01:07:28: Also so eine Drohne entkommen sie quasi nicht.
01:07:31: Artilleriebeschuss ist auch schrecklich Aber die Atelriegranate fliegt ihnen halt nicht ins Erdloch hinterher und sprengt sie unter der Erde noch in die Luft.
01:07:39: Und das ist das, was wir da sehen – und das wird weitergehen!
01:07:42: Aber wie sich es genau ausspielt, ist einfach nicht vorhersehbar.
01:07:45: Weil so viele Faktoren da irgendwie eine kuriosere Rolle spielen zum Teil.
01:07:48: Krass!
01:07:49: Also wenn man im Podcast einen Gamification in Zukunft eine Rolle spielt verspreche ich nach dem Interview kriegen wir bei einem richtig gutes Mikrofon.
01:07:54: also Ich fand's super spannend.
01:07:56: Dr.
01:07:56: Frank Sauer forscht an der Universität der Bundeswehr zum Verhältnis von Technologie und Sicherheit insbesondere zur militärischen Nutzung von künstlicher Intelligenz Robotik und autonomen Funktionen.
01:08:05: Er ist Forschungsleiter des Metis Instituts für Strategie und Vorausschau.
01:08:10: Lassen Sie uns einfach in den nächsten Jahren widersprechen und gucken, wie sich das Ganze weiterentwickelt.
01:08:14: Weil dann können wir ja wieder fünf Jahre in die Zukunft gucken.
01:08:16: Ja, da war vielen Dank für Ihre Zeit!
01:08:17: Es war wirklich spannend.
01:08:18: So machen wir es.
01:08:19: Vielen Dank bis dahin.
01:08:20: Ciao Ja, wir haben jetzt drei spannende Perspektiven gehört eigentlich.
01:08:25: Zum einen moderne Verteidigung wird zunehmend Software definiert, Sensoren, Daten, KI und die Vernetzung und unbemannte Systeme greifen zunehrend ineinander.
01:08:36: dann die Fensteck zeigt auch wie schnell sich Technologie und Produktion verändern können Und die Bundeswehrperspektive zeigt natürlich auch das entscheidend eben der Schritt vom Prototyp zur breiten Nutzung in der Truppe dann letztlich auch ist.
01:08:51: Schließlich erinnert die Wissenschaft daran, dass Geschwindigkeit und Automatisierung natürlich nicht auf Kosten von Verantwortung und menschlicher Kontrolle gehen dürfen.
01:09:02: Ja also entspannender Bereich aber natürlich auch irgendwie ein schwieriger und auch ein Bereich, der immer so ein bisschen mulmiges Gefühl hinterlässt.
01:09:09: Ein weniger mulmige Gefühl hinterlässt mir den Ausblick die nächsten hundert Folgen mit dir Siduni.
01:09:13: Ich freue mich sehr und ich bin sehr gespannt, ob wir in sieben Hundertfolgen an diese hundertste Folge erinnern und sagen weißt du noch damals?
01:09:18: Da hatten wir ein super spannendes Thema und das hat sich jetzt entwickelt!
01:09:23: Und wenn wir in den nächsten hundert folgen wahrscheinlich einfach live miterleben genau wie die Sache mit der KI damals.
01:09:28: Ja
01:09:28: wir freuen uns, wenn ihr uns die nächsten hundred folgen als Hörerinnen und Hörern erhalten bleibt.
01:09:33: und ja in diesem Sinne würde ich sagen Sven auf die nächstenhundert folgen oder?
01:09:37: Auf
01:09:37: die nächste hundert.
01:09:38: und für euch alle bis zur nächsten Folge Ciao.
01:09:49: Tschüss!
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